Smarte Gebäudetechnik erklärt

Modern city skyline with skyscraper buildings with a sunrise behind them. The city is surrounded by the ocean.

Die meisten smarten Gebäude stützen sich auf Tausende kleiner Interaktionen, die ständig im Hintergrund ablaufen. Die Beleuchtung wird gedimmt, wenn Besprechungs- oder Gemeinschaftsräume leer sind. Bei größeren Personengruppen wird die Lüftung bedarfsgerecht erhöht. Türen öffnen sich für autorisierte Personen, ohne dass ein manuelles Eingreifen erfolgt. Im Hintergrund tauschen Sensoren und Kameras ständig Informationen mit Management-Systemen aus, die den Gebäudebetrieb in Echtzeit anpassen.

Das ist der Unterschied zwischen einem vernetzten und einem wirklich smarten Gebäude. Vernetzte Gebäude erfassen Daten. Smarte Gebäude nutzen diese Daten, um automatisch Entscheidungen zu treffen, von denen die Bewohner oft nichts bemerken.

Modern office building made with majority glass. Some greenery in the middle.

Warum smarte Gebäude wichtig sind

Laut International Energy Agency (IEA) machen Gebäude rund 30 % des weltweiten Energieverbrauchs und 26 % der weltweiten energiebezogenen Emissionen aus. Der Großteil dieser Energie entfällt auf Systeme, die nach Zeitplänen betrieben werden, die vor Jahren festgelegt wurden – auch in Räumen, die möglicherweise die Hälfte der Zeit leer stehen. Smart-Building-Technologien gehören zu den wenigen Möglichkeiten, diese Lücke nachhaltig und in großem Maßstab zu schließen.

Ein effizient betriebenes Gebäude bietet zudem ein gesünderes und angenehmeres Arbeitsumfeld und ist attraktiver für Mieter, die ihren Arbeitsort zunehmend danach auswählen, wie komfortabel und angenehm sich ein Gebäude anfühlt. Für Eigentümer bedeutet das niedrigere Betriebskosten und eine bessere Ausgangsposition bei der Bewertung ihrer Immobilie.

Die Technologie ändert auch die Entscheidungsfindung. Statt sich auf Annahmen zur Nutzung eines Gebäudes zu stützen, erhalten die Betreiber jetzt Datenbeweise. 

So funktioniert smarte Gebäudetechnik

Ein smartes Gebäude weist mehrere Ebenen auf. Edge-Sensoren und Geräte erfassen, was im Gebäudeinneren geschieht. Über das Netzwerk werden diese Daten an die Managementsoftware übertragen, die sie auswertet und entsprechende Maßnahmen auslöst. Als zentrale Plattform vernetzt ein Gebäudeleitsystem (BMS) Beleuchtung, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK), Aufzüge und Sicherheitssysteme, sodass diese Informationen austauschen und gemeinsam gesteuert werden können.  

Die Zutrittskontrolle sendet Identitäts- und Belegungsdaten an das GVS und verknüpft Zutrittsereignisse mit Video- und Besuchersystemen. Brandschutzsysteme bleiben normalerweise getrennt, weil strengere Vorschriften verlangen, dass diese unabhängig betrieben werden. 

Environmental sensors and network camera in a coffee shop to help detect anything unusual.

Die Geräteebene

Hier erfasst das Gebäude Echtzeitdaten zum aktuellen Geschehen. Kameras, Kartenleser, Gegensprechanlagen, Sensoren und Audiogeräte erfassen Bewegungs-, Belegungs-, Temperatur-, Lärm- und Luftqualitätsdaten. So können zum Beispiel ein voller Besprechungsraum, das Betreten eines Sperrbereichs oder plötzlich ausbrechender Lärm in einer Lobby erkannt werden. Die Zutrittskontrolle liefert beim Betreten zusätzliche Daten. Zutrittsmedien wie Schlüsselkarten, mobile Ausweise und biometrische Merkmale dienen der Identitätsprüfung. Leser und Zutrittscontroller protokollieren dabei jeden Zutritt, jeden Austritt sowie jeden verweigerten Zutrittsversuch. Die lokale Datenverarbeitung reduziert die Notwendigkeit, Informationen an einen zentralen Server zu übertragen. Dadurch werden Bandbreite eingespart und schnellere Reaktionen ermöglicht, wenn jede Sekunde zählt.

Close up of a server rack with yellow and blue cables.

Die Netzwerkebene

Smarte Gebäude verfügen über ein zuverlässiges Netzwerk als Basis für die Datenübertragung zwischen Geräten, Software und Bedienern.

Viele smarte Gebäude nutzen eine IP-basierte Netzwerk-Infrastruktur zur Vernetzung von Zutrittskontrolle, Videosicherheit, Sensoren und Gebäudeautomatisierung. Einige Geräte nutzen auch Power over Ethernet (PoE), das die Stromversorgung und Daten über ein einziges Kabel bereitstellt.

Mit der zunehmenden Zahl vernetzter Geräte wird eine zuverlässige Netzwerkinfrastruktur immer wichtiger. Denn ein überlastetes Netzwerk führt zu verzögerten Videostreams und langsameren Systemreaktionen.  

Two people holding a tablet with a virtual graph as an overlay to showcase connections.

Die Verwaltungs- und Analyseebene

Hier erkennen die Bediener jetzt eher Muster, als isolierte Ereignisse. Die Management Software sammelt Eingangsdaten aus dem gesamten Gebäude, identifiziert Muster und löst automatisch Aktionen aus, wenn vordefinierte Bedingungen erfüllt sind. Die Zutrittskontrolle bietet noch eine zusätzliche Dimension. Durch die Kombination von Identitäts- und Ereignisdaten können Bediener ungewöhnliche Muster wie wiederholte Fehlversuche oder ungewöhnliche Geschehnisse nach Geschäftsschluss in sensiblen Bereichen markieren. Diese Systeme bieten auch Einblicke über den zeitlichen Verlauf der Gebäudeleistung, unter anderem für Belegung, Energieverbrauch und Wartungsbedarf. In einigen Gebäuden unterstützen diese Daten den täglichen Betrieb. In anderen beginnen sie damit, Entscheidungen in puncto Personal, Leasing, Wartung und Raumgestaltung zu prägen.

Echtzeit-Aktionen und langfristige Einblicke

Einige Gebäudeentscheidungen müssen sofort getroffen werden. Das Entriegeln einer Sicherheitstür oder das Auslösen eines Alarms dürfen nicht auf eine Cloud-Verbindung angewiesen sein, die sich verzögern kann. Deshalb erfolgt die Datenverarbeitung bei vielen intelligenten Geräten direkt im Endgerät (Edge).

Längerfristige Analysen funktionieren anders. Durch die kontinuierliche Erfassung und Analyse von Daten können Betreiber Wartungsbedarf, Energieverschwendung und Bewegungsmuster über ganze Standorte oder Immobilienportfolios hinweg erkennen. Die meisten Smart Buildings nutzen eine Kombination aus Echtzeitüberwachung und langfristiger Datenanalyse. 

Was Ihnen ein smartes Gebäude bietet

Knowledge areas icon

Energieeffizienz

Hier beginnen die meisten Investitionen in smarte Gebäude. Die Beleuchtung schaltet sich aus, wenn Räume leer stehen. Die Belüftung passt sich an die Raumbelegung an. Auf kaum genutzten Korridoren fährt die Heizung herunter. Einzeln betrachtet mögen die Einsparungen gering erscheinen – über ein großes Gebäude oder Immobilienportfolio hinweg summieren sie sich jedoch zu einem erheblichen Potenzial.
An illustration of multiple people standing in two rows.

Bessere Raumausnutzung

Viele Unternehmen sind immer noch überrascht, wenn sie feststellen, wie wenig sie über die tatsächliche Nutzung ihrer Gebäude wissen. Aus den Belegungsdaten geht schnell hervor, welche Besprechungsräume ständig überbucht sind und welche Bereiche kaum ihren Zweck erfüllen. Einige Eigentümer überarbeiten die Layouts. Andere reduzieren die Mietflächen insgesamt.
A symbol showing two hearts, one outlined and one solid yellow.

Gesündere Innenraumumgebungen

In Innenräumen, in denen sich Menschen längere Zeit aufhalten, ist die Luftqualität wichtig. Moderne Gebäude überwachen kontinuierlich den CO2- und Schadstoffgehalt sowie die Luftfeuchtigkeit, wobei die Lüftung oft reagiert, bevor die Personen im Raum es bemerken. Eine gute Raumluftqualität wird zunehmend in Verbindung mit gutem Konzentrationsvermögen und Wohlbefinden gebracht, insbesondere in Büros, in denen die Menschen einen Großteil ihres Tages verbringen.
Access control icon

Besserer Schutz und höhere Sicherheit

Vernetzte Sicherheitssysteme teilen Informationen anstatt sie isoliert zu arbeiten. Eine Tür öffnet sich und eine in der Nähe befindliche Kamera beginnt, das Geschehen aufzuzeichnen. Dieselbe Kamera kann in Kombination mit Audioanalysen aggressives Verhalten erkennen, bevor jemand dies meldet. Die Zutrittskontrolle legt Regeln dafür fest, wer wann welche Bereiche betreten darf, und bietet den Teams eine Aufzeichnung, auf die sie zurückgreifen können, wenn etwas rekonstruiert werden muss.
Reseller icon

Attraktivere Immobilien

Was vor einigen Jahren noch ein Top-Leistungsmerkmal war, gilt heute bereits als Standard. Mobiler Zutritt, eine zuverlässige Klimaregelung und sichtbare Nachhaltigkeitsmaßnahmen gelten in hochwertigen Bürogebäuden zunehmend als Standard. Gebäude, die weiterhin auf manuelle Prozesse oder einen ungleichmäßigen Nutzerkomfort angewiesen sind, fallen zunehmend negativ auf.
Screen with bar graph

Datengestützte Entscheidungen

Ein einzelner Sensorwert für sich genommen ist selten von Bedeutung. Über Monate hinweg gesammelte Daten können Nutzungsmuster, Wartungsbedarf oder Energieverschwendung sichtbar machen, die andernfalls unentdeckt blieben. In einigen Gebäuden haben solche Erkenntnisse alles verändert – von Reinigungsplänen bis hin zur langfristigen Investitionsplanung.
Sienna Cacan posing with arms over each other in an open spaced office.
„Immobilienportfolios, die in vernetzte, intelligente Gebäude investieren, werden den größten Wert schaffen. Gebäude, die Systeme integrieren, das Wohlbefinden der Bewohner und die Nachhaltigkeit priorisieren sowie Daten zur kontinuierlichen Verbesserung des Betriebs ausnutzen, werden zum neuen Maßstab.“ Sienna Cacan, Global Enterprise Marketing Manager, Axis Communications

Anwendungsbereiche

Illustration of a commercial real estate with circles that shows more detailed information on the building.

Parken, Ein- und Ausfahrt von Fahrzeugen

Der Parkplatz vermittelt oft den ersten Eindruck eines Gebäudes. Die automatische Kennzeichenerkennung ermöglicht bekannten Fahrzeugen die Ein- und Ausfahrt ohne manuelle Kontrolle. Kameras mit Analysefunktionen können rechtswidrig geparkte Fahrzeuge erkennen oder Herumlungern nach Geschäftsschluss melden. Bei gewerblich oder öffentlich genutzten Gebäuden mit gemeinsam genutzten oder kostenpflichtigen Parkflächen helfen dieselben Daten, Parkplätze bedarfsgerecht zu bewirtschaften und Falschparker zu erkennen – ganz ohne Kontrollgänge. 

Empfangs- und Eingangsbereich

Die meisten Zutrittsentscheidungen werden im Eingangsbereich getroffen. Personal und Besucher betreten das Gebäude mit mobilen Zugangsdaten oder QR-Codes, ohne nach Karten suchen zu müssen. Gäste, die sich über ein Besucherverwaltungssystem vorregistriert haben, stellen fest, dass ihre Zutrittsberechtigung bei der Ankunft bereits aktiv ist. Und beim Verlassen wird sie wieder deaktiviert. Der morgendliche Besucherandrang lässt sich deutlich schneller bewältigen – ein Vorteil, den jeder zu schätzen weiß, der schon einmal in einer Warteschlange gestanden hat. Türsprechanlagen mit integrierter Kamera ermöglichen eine visuelle Identitätsprüfung, bevor Zutritt gewährt wird. Erkennt eine Kamera eine Person, die sich längere Zeit an einer Zutrittstür zu einem gesperrten Bereich aufhält, kann das Sicherheitspersonal frühzeitig reagieren.

Sperrbereiche

Serverräume, Anlieferzonen und Lagerbereiche haben eines gemeinsam: sie dürfen nur von berechtigten Personen betreten werden und es muss aufgezeichnet werden, wer Zutritt erhält. Eine vernetzte Zutrittskontrolle protokolliert jedes Betreten und Verlassen. Eine Reinigungskraft, die an jedem Werktag Zutritt zur Ladebucht hat, braucht nicht noch einen Zugang zum Serverraum.  

Die Berechtigungen können nach Rolle, Tageszeit oder Sensibilität unterteilt werden. Kameras überwachen die Türen, die am wichtigsten sind, und alarmieren das Sicherheitspersonal, wenn sich jemand dort aufhält, wo er nicht sein sollte. In den sensibelsten Bereichen kann es erforderlich sein, dass sich zwei Personen gleichzeitig ausweisen, damit die Tür entriegelt wird. 

Gemeinschaftsbereiche und Arbeitsplätze

Als Sensoren dienende Kameras zählen, wie viele Personen einen Korridor passieren oder einen Besprechungsraum nutzen. Luftqualitätssensoren verfolgen die CO2-, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte in den Räumen, in denen Menschen am meisten Zeit verbringen. Einige Besprechungsräume sind die ganze Woche über voll ausgebucht, während andere tagelang leer stehen. Insgesamt helfen diese Daten den Gebäudeteams, den Komfort in den Räumen aufrecht zu erhalten und bessere Entscheidungen darüber zu treffen, wie das Gebäude im Laufe der Zeit genutzt wird. 

Axis network camera mounted on the roof of a shopping mall. People are walking outside the retail store.

Einkaufszentren

In großen Einkaufszentren zeigen Wärmebildkarten, wie sich Besucher durch die Räumlichkeiten bewegen. Die Personenzählung legt offen, welche Eingänge zu welchen Zeiten am belebtesten sind. Mieter nutzen dieselben Daten, um Mietverträge zu verhandeln oder die Gestaltung ihrer Verkaufsflächen zu optimieren. Betreiber von Einkaufszentren verwenden sie, um zu entscheiden, wo sie zusätzliche Sitzgelegenheiten einrichten, wann sie die Reinigung einplanen und wo sie die Wegweisung verbessern sollten.

Lösungen erkunden

AXIS C1110-E Network Cabinet Speaker mounted on a wall in a office restaurant with long tables and greenery above.

Netzwerk-Audio

Netzwerk-Audio verarbeitet alles, von Live-Durchsagen bis hin zu Textnachrichten in Notfällen. Dieselben Lautsprecher können Eindringlinge abschrecken oder Hintergrundmusik in einer Lobby abspielen.
Man sitting in front of two screens.

Überwachungslösungen

Überwachungslösungen integrieren Kameras, Analysefunktionen, Audio, Gegensprechanlagen, Zutrittskontrolle und Video Management Software in einer einzigen Plattform, die den Standort sichert und Daten für die Betreiber zurückliefert. Dasselbe System kann lokal oder in der Cloud bereitgestellt werden.
Man using his phone on a Axis network door station to get access in.

Zutrittskontrolle

Eine zentrale Zutrittsverwaltung verleiht Ihnen volle Kontrolle darüber, wer wann an welcher Stelle Zutritt erhalten kann. Das System kann problemlos von einer Einzeltür auf große Standorte mit Tausenden von Benutzern skaliert werden.

Überlegungen zur Umsetzung

Two office workers opening a door with an AXIS A4020-E Reader on it.

Womit soll man beginnen?

Die Zutrittskontrolle ist oft der Ausgangspunkt, denn sie regelt bereits, wie sich Personen durch das Gebäude bewegen. Die Vernetzung dieses Systems erleichtert die Integration von Kameras, Gegensprechanlagen und anderen Gebäudetechnologien im Laufe der Zeit. Entscheidungen über Zutrittsmedien und die Systemarchitektur bestimmen, welche Funktionen sich später ohne größeren Aufwand ergänzen lassen. 

Privatsphäre und Datenschutz

Moderne Gebäude erfassen heute eine Vielzahl von Daten – und nicht alle davon sind unkritisch. Die Anzahl von Personen, die an diesem Morgen die Lobby betreten haben, ist unproblematisch. Anders verhält es sich bei Protokollen darüber, wer welche Tür wann geöffnet hat. Solche Informationen gelten nach der DSGVO und vergleichbaren Datenschutzgesetzen in anderen Ländern zu Recht als personenbezogene Daten. Datenschutzfreundliche Technologien leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Sie ersetzen jedoch nicht die grundlegende Sorgfalt, genau zu wissen, welche Daten erhoben werden, zu welchem Zweck und wer darauf Zugriff hat.

Cybersicherheit

Die Vernetzung eines Gebäudes setzt es einer neuen Art von Risiko aus. Wenn ein Hacker in das Netzwerk eindringt, kann er Türen öffnen, Kamerafeeds deaktivieren und die Belüftung ausschalten – und all das an einem einzigen Nachmittag. Auch die Zutrittskontrolle bringt eigene Sicherheitsanforderungen mit sich. Dazu gehört beispielsweise, Zutrittsmedien vor dem Kopieren zu schützen und die Kommunikation zwischen den Geräten zu verschlüsseln. Schutz auf Geräteebene und regelmäßige Aktualisierungen sind sehr wichtig, aber klare Verantwortlichkeiten ebenfalls.

Neueinrichtung im Vergleich zur Nachrüstung

Es ist einfacher, Kabelführungen, Sensoren und Managementsysteme von Beginn an einzuplanen, als sie später hinzuzufügen. In älteren Gebäuden sind die bestehenden Systeme oft nicht dafür ausgelegt, miteinander zu kommunizieren, und ihr Austausch ist so teuer, dass die Eigentümer zögern. Die meisten Nachrüstungsprojekte gehen bereichsweise vor.

Interoperable Produkte auswählen

Auf einer offenen Plattform aufgebaute Produkte lassen sich einfacher in bestehende Systeme und auch in künftige Systeme integrieren. Proprietäre Systeme haben die Tendenz zu begrenzten Optionen, wenn ein Gebäude erweitert oder verkauft werden soll. 

Mehr vernetzte Geräte, mehr betriebliche Komplexität

Die Anzahl der vernetzten Geräte in smarten Gebäuden wächst weiter – von Kameras und Gegensprechanlagen bis hin zu Netzwerklautsprechern, Umgebungssensoren und Lesegeräten für die Zutrittskontrolle. Dies schafft eine erhöhte Transparenz für das gesamte Gebäude, aber auch mehr Systeme, die verwaltet, gewartet und gesichert werden müssen. Mit zunehmender Bereitstellung wird es schwieriger, Interoperabilität und Cybersicherheit als Nebenprobleme zu behandeln. 

Digitale Zwillinge

Digitale Zwillinge finden großen Gewerbeprojekten zunehmende Verbreitung, insbesondere dort, wo Energieverbrauch, Wartungsaufwand und Raumnutzung streng überwacht werden. Durch die Kombination von Live-Gebäudedaten mit einem virtuellen Modell können Betreiber Layoutänderungen testen, Renovierungen simulieren und Ineffizienzen identifizieren, bevor sie physische Änderungen am Standort durchführen. 

KI-gestützte Analysen und vorausschauende Wartung

Die heutigen Analysen erklären zumeist, was in einem Gebäude geschieht. KI wird immer häufiger zur Identifikation von Trends eingesetzt, bevor sich diese zu betrieblichen Problemen entwickeln. Das kann bedeuten, einen ungewöhnlich hohen Energieverbrauch zu erkennen, wartungsbedürftige Geräte zu identifizieren oder Verkehrstrends zu erkennen, die wiederholt Staus in bestimmten Bereichen verursachen. 

Die Mieteransprüche ändern sich

Die meisten Mieter bemerken die Gebäudetechnik kaum, wenn sie gut funktioniert, aber sofort, wenn Fehler auftreten. Mobiler Zugang, ein stabiles Innenraumklima und zuverlässige Konnektivität werden kaum noch als Premium-Funktionen, sondern immer öfter als Grundansprüche betrachtet. Für Gebäude, die dieses Erlebnis nicht bieten können, ist es schwer, Mieter zu finden, insbesondere in wettbewerbsintensiven Büroimmobilienmärkten. 

AXIS Q6315-LE and AXIS Q6100-E mounted in the city center by tall buildings and a canal.

Der Schlüssel zu smarten Immobilien

Intelligente Geräte und Datenanalysen verändern die Art und Weise, wie Gewerbeimmobilien betrieben und verwaltet werden. Die Schwierigkeit besteht darin, die erzeugten Daten in Entscheidungen zu verwandeln, die tatsächlich den Betrieb eines Gebäudes verbessern. 

People walking and standing around a large office staircase.

Integration smarter Technologien

Die Menschen, die heute ein Gebäude betreten, haben veränderte Ansprüche an die von ihnen genutzten Gebäude. Smarte Technologie hilft Gebäudeeigentümern und Betreibern dabei, diese zu erfüllen. 

Woman pushing a button outside an exterior door for access.

Zutrittskontrolle im gewerblichen Bereich

Die meisten Menschen haben bereits ein Zutrittskontrollsystem benutzt, ohne viel darüber nachzudenken. Dieser Leitfaden erläutert, wie Smart Buildings funktionieren, welche Komponenten dazugehören und worauf es bei der Auswahl der passenden Lösung für Gewerbeimmobilien ankommt. 

Big open spaced office building foyer with large windows lining the walls.

Videoanalyse

Videoanalysen verwandeln Rohaufnahmen in nutzbare Erkenntnisse. In einem smarten Gebäude können für die Sicherheit vorgesehene Kameras auch Personen zählen, die Belegung verfolgen und Daten in die Systeme einspeisen, die den effizienten Betrieb des Gebäudes sicherstellen.  

AXIS Object Analytics used to mark a vehicle and two people in an area.

Objekterfassung

Die KI-gestützte Objekterkennung wandelt die durch Kameras und andere Sensoren erfassten Daten in Informationen um, auf die ein smartes Gebäude reagieren kann. Erkennen Sie Personen, Fahrzeuge oder Aktivitäten in Echtzeit und nutzen Sie diese Daten zur Auslösung von Reaktionen, zur Beschleunigung von Untersuchungen und zur Information im täglichen Betrieb.  

Fenced warehouse with loading docks outside.

Umgrenzungsschutz und Einbruchserkennung

Der erste Schritt zum Smart Building beginnt im Außenbereich. Kameras, Radareinrichtungen und Zutrittskontrollen arbeiten zusammen, um Aktivitäten bereits an der Umgrenzung und allen Zutrittspunkten zu erkennen, womit sie den Sicherheitsteams Zeit zur Reaktion geben, bevor eine Person oder Handlung das Gebäude erreicht. 

Woman in yellow dress looking over a bridge at a city.

Städte

Eine Smart City ist die Skalierung eines smarten Gebäudes auf den Bereich einer Stadt. Sie verwendet dieselbe vernetzte Logik wie für eine Einzelimmobilie, steuert aber zusätzlich die Straßen, Verkehrsnetze und öffentlichen Räume einer ganzen Stadt. 

Group of female students looking through a microscope in a school science lab.

Ausbildung

Schulen setzen smarte Gebäudetechnik ein, um die Sicherheit der Schüler zu gewährleisten und den Lehrkräften die Freiheit zum Unterrichten zu geben. Dieselben Systeme, die Zutrittspunkte verwalten, verwalten auch den Energieverbrauch und die Belegung an großflächigen Standorten. 

Hospital corridor with doctors and nurses walking past each other.

Gesundheitswesen

In Krankenhäusern und Pflegeheimen ist das Verhältnis zwischen Sicherheit und Privatsphäre ein so starker Balanceakt, wie er in den meisten anderen Gebäuden nie auftritt. Vernetzte Systeme schützen Patienten, Personal und Medikamente, ohne am Standort das Gefühl entstehen zu lassen, beobachtet zu werden. 

Two women shopping outdoors and walking past a fountain.

Einzelhandel

Nur wenige Gebäude werden so stark überwacht, wie Geschäfte. Kameras und Sensoren erfassen Bestandsverluste, Wartezeiten an den Kassen und die tatsächlichen Kundenbewegungen im Geschäft. So wird jeder Bereich des Geschäfts zu einer wertvollen Datenquelle.