Thomas Ekdahl is standing infront of a whiteboard

Die Mission von Axis, intelligente Innovationen für eine sicherere Welt zu schaffen, steckt uns praktisch in den Genen. Aber wie gründen und pflegen wir diese Kultur der Innovation? Um mehr darüber zu erfahren, sprachen wir mit Thomas Ekdahl, dem Manager des "Products, Concepts, and New ideas (PCNI)"-Teams: eines Teams bei Axis, das sich voll und ganz Innovationen und neuen Ideen widmet. 

Wie kommen Sie auf neue Ideen?

Wir sind stets offen für den Dialog mit unseren Partnern, Integratoren, Endkunden und Kollegen. So gewinnen wir ein besseres Verständnis für die Herausforderungen, die gelöst werden müssen, und fördern gleichzeitig die Ideenfindung. Wir haben auch einen langfristigen Ausblick darauf, was in den nächsten drei bis fünf Jahre geschehen könnte. Wir analysieren Trends, die berücksichtigt werden müssen, oder Chancen, die wir nutzen können. Es ist wie das Zitat von Henry Ford: „Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt, schnellere Pferde“. Es geht also darum, frühzeitig zu erkennen, was künftig relevant wird — über die aktuellen Anliegen der Kunden hinaus. 

Warum ist die Förderung einer Innovationskultur für Axis so wichtig?

Was die Innovation anbelangt, sind wir in einem äußerst schnelllebigen und wettbewerbsintensiven Geschäft tätig. Wir sind Marktführer, und das macht uns zum Ziel von Wettbewerbern. Wir müssen Vorreiter sein, da haben wir eigentlich keine Wahl. Das ist einer der Hauptgründe, warum Innovation für uns so wichtig ist.

Zum Glück herrscht bei uns eine Unternehmenskultur, die Offenheit und unverzögerte Kommunikation fördert. Dies fördert die Entstehung neuer Initiativen in verschiedenen Abteilungen von Axis, die alle dem Zweck der Innovation dienen. So gesehen ist Axis eher eine Gemeinschaft als ein Unternehmen, weil wir einen Bottom-up-Ansatz verfolgen. Wir hinterfragen, überprüfen und überlegen immer wieder, wie wir unsere Innovationskraft weiter stärken können. Wir sind ein wachsendes Unternehmen, deshalb lässt es sich nicht mehr so einfach führen wie vor zehn Jahren, aber wenn wir das verstehen und akzeptieren, können wir bessere Wege finden, damit umzugehen. 

Was machen Sie in Ihrem Team, und wie fördern Sie eine innovative Denkweise?

In unserem Team entwickeln wir nicht einfach nur Produkte. Vielmehr formulieren wir Ideen zu Neuerungen, die vielleicht in drei bis fünf Jahren für Axis von Nutzen sein könnten. Man könnte sagen, wir sind das Gewächshaus innerhalb von Axis. Wir hegen und pflegen neue Ideen, lassen sie groß und stark werden und zu etwas Konkretem, Greifbaren heranwachsen. Von einer Skizze auf einer Serviette bis zu etwas, das für Diskussionsstoff sorgt.

Es ist sehr wichtig, die Neugier zu fördern, die in uns Menschen und Ingenieuren steckt. Neugier hinsichtlich der Entwicklungen im Technologiebereich, der Funktionsweise unseres Geschäfts und der zu lösenden Probleme ist von entscheidender Bedeutung. Sowohl jetzt als auch in Zukunft.

Wir führen zum Beispiel viele lockere und informelle Gespräche mit unseren Partnern und Endkunden. Dies führt zu vielen wertvollen Erkenntnissen, die wir durch jene aus unserem gesamten internen Netzwerk ergänzen können. Natürlich können wir solche Erkenntnisse selbst ausgestalten und Annahmen treffen, aber es ist wichtig, dass wir die Bedürfnisse unserer Stakeholder verstehen. Wir versuchen, möglichst viele Impulse in die Gruppe einzubringen. 

Wie pflegen Sie diese Kultur?

Wir versuchen sicherzustellen, dass jeder Anerkennung für seine Arbeit findet. Letztendlich geht es darum, die Leidenschaft und Motivation unserer Mitarbeiter aufrechtzuerhalten. Das muss uns in Fleisch und Blut übergehen. Zum Beispiel, wie man mit jemandem umgeht, der eine Idee hat. Soll ich sie direkt ablehnen oder mir die Zeit für die Frage nehmen, wie wir bei der weiteren Ausarbeitung helfen können? Ideen unterliegen ständigen Änderungen, und es kommt selten vor, dass eine Idee in ihrer endgültigen Form vorgebracht wird. Daher müssen wir respektvoll mit jedem umgehen, der eine neue Idee hat. Unsere Genialität kommt eher in der Gruppe als in einer Einzelperson mit einer brillanten Idee zum Ausdruck.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Hemmschwelle für Innovation zu senken. Für einige mag Innovation zunächst etwas Abschreckendes haben, aber für mich geht es bei Innovation um das konstante Hinterfragen, wie ich die Dinge, die ich heute tue, morgen noch besser machen kann. Es ist gar nicht so kompliziert. Oft neigt man zu der Annahme, bei Innovation muss es sich um ein großes disruptives Phänomen halten, das die allgemeine Auffassung und Verwendung von Technologie grundlegend verändern wird. Das passiert allerdings nicht allzu oft. Mit unserer Netzwerkkamera haben wir eine disruptive Technologie eingeführt. Das war so eigentlich gar nicht vorgesehen, aber dann haben wir damit einen Punkt erreicht, an dem die bestehende Technologie nicht mehr mithalten konnte. Dann gilt es, Geduld zu haben und nach vorne zu schauen, dabei aber nicht den Blick auf weitere Neuerungen zu verlieren. Das ist der Schlüssel zu Innovation. Wir bemühen uns, dass sich niemand beim ersten Anzeichen von Widerstand entmutigt fühlen muss.

Wir haben die Gewohnheit, neue Ideen nicht in den Papierkorb zu werfen, sondern sie erst einmal auf Eis zu legen. Vielleicht müssen wir nur auf den richtigen Zeitpunkt warten, vielleicht auf die richtigen Geschäftsbedingungen, um auf eine Idee zurückzukommen und sie erneut unter die Lupe zu nehmen. Dann holen wir die Idee aus der Schublade und werten sie erneut aus. Es geht also um die Vermittlung der richtigen Einstellung. Bei Axis hat jeder das Recht, innovativ zu sein, ja, es wird sogar erwartet. Innovation wird bei uns gefördert, deshalb behandeln wir innovative Ideen mit dem größten Respekt. Dadurch schaffen und wahren wir einen Raum psychologischer Sicherheit, der unverzichtbar ist, wenn man am Entstehen und Gedeihen von Innovation interessiert ist. 

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