Die Objekterfassung kombiniert mehrere Analysefunktionen. Sie bestimmt, ob ein Objekt vorhanden ist und wo es erscheint und beschreibt es anhand von Objektklasse, Objekttyp und Attributen. Sie kann auch kontextbezogene Daten wie Zeit, Standort und Bewegungen bereitstellen.
Das Ergebnis: Kameras, Radar und andere Sensoren erfassen nicht nur eine Szene. Sie erzeugen strukturierte, kompakte Daten zu Objekten in der Szene, die Systeme zur Automatisierung von Aktionen nutzen oder die Bediener durchsuchen und untersuchen können.
Noch vor zwei Jahrzehnten bedeutete Objekterfassung die Beobachtung von Pixeländerungen. Schatten, Scheinwerfer und Wetterbedingungen lösten regelmäßig Fehlalarme aus, und die Systeme hatten keine Möglichkeit zu erkennen, was sie eigentlich sahen.
Durch Deep Learning hat sich dies geändert. KI-Modelle, die mit annotierten bzw. gekennzeichneten Trainingsdaten trainiert wurden, können heute Objekte unter verschiedensten realen Bedingungen zuverlässig erkennen, klassifizieren und verfolgen, anstatt lediglich Bewegungen zu registrieren.
Gleichzeitig haben Fortschritte bei der Hardware die Verarbeitung näher an die Quelle gerückt. Aufgaben, für die früher leistungsstarke zentralisierte Server erforderlich waren, können jetzt direkt auf Kameras und Edge-Geräten ausgeführt werden, was schnellere Reaktionen und skalierbarere Bereitstellungen ermöglicht.
Wenn Kameras, Radare oder Sensoren mit KI-Videoanalyse ausgestattet sind, können sie den Datenstrom in Echtzeit verarbeiten. Sie können Objekte, Aktivitäten und Bewegungen klassifizieren, sobald sie auftreten.
Wenn etwas Relevantes passiert, generiert das System ein Ereignis, basierend auf vordefinierten Aktionsregeln. Dieses Ereignis kann Auslöser für Aktionen wie das Starten einer Aufzeichnung, das Aktivieren von Licht oder einer Sirene oder die Benachrichtigung eines Bedieners sein. Ihr Team erhält Benachrichtigungen, wenn es wirklich darauf ankommt.
Bei der Edge-Videoanalyse erfolgt die Verarbeitung dort, wo die Daten erfasst werden. Dies ermöglicht schnellere Reaktionen, eine reduzierte Bandbreitennutzung und ein System, das effizient skaliert, ohne die Netzwerk-Infrastruktur unnötig zu belasten.
Die traditionelle Bewegungserkennung war mit mehreren Einschränkungen verbunden: Ein vorbeigehender Schatten, Scheinwerfer oder eine Windböe konnten zum Beispiel für eine Benachrichtigung ausreichen.
Mit KI wird das anders. Anstatt nur auf Bewegungen oder Geräusche zu reagieren, kann sie verstehen, was sie sieht, hört oder anderweitig wahrnimmt. Sie kann eine Person von einem schwingenden Ast unterscheiden, dasselbe Fahrzeug über mehrere Kameras hinweg verfolgen und genauere Klassifizierungen bei dunklen Lichtbedingungen, überfüllten Szenen oder schlechtem Wetter durchführen. Das Ergebnis: weniger Fehlalarme, eine zuverlässigere Erfassung und weniger Rauschen, mit dem sich Ihr Team herumschlagen muss.
Verfolgung von sicherheitsrelevanten Ereignissen wie:
Messung der Aktivität und Automatisierung von Arbeitsabläufen auf der Grundlage von:
Aggregierte Metadaten von mehreren Sensoren können in Dashboards visualisiert werden, um Trends, Muster und Anomalien aufzudecken, wie z. B.:
Führen Sie mehrere Erfassungsszenarien gleichzeitig aus, darunter:
Kameras sind leistungsstark, aber sie reichen nicht immer aus. In schwierigen Umgebungen, etwa bei dunklen Lichtbedingungen, rauem Wetter oder komplexen Szenen, ergänzen Technologien wie Radar und Lichterkennung und Reichweitenbestimmung (LiDAR) die kamerabasierte Videoanalyse. Sie liefern zuverlässige Entfernungs- und Bewegungsdaten und verbessern die Erfassung sowie das Situationsbewusstsein, entweder eigenständig oder in Kombination mit Kameras.
Radar nutzt Funkwellen, um Objekte zu erfassen und zu verfolgen, und liefert Daten wie Entfernung, Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung.
Da er nicht auf sichtbares Licht angewiesen ist, funktioniert er zuverlässig bei Dunkelheit, Nebel, Regen oder Schnee. Damit eignet er sich gut für den Umgrenzungsschutz und die Verkehrsüberwachung über große Flächen.
Radar erfasst keine visuellen Details. Dank seiner präzisen Bewegungserkennung und Geschwindigkeitsmessung ist es eine wertvolle Ergänzung zu kamerabasierten Analysesystemen.
LiDAR-Sensoren verwenden Laserimpulse, um Entfernungen zu messen und eine dreidimensionale Darstellung der Umgebung zu erzeugen.
LiDAR berechnet, wie lange es dauert, bis die Impulse zurückkehren, und generiert so präzise räumliche Daten über Objekte, einschließlich ihrer Form und Position.
Dies macht es besonders nützlich, wenn eine genaue räumliche Wahrnehmung entscheidend sind. Beispiele sind Verkehrssysteme, Industrieautomation und erweiterte Überwachung. In Kombination mit kamerabasierten Videoanalysen kann LiDAR die Genauigkeit der Erfassung verbessern und ein vollständigeres Bild einer Szene liefern.
Der Verkehr lenkt sich nicht von allein. Videoanalysen können zu einer Optimierung des Verkehrsflusses beitragen. Durch die Erfassung und Klassifizierung von Fahrzeugen, die Überwachung von Fußgängern und die Identifizierung von Staumustern gewinnen städtische Verkehrsbetriebe wichtige Einblicke. Diese Daten ermöglichen eine dynamische Signalsteuerung, eine schnellere Reaktion auf Vorfälle und eine intelligentere langfristige Infrastrukturplanung.
Ein Verständnis dafür, wie sich Kunden durch ein Geschäft bewegen, ist der erste Schritt zur Verbesserung ihres Kauferlebnisses. Analysetools erfassen Besucherzahlen, analysieren Besucherströme und überwachen die Länge von Warteschlangen. So erhalten Einzelhändler die notwendigen Daten, um ihre Ladengestaltung, Personalplanung und Betriebsabläufe zu optimieren und Trends zu erkennen, bevor sie zu Problemen werden.
Auf Flughäfen, an Industriestandorten und in Rechenzentren darf nichts dem Zufall überlassen werden. Analysesysteme erkennen und klassifizieren Objekte, verfolgen Bewegungen in definierten Bereichen und melden Ereignisse, die Aufmerksamkeit erfordern, sodass sich das Bedienpersonal auf echte Bedrohungen konzentrieren kann, statt von irrelevanten Störungen abgelenkt zu werden.
Ausfallzeiten sind teuer. Analysen helfen dabei, die Produktion zu überwachen, Abweichungen zu erkennen und die Sicherheit zu gewährleisten, indem sie Produktionsstillstände, falsch platzierte Gegenstände oder das unbefugte Betreten von Sperrbereichen aufdecken. Die Edge-basierte Verarbeitung meldet Probleme, sobald sie auftreten und bevor sie eskalieren.
Die Frage, wo Ihre Videoanalyse läuft, beeinflusst alles – wie schnell Ihr System reagiert, wie viel Bandbreite es braucht und wie gut es skaliert. In den meisten Fällen werden mehrere Ansätze kombiniert.
In der Praxis sind hybride Architekturen häufig der bevorzugte Ansatz. Edge-Videoanalysen ermöglichen die Erfassung und Reaktion in Echtzeit direkt auf dem Gerät, während Server- oder Cloud-Lösungen erweiterte Videoanalysen über Standorte hinweg unterstützen. Zusammen bieten sie eine skalierbare, flexible Architektur, die Leistung, Kosten und betriebliche Anforderungen in Einklang bringt.
Selbst die anspruchvollste KI-Videoanalyse hängt von der richtigen Grundlage ab. Die Leistung wird durch die gesamte Lösung geprägt – Sensorqualität, Bildtechnologie, System-on-Chip (SoC) und die Anordnung und Konfiguration des Geräts.
Wenn Sie diese Grundlagen von Anfang an richtig umsetzen, kann das System schwierige Bedingungen wie unruhige Szenen, Vibrationen sowie Schwankungen bei Winkel, Maßstab und teilweiser Sichtbarkeit zuverlässiger bewältigen.
In anspruchsvollen Umgebungen können zusätzliche Sensoren wie Radar oder LiDAR die kamerabasierte Videoanalyse ergänzen und bei Bedarf eine zusätzliche Robustheitsebene hinzufügen.
Die Objekterkennung entfaltet ihren vollen Nutzen erst dann, wenn sie mit den Systemen verbunden ist, die auf die Daten reagieren. Offene Standards und strukturierte Szenen-Metadaten erleichtern die Integration in Zutrittskontrolle, Alarmsysteme und Business-Intelligence-Tools. Dadurch können Erfassungen automatisch die richtige Reaktion auslösen.
Videoanalysen, die Video- und Audiodaten – und damit potenziell personenbezogene Daten – verarbeiten, bringen eine gewisse Verantwortung mit sich. Die Edge-Verarbeitung trägt dazu bei, die unnötige Übertragung personenbezogener Daten zu begrenzen, während die Datenschutzmaskierung die Einhaltung lokaler Vorschriften unterstützt. Es geht immer darum, die menschliche Entscheidungsfindung zu unterstützen, und nicht darum, sie zu ersetzen.
Wenn sich Ihre Anforderungen ändern, sollte auch Ihre Videoanalyse-Lösung in der Lage sein, sich anzupassen. Skalierbare Architekturen, flexible Bereitstellungsoptionen und Unterstützung für zukünftige Software-Updates schützen Ihre Investition und erleichtern die Erweiterung, wenn Ihr Betrieb wächst.
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