Aus der Praxis lernen: Axis-Kameras im Labor für angewandte Sicherheitstechnik

In einer zunehmend komplexeren und damit auch angreifbareren Welt, benötigen Unternehmen, Ministerien und andere Institutionen heutzutage gut ausgebildete Sicherheitsexperten. An der Hochschule Furtwangen lernen Studierende des Studiengangs „Security & Safety Engineering“, verschiedene Sicherheitsgefahren zu analysieren, sie zu bewerten sowie Vorsorge- und Schutzmaßnahmen abzuleiten. Die Hochschule implementierte daher ein neues Kamera-System in das „Labor für angewandte Sicherungstechnik“, das Studierenden die Funktionen von Kamera-Systemen im Hinblick auf Gebäudesicherheit vermitteln soll.

Möglichkeiten der Videoüberwachung

In dem Labor finden sich seit April 2017 eine Wärmebild Q1931-E, eine Fix-Box Kamera M3007 und eine PTZ-Dome Kamera P5522 des schwedischen Kameraherstellers Axis Communications. Zudem können die Studierenden auch die Integration eines IP-basierten Lautsprechers desselben Anbieters testen. Dazu lieferte das IT-Systemhaus Wienen IT-Business Solutions eine PC-Station sowie Netzwerk-Geräte und Zubehör. Anhand der Kamera-Systeme lernen die Studierenden die Funktionen von Videoüberwachung kennen. Beispiele hierfür sind die Bewegungserkennung, die Übergabe eines Alarm-Signals von einer Kamera zu einer anderen, damit diese ebenfalls eine Aufnahme startet sowie der Umgang mit einer Wärmebildkamera.

Bei der Installation wurden die Kamerasysteme entsprechend ihrer Funktion eingerichtet: Die PTZ-Kamera etwa befindet sich in der Mitte des Raumes, so dass sie Aufnahmen innerhalb des gesamten Raumes aus verschiedenen Schwenk-Perspektiven liefern kann. Der AXIS C3003-E Netzwerk-Hornlautsprecher befindet sich an einen Beton-Träger links von der Kamera, um den Schall weitflächig auszustrahlen. Erkennen die installierten Kameras eine Bewegung, gibt der Speaker einen Alarm-Ton aus. Anhand einer Parameterliste lassen sich verschiedene Töne in Bezug auf verschiedene Situationen festlegen.

AXIS C3003-E Netzwerk-Hornlautsprecher

Die Fischaugen-Kamera M3007 brachte das Team seitlich in horizontaler Blickrichtung an den Beton-Träger an. Durch diese Position hat die Kamera den direkten Blick auf die Eingangstür und kann Szenarien aufnehmen, die sich im Bereich der Tür abspielen. Nutzer profitieren dabei von vier individuell ausgeschnittenen und entzerrten Ansichtsbereichen, in denen sie interessante Bereiche digital schwenken, neigen und zoomen können. Die Kamera dient auch als Auslöser für die Reaktion der PTZ-Dome-Kamera und des Horn-Speakers. Als Ergänzung für das Videoüberwachungssystem wurde die Thermalkamera an einem Stativ befestigt und kann im Fall einer Rund-um-die-Uhr-Überwachung oder unter schwierigen Sichtbedingungen flexibel eingesetzt werden.

Keine Videoüberwachung ohne den Einsatz von Experten

Zur Überwachung eines Gebäudes, einer Veranstaltung oder einer kritischen Infrastruktur bedarf es individuell passender Technik und Ausrüstung. Die beste Ausstattung ist jedoch nur die halbe Miete. Sicherheit gibt es nicht ohne entsprechende Experten – an der Hochschule Furtwangen erhalten sie das dazu nötige Know-how.