Objektive für Netzwerk-Videokameras

Sichtfeld

Beim Sichtfeld handelt es sich um den Bereich, der von der Kamera mit einer bestimmten Detailgenauigkeit erfasst wird. Es wird durch die Brennweite des Objektivs und die Größe des Bildsensors festgelegt. Die Brennweite wird in der Regel als der Abstand zwischen der Eingangslinse und dem Punkt definiert, an dem alle Lichtstrahlen gebündelt werden (normalerweise im Bildsensor der Kamera). Je größer die Brennweite, desto kleiner das Sichtfeld.

Das Sichtfeld kann in drei Typen eingeteilt werden:

  • Weitwinkel (linke Abbildung): ein größeres Sichtfeld mit weniger Details als in Normalansicht. Ein Weitwinkelobjektiv bietet im Allgemeinen eine gute Tiefenschärfe und ist auch bei schwächerem Licht recht leistungsstark.
  • Normalansicht (mittleres Bild): entspricht dem Sichtfeld des menschlichen Auges.
  • Tele-Darstellung (rechtes Bild): ein kleineres Sichtfeld, das im Allgemeinen mehr Details liefert als das menschliche Auge. Es wird für kleine oder weit entfernte Objekte verwendet.
Examples of different fields of view

Abbildung 2: Beispiele unterschiedlicher Sichtfelder.

Schärfentiefe

Die Schärfentiefe ist ein Aspekt, der für die Videoüberwachung wichtig sein kann. Der Begriff bezieht sich auf den Bereich vor und hinter dem Punkt, in dem die Objekte scharf dargestellt werden. Die Schärfentiefe kann beispielsweise bei der Überwachung von Parkplätzen wichtig sein, bei der Nummernschilder in 20, 30 und 50 Metern Entfernung noch lesbar sein müssen.

Die Schärfentiefe ist von drei Faktoren abhängig: Brennweite, Blendendurchmesser und Abstand zwischen Kamera und Objekt. Eine große Brennweite, eine große Blendenöffnung oder ein kleiner Abstand zwischen Kamera und Objekt verringern die Schärfentiefe.

Depth of field

Abbildung 3: In dieser Reihe von Personen liegt der Fokus auf Person B, jedoch können auch die Personen A und C erkannt werden. Bei diesem Bereich handelt es sich um die Schärfentiefe.

Brennweite

Die Lichtstärke einer Kamera wird mit dem Wert der Brennweite des Objektivs angegeben (auch als Blendenzahl f bezeichnet). Mit der Brennweite wird festgelegt, wie viel Licht auf das Objektiv trifft. Sie wird durch das Verhältnis zwischen der Brennweite des Objektivs und dem Durchmesser der Blendenöffnung definiert und stellt die Blendenzahl f (bzw. das Öffnungsverhältnis) dar.

Je kleiner die Blendenzahl f, desto größer die Lichtstärke, d. h. desto mehr Licht trifft auf den Bildsensor. In Szenen mit geringer Beleuchtung wird mit einer kleinen Brennweite eine höhere Bildqualität erzielt, während eine größere Brennweite für mehr Schärfentiefe sorgt. Ein Objektiv mit kleiner Brennweite ist in der Regel teuerer als eines mit einer großen Brennweite.

Objektive mit automatischer Blendenanpassung (DC-Blenden) verfügen über mehrere Brennweiten, wobei oftmals nur die maximale Lichtstärke (kleinste Brennweite) angegeben wird.