Das Lernen als Kultur ist seit der Gründung des Unternehmens ein wichtiger Teil der DNA von Axis. Lernen ist die Grundlage für die aktuelle Rolle und zukünftige Entwicklung jedes Beschäftigten – und für den Erfolg von Axis selbst. Um mehr zu erfahren, haben wir uns mit Anders Lyddby, People Attraction and Development Manager in Schweden, getroffen. Werfen wir einen genaueren Blick darauf, wie eine Kultur des Lernens bei Axis weltweit in der Praxis funktioniert.
„Es gibt Verantwortungsbereiche auf Unternehmens- und individueller Ebene bei der Schaffung einer Kultur des Lernens: Das Unternehmen ist dafür verantwortlich, die richtige Umgebung für das Lernen zu schaffen. Wie bei jedem Aspekt der Unternehmenskultur kann jeder Unterschied zwischen dem, wozu sich das Unternehmen verpflichtet, und dem, was es tut, die gesamte Prämisse untergraben. Deshalb muss eine Kultur des Lernens Teil der DNA eines Unternehmens sein und von Personen auf den höchsten Führungsebenen sowie allen anderen Menschen im Unternehmen demonstriert werden“, erklärt Anders.
Entscheidend für eine positive Lernkultur ist ein Umfeld, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen, neue Ideen auszuprobieren, Herausforderungen anzunehmen, neue Perspektiven und Meinungen anzubieten und unabhängig vom Ergebnis aus ihren Erfahrungen zu lernen. Schließlich ist Lernen oft ein Trial-and-Error-Prozess.
Anders fährt fort: „Es geht nicht nur darum, dass die Beschäftigten sich trauen, zu experimentieren, sondern darum, dass wir sie aktiv dazu ermutigen, neue Dinge auszuprobieren. Auch wenn sie glauben, dass ihnen bestimmte Kompetenzen fehlen, um ihre Idee erfolgreich umzusetzen, möchten wir sie dazu ermutigen, den Schritt dennoch zu wagen. Sie sollen darauf vertrauen können, dass wir sie unabhängig vom Ausgang ihres Vorhabens unterstützen. Aus diesen unerwarteten Ergebnissen lernt man oft am meisten.“
Unternehmen betonen zwar häufig, dass sie es begrüßen, wenn Mitarbeitende neue Ideen ausprobieren, auch wenn diese nicht erfolgreich sind. In der Realität halten sie sich jedoch nicht immer an dieses Versprechen. Als er bei Axis einstieg, wollte Anders unser Versprechen testen: „Ich bat mehrere Mitglieder des oberen Managements, mit mir über einige ihrer eigenen Versuche am Arbeitsplatz zu sprechen, insbesondere über jene, deren Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückblieben. Ich sehe dies als wichtigen Indikator für eine Lernkultur. Jede dieser Personen konnte konkrete Beispiele dafür nennen, wie der Versuch, etwas Neues auszuprobieren, zu einem unerwarteten Ergebnis geführt hat, und was sie daraus gelernt haben. Das war sicherlich ein positives Zeichen.“
Eine Kultur des Lernens erkennt an, dass es mehrere Quellen des „Lernens“ geben kann – intern und extern. Häufig handelt es sich dabei um Orte, die vielleicht nicht als „traditionelle“ Lern- und Entwicklungsressourcen betrachtet werden. Auch hier liegt die Unternehmensverantwortung darin, ein Umfeld zu schaffen, in dem auf diese Quellen zugegriffen werden kann, aber es liegt in der Verantwortung der Beschäftigten – zusammen mit den Vorgesetzten –, die Chance zu nutzen.
„Es gibt ein etabliertes 70/20/10-Verhältnis für das Lernen in Unternehmen, die sich einer Kultur des kontinuierlichen Wachstums verschrieben haben“, sagt Anders. „Das bedeutet, dass rund 70 % des Lernens am Arbeitsplatz stattfindet, 20 % durch Networking und 10 % durch formale Lern- und Entwicklungsprogramme. Ob in Bezug auf die aktuelle Rolle des Mitarbeiters oder seine zukünftige Ausrichtung – diese drei Faktoren bieten zusammen den effektivsten Weg zum individuellen Wachstum.“
Im Rahmen der Initiative „Live my Day“ hat jeder Beschäftigte bei Axis die Möglichkeit, sich mit jedem anderen Mitarbeiter in Verbindung zu setzen, um mehr über seine Rolle und sein Fachgebiet zu erfahren. Durch die Zusammenarbeit erhalten beide Personen neue Perspektiven und Erkenntnisse. Ob aus Neugier oder dem klaren Wunsch, sich neu zu erfinden, können diese Gespräche die Grundlage für den weiteren Entwicklungsplan des Mitarbeiters bilden. Langjährige Axis Mitarbeiter können innerhalb des Unternehmens verschiedene „Karrieren“ durchlaufen. Initiativen wie Axis Axchange, das die Zusammenarbeit über internationale Märkte und Abteilungen hinweg ermöglicht, das Axis Leadership Program und das Axis Mentorship Program sind Beispiele dafür, wie das Unternehmen Möglichkeiten zum Lernen bietet.
„Die „Wachstumsmentalität“, die wir anstreben und fördern, führt zu der Überzeugung, dass man Wissen erwerben und neue Fähigkeiten lernen kann, wenn man sich bemüht. Das motiviert die Mitarbeiter enorm, schafft eine hoch engagierte Belegschaft und wirkt sich positiv auf die Mitarbeiterbindung aus“, sagt Anders.
Seit der Entwicklung der weltweit ersten Netzwerk-Videokamera fördern wir nachweislich eine Kultur der kontinuierlichen Innovation. Erwartungsgemäß haben wir Teams von Menschen, die sich ausschließlich auf die Entwicklung neuer Produkte und Technologien konzentrieren und in denen eine Innovationskultur unerlässlich ist.
Aber im Einklang mit unserer Philosophie, eine lernende Organisation zu sein, wird jeder im Unternehmen ermutigt, innovativ zu sein. Anders sagt: „Natürlich müssen sich nicht alle neuen Ideen auf unsere Produkte und Technologien beziehen. Sie können sich ebenso gut darauf beziehen, wie wir unser Unternehmen führen, unser Marketing gestalten, mit unseren Partnern zusammenarbeiten oder auf eine Vielzahl weiterer Bereiche, in denen wir uns verbessern können. Unser Unternehmen bietet bereichsübergreifend Raum für Innovationen. Das Fundament dafür ist die Wachstumsmentalität, die durch unsere Lernkultur gefördert wird. Wir sind ein stark wachsendes Unternehmen mit über 5.000 Mitarbeitenden weltweit und einem klaren Wachstumsplan für die kommenden Jahre. Unsere Lernkultur in einer solchen Wachstumsphase aufrecht zu erhalten ist eine Herausforderung, aber essenziell. Es ist entscheidend, einen globalen Rekrutierungsprozess zu haben, der Kandidaten mit einer Wachstumsmentalität und -motivation erkennt.
„Da alle Mitarbeitenden von Axis die Vorteile einer lernenden Organisation überzeugend vertreten, zieht das Unternehmen bis zu einem gewissen Grad ganz von selbst Bewerberinnen und Bewerber mit einer ähnlichen Wachstumsmentalität an. Dennoch ist es unerlässlich, dass Prozesse sorgfältig angewandt werden. Aber für die richtigen Menschen kann die Arbeit bei Axis zahlreiche Möglichkeiten für die persönliche und berufliche Entwicklung und Weiterentwicklung bieten. Wir wissen, dass dies zum anhaltenden Erfolg des gesamten Unternehmens führt, weshalb wir immer eine lernende Organisation sein werden.“
Der Begriff „Lernende Organisation“ wird weitgehend Peter Senge, Senior-Dozent am MIT, zugeschrieben, der ihn in seinem Buch „Die fünfte Disziplin: Kunst und Praxis der lernenden Organisation“ erwähnt. Eine produktive Lernkultur unterstützt Mitarbeiter beim Erkennen relevanter und angemessener Lernmöglichkeiten, zeigt ihnen, wie sie neue betriebswirtschaftliche Fähigkeiten und Kenntnisse lernen können, und schafft eine gemeinsame Verantwortung für die Lernumgebung. Davon profitieren alle Beteiligten.
Wartet Ihr neuer Traumberuf
vielleicht schon auf Sie?