Jedes Videosicherheitssystem benötigt eine Lösung zur Speicherung der Videoaufzeichnungen. Die Entscheidung, wo und wie diese gespeichert werden, beeinflusst sowohl den täglichen Zugriff als auch die langfristigen Kosten. Es gibt keine allgemeingültige Lösung. Welche Architektur am besten geeignet ist, hängt von der Größe Ihres Systems, den
Sicherheitsanforderungen, dem Budget und davon ab, wie Sie auf die Videoaufzeichnungen zugreifen möchten.
Gespeicherte Videoaufzeichnungen sind nur dann von Nutzen, wenn sie zuverlässig verfügbar sind. Für Versicherungsansprüche, rechtliche Verfahren und interne Untersuchungen müssen Videoaufnahmen vollständig, unverändert und kurzfristig verfügbar sein. Über die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle hinaus können ordnungsgemäß gespeicherte und indexierte Videoaufzeichnungen auch als wertvolle Ressource für betriebliche Abläufe dienen. Verkehrsströme, Warteschlangen, Arbeitsabläufe der Mitarbeitenden und Zutrittsverhalten lassen sich analysieren, wenn das System von Anfang an entsprechend ausgelegt ist.
Analysefunktionen und Metadaten haben die Nutzung von Videoaufzeichnungen grundlegend verändert. Durch Informationen, die zum Zeitpunkt der Erfassung generiert werden, sind wesentlich effizientere Suchvorgänge durch große Mengen an Aufnahmen als zuvor möglich.
Cloud- und Hybridarchitekturen haben die Möglichkeiten für die Implementierung erweitert, während Fortschritte bei der Videokomprimierung den Speicherbedarf kontinuierlich reduzieren.
Die Speicherung von Videoaufzeichnungen umfasst den gesamten Prozess des Aufzeichnens, Verwaltens und Abrufens von Videoaufnahmen. Das Video Management System (VMS) stellt dabei den Mittelpunkt dieses Prozesses dar.
Ein VMS verbindet die Hauptkomponenten eines Videosicherheitssystems miteinander. Er empfängt die
Videostreams der Kameras und verwaltet, wie die Aufzeichnungen gespeichert werden. Bediener nutzen das Video Management System, um Videoaufnahmen zu lokalisieren, zu überprüfen und zu exportieren, wobei Kameras, Speichergeräte und Anzeigeclients mit derselben Plattform verbunden sind.
Die meisten Netzwerkkameras lassen sich über Integrationsstandards wie VAPIX und ONVIF mit VMS-Plattformen von Drittanbietern verwenden. VAPIX ist eine Kamera-API, die Zugang zu erweiterten Funktionen bietet. ONVIF hingegen ist ein offener Standard, der der Interoperabilität zwischen Produkten verschiedener Hersteller dient.
Die Wahl eines geeigneten VMS beeinflusst viele weitere Entscheidungen. Es legt fest, welche Kameras und Speicherlösungen eingesetzt werden können, und hat langfristige Auswirkungen auf die Wartung und zukünftige Erweiterungen des Systems.
Die passende Aufzeichnung lässt sich deutlich schneller finden, wenn relevante Ereignisse automatisch erkannt werden. Kameras kennzeichnen Objekte und vordefinierte Ereignisse direkt bei deren Auftreten und erzeugen dabei Metadaten, die zusammen mit der Aufzeichnung gespeichert werden. Anhand solcher Informationen im VMS können Bediener relevante Aufnahmen schneller auffinden, automatisierte Arbeitsabläufe auslösen und Betriebsdaten anzeigen, um die allgemeine Systemverwaltung und die tägliche Entscheidungsfindung zu erleichtern.
Der Nutzen von Metadaten wird besonders deutlich, wenn große Mengen an Videoaufnahmen durchsucht werden müssen. Die manuelle Suche nach einem bestimmten Ereignis oder Objekt in stundenlangen Aufzeichnungen mehrerer Kameras kann sehr zeitaufwendig sein. Metadaten ermöglichen es Bedienern, Suchvorgänge in Sekunden zu verfeinern, sodass sich relevante Aufnahmen viel leichter auffinden lassen.
KI kann auch dazu beitragen, den Speicherbedarf zu reduzieren. Analysefunktionen, die direkt in der Kamera ausgeführt werden, können irrelevante Aufzeichnungen herausfiltern und so die Datenmenge reduzieren, die letztendlich in das Speichersystem gelangt.
Die Speicherung von Sicherheitsvideos basiert auf Servern und Netzwerk-Infrastruktur, wie sie bereits in vielen IT-Umgebungen zu finden sind. Der Unterschied liegt lediglich in der Arbeitsbelastung. Netzwerkbasierte Videosicherheitssysteme erzeugen große Datenmengen und zeichnen oft kontinuierlich auf, sodass die Anforderungen hinsichtlich Speicherleistung und -dauer erheblich größer ausfallen. Speicherhardware sollte unter Berücksichtigung der erwarteten Arbeitslast ausgewählt werden. Die Anforderungen an Volumen und Aufbewahrungsdauer von Aufzeichnungen beeinflussen nicht nur die nötige Speicherkapazität, sondern auch die Leistung, die zum effizienten Aufzeichnen, Verarbeiten und Abrufen von Videoaufnahmen erforderlich ist. Rekorder, Server und Speichergeräte, die eigens für die
Videosicherheit konzipiert wurden, sind für kontinuierliche Video-Workloads optimiert und tragen dazu bei, eine zuverlässige Leistung in Systemen zu gewährleisten, die rund um die Uhr im Einsatz sind.
Für die Videosicherheit optimierte SD-Karten sind auf kontinuierliche Aufzeichnungen ausgelegt und können Edge Storage direkt in der Kamera bieten. Dadurch kann der Bedarf an einer separaten Speicherinfrastruktur reduziert und gleichzeitig eine zusätzliche Aufzeichnungsebene geschaffen werden, falls die Netzwerkverbindung unterbrochen wird.
Wie jedes andere Speichermedium auch haben diese Karten eine begrenzte Lebensdauer. Bei manchen Installationen ist für den Austausch einer Speicherkarte ein direkter Zugang zur Kamera erforderlich, was bei der Wartungsplanung berücksichtigt werden sollte.
Festplatten in lokalen Videosicherheitsservern müssen für die kontinuierliche Aufzeichnung rund um die Uhr ausgelegt sein. Herkömmliche Festplatten für Desktop- oder Büroanwendungen sind für diese Dauerbelastung nicht ausgelegt und können daher früher als erwartet ausfallen. Sicherheitstaugliche Festplatten sind für schreibintensive Arbeitslasten optimiert und bieten typischerweise eine höhere Zuverlässigkeit während der gesamten Betriebsdauer eines Systems.
SSD-Laufwerke bieten schnellere Zugriffsgeschwindigkeiten und sind besser für Umgebungen geeignet, in denen die Abrufleistung von kritischer Bedeutung ist oder Vibrationen unterbunden werden sollten. HDDs bieten eine höhere Speicherkapazität bei geringeren Kosten pro Terabyte und sind daher die Standardlösung für die langfristige Archivierung und die lokale Speicherung großer Datenmengen. Viele Bereitstellungen verwenden sowohl SSD-Laufwerke für die aktive Speicherung als auch HDD-Laufwerke für die Archivierung.
Network-Attached Storage (NAS) bietet einen zentralen Speicher, auf den mehrere Kameras und Clients innerhalb desselben Netzwerks zugreifen können. Dies ist eine kostengünstige Option für mittelgroße Installationen, die mehr Speicherkapazität und Flexibilität als direkt angeschlossene Speicher benötigen, ohne die Komplexität einer vollständigen Serverinfrastruktur. NAS kann zu Redundanzzwecken auch mit RAID (Redundant Array of Independent Disks) konfiguriert werden.
Für die Videosicherheit optimierte SD-Karten sind auf kontinuierliche Aufzeichnungen ausgelegt und können Edge Storage direkt in der Kamera bieten. Dadurch kann der Bedarf an einer separaten Speicherinfrastruktur reduziert und gleichzeitig eine zusätzliche Aufzeichnungsebene geschaffen werden, falls die Netzwerkverbindung unterbrochen wird.
Wie jedes andere Speichermedium auch haben diese Karten eine begrenzte Lebensdauer. Bei manchen Installationen ist für den Austausch einer Speicherkarte ein direkter Zugang zur Kamera erforderlich, was bei der Wartungsplanung berücksichtigt werden sollte.
Festplatten in lokalen Videosicherheitsservern müssen für die kontinuierliche Aufzeichnung rund um die Uhr ausgelegt sein. Herkömmliche Festplatten für Desktop- oder Büroanwendungen sind für diese Dauerbelastung nicht ausgelegt und können daher früher als erwartet ausfallen. Sicherheitstaugliche Festplatten sind für schreibintensive Arbeitslasten optimiert und bieten typischerweise eine höhere Zuverlässigkeit während der gesamten Betriebsdauer eines Systems.
SSD-Laufwerke bieten schnellere Zugriffsgeschwindigkeiten und sind besser für Umgebungen geeignet, in denen die Abrufleistung von kritischer Bedeutung ist oder Vibrationen unterbunden werden sollten. HDDs bieten eine höhere Speicherkapazität bei geringeren Kosten pro Terabyte und sind daher die Standardlösung für die langfristige Archivierung und die lokale Speicherung großer Datenmengen. Viele Bereitstellungen verwenden sowohl SSD-Laufwerke für die aktive Speicherung als auch HDD-Laufwerke für die Archivierung.
Network-Attached Storage (NAS) bietet einen zentralen Speicher, auf den mehrere Kameras und Clients innerhalb desselben Netzwerks zugreifen können. Dies ist eine kostengünstige Option für mittelgroße Installationen, die mehr Speicherkapazität und Flexibilität als direkt angeschlossene Speicher benötigen, ohne die Komplexität einer vollständigen Serverinfrastruktur. NAS kann zu Redundanzzwecken auch mit RAID (Redundant Array of Independent Disks) konfiguriert werden.
Edge Storage zeichnet Video direkt in der Kamera oder auf dem Gerät auf, typischerweise auf einer für die Videosicherheit optimierten SD-Karte. Dies ist eine der einfachsten Methoden zur Videospeicherung.
Die Analyseverarbeitung direkt in der Kamera kann ebenfalls die Datenmenge reduzieren, die gespeichert oder über das Netzwerk übertragen werden muss. Dies kann besonders in Installationen mit begrenzter Bandbreite nützlich sein.
Speziell für die Videosicherheit entwickelte Karten sind für kontinuierliche Lese- und Schreibvorgänge ausgelegt. Sie bieten eine höhere Langlebigkeit als herkömmliche Karten, die unter ähnlichen Bedingungen schnell verschleißen können.
Aufzeichnungen werden auf dem Gerät verschlüsselt und können bei vorhandener Netzwerkverbindung über das VMS aufgerufen werden.
Bei der lokalen Speicherung werden die Videoaufzeichnungen aller Kameras des Systems auf einem zentralen Server gespeichert. Unternehmen erhalten so die volle Kontrolle darüber, wie Videoaufzeichnungen gespeichert und geschützt werden.
Viele Unternehmen entscheiden sich für lokale Speicher, weil sie an bestehende Netzwerk-Infrastrukturen und Cybersicherheitsrichtlinien angepasst werden können. Einige Systeme werden vollständig innerhalb eines privaten Netzwerks eingesetzt, während andere je nach Bedarf mit externen Diensten verbunden sind.
Die Hardware muss ebenfalls für die Arbeitslast geeignet sein. Rekorder, Server und Speichergeräte für Videosicherheit sind für die kontinuierliche Aufzeichnung und den Abruf von Videodaten ausgelegt, während herkömmliche IT-Hardware in der Regel für andere Anwendungsbereiche optimiert ist.
Bei der Cloud-Speicherung werden Videoaufzeichnungen an einen Remote-Server übertragen, der von einem Dienstanbieter verwaltet wird. Dadurch können Videoaufzeichnungen praktisch von jedem Ort aus aufgerufen werden.
Viele Unternehmen entscheiden sich für cloudbasierte Lösungen, weil sich der Anbieter um die gesamten Systemwartungs- und Sicherheitsaspekte kümmert, wodurch die Arbeitsbelastung für interne Teams reduziert wird.
Dieser Komfort kann jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden sein, insbesondere bei größeren Installationen. Eine Private Cloud bietet einen anderen Ansatz: Sie kombiniert cloudbasierten Zugriff mit mehr Kontrolle darüber, wie und wo die Daten gespeichert werden.
Mobiler Zugriff auf Videoaufzeichnungen setzt in der Regel eine cloudverbundene Architektur voraus.
Bei der hybriden Speicherung werden lokale und cloudbasierte Speicherung kombiniert. In vielen Bereitstellungen wird Video zunächst lokal aufgezeichnet, wobei die Cloud für Backup- oder Fernzugriffszwecke genutzt wird.
Dieses Modell ist in Unternehmen mit mehreren Standorten oder unterschiedlichen Betriebsvoraussetzungen üblich,
beispielsweise in einer Einzelhandelskette mit 150 Filialen. Einige Aufzeichnungen müssen möglicherweise lokal verfügbar bleiben, während zentrale Teams im gesamten Unternehmen Zugriff darauf benötigen. Ein hybrider Ansatz ermöglicht es jedem Standort, Video lokal zu speichern und bestimmte Aufzeichnungen über die Cloud zur Verfügung zu stellen.
Die Wahl einer Speicheroption für ein System gilt in der Regel auf Dauer. Entscheidungen, die während der Entwurfsphase getroffen werden,
können die Systemleistung beeinflussen und vorgeben, wie die Lösung gewartet oder in Zukunft erweitert wird.
Die Bitrate hat zwar direkten Einfluss auf die Speicheranforderungen, doch gibt es keine eindeutige Zahlenangabe, die für jede Installation gilt. Die Menge der erzeugten Daten hängt von der Kamera und den Aufzeichnungseinstellungen ab, daher stammen Schätzungen in der Regel aus Planungstools und nicht aus festen Berechnungen.
Kapazität ist nur ein Aspekt der Speicherplanung. Video muss ohne Verzögerung aufgezeichnet, indiziert, durchsucht und wiedergegeben werden, selbst wenn mehrere Benutzer das System gleichzeitig verwenden. Die Speicherleistung verdient daher ebenso viel Aufmerksamkeit wie die Speicherkapazität.
Die Kompatibilität zwischen dem Video Management System und der Speicherplattform sollte frühzeitig im Entwurfsprozess geprüft werden. Speicher, Kameras und Video Management Software müssen während des gesamten Systemlebenszyklus zusammen eingesetzt werden können, denn der spätere Wechsel zu anderen Plattformen kann kostspielig werden.
Codecs verdeutlichen dies besonders anschaulich. Viele Systeme verwenden noch H.264, während neuere Kameras auch H.265 oder AV1 unterstützen können. Falls ein Video Management System diese Formate nicht decodieren kann, müssen Unternehmen möglicherweise die Einführung neuer Komprimierungstechnologien verschieben, bis die entsprechende Unterstützung verfügbar ist.
Sicherheitsanforderungen prägen die Speicherarchitektur oft genauso stark wie technische Anforderungen.
Ein vollständig vom Internet und anderen externen Netzwerken isoliertes lokales System verhindert den Zugriff über externe Netzwerke. Cloud-Bereitstellungen basieren auf Authentifizierungskontrollen und verschlüsselter Kommunikation zwischen Systemen.
Edge Storage schützt Aufzeichnungen durch Verschlüsselung direkt im Gerät. Für Unternehmen, die Fernzugriff ohne vollständige Abhängigkeit von der Cloud benötigen, kann ein VPN eine Alternative bieten.
Festplatten können ausfallen und Netzwerkverbindungen unterbrochen werden. Videosicherheitssysteme, die für eine kontinuierliche Aufzeichnung ausgelegt sind, müssen auch bei solchen Störungen die Videoaufzeichnung zuverlässig fortsetzen.
Unterschiedliche Ansätze sorgen an verschiedenen Stellen im System für Ausfallsicherheit. RAID etwa schützt vor Festplattenausfällen, indem Daten über mehrere Laufwerke verteilt werden, während Edge Storage Aufzeichnungen lokal weiterführt, falls die Netzwerkverbindung unterbrochen wird.
Die Cloud-Speicherung kann eine weitere Schutzebene hinzufügen. Einige Unternehmen nutzen sie zur Sicherung ausgewählter Aufzeichnungen oder als redundanten Speicher für kritisches Videomaterial. So lässt sich das Risiko eines Datenverlusts reduzieren, falls die lokale Infrastruktur ausfällt.
Für Videoaufzeichnungen gelten sowohl gesetzliche Anforderungen als auch interne Richtlinien. Die konkreten Anforderungen können variieren. Unternehmen sollten jedoch grundsätzlich wissen, welche Daten aufgezeichnet werden, wer darauf zugreifen darf und wie lange sie gespeichert werden müssen.
Datenschutzbestimmungen regeln, wie Videoaufzeichnungen erfasst und gespeichert werden dürfen. Die entsprechenden Vorgaben unterscheiden sich von Land zu Land.
Bei cloudbasierten Systemen stellt sich in der Praxis häufig die Frage, wo die Daten physisch gespeichert werden. Je nach Region gelten unterschiedliche Vorschriften dafür, welche Daten über Landesgrenzen hinweg übertragen werden dürfen. Einige Unternehmen gehen dabei über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Interne Richtlinien können verlangen, dass Videoaufzeichnungen innerhalb eines bestimmten Landes verbleiben müssen oder die Speicherung in der Cloud völlig untersagt ist.
Der Großteil dieser Anforderungen wird bereits vor der Auswahl eines Anbieters festgelegt – nicht erst danach. VMS-Plattformen bieten in der Regel Funktionen, die dabei unterstützen, beispielsweise Zugriffsprotokolle und Aufbewahrungsregeln, durch die Aufzeichnungen nach Ablauf der festgelegten Speicherfrist automatisch gelöscht werden.
Der Zugriff auf Aufzeichnungen wird in der Regel über das VMS verwaltet. Die Zugriffsrechte werden dabei entsprechend den Rollen und Aufgaben der Benutzer vergeben. Sicherheitsmitarbeitende können beispielsweise auf Live-Bilder und Aufzeichnungen zugreifen, während Personen, die einen bestimmten Vorfall untersuchen, einen zeitlich begrenzten
Zugriff ausschließlich auf die dafür relevanten Aufzeichnungen erhalten können.
Jede Aktion kann außerdem protokolliert werden. Audit-Protokolle zeigen, wer Videoaufzeichnungen angesehen, exportiert oder gelöscht hat, und unterstützen damit sowohl interne Vorgaben als auch externe Compliance-Anforderungen. Wird der Zugriff auf das erforderliche Maß beschränkt, reduziert dies das Risiko einer missbräuchlichen Nutzung und erleichtert den Nachweis der Compliance, wenn Zugriffe auf gespeicherte Videoaufzeichnungen überprüft oder auditiert werden müssen.
Vorschriften bezüglich der Aufbewahrungsdauer variieren stark.
Einige Branchen und Rechtsgebiete schreiben einen bestimmten Mindestzeitraum für die Aufbewahrung von Aufzeichnungen vor. Videoaufzeichnungen können auch als Nachweis bei Versicherungsfällen oder zur Untersuchung von Vorfällen benötigt werden, die bereits längere Zeit zurückliegen. Andere Vorschriften konzentrieren sich auf die Datenminimierung. Sobald der Zweck einer Aufzeichnung erfüllt ist, muss sie gegebenenfalls gelöscht werden.
Aufzeichnungen unbegrenzt lang aufzubewahren ist nicht immer die sicherste Option. In einigen Fällen können sich daraus zusätzliche Compliance-Anforderungen ergeben.
Automatisierte Aufbewahrungsrichtlinien im VMS tragen dazu bei, dass Aufzeichnungen im gesamten System gemäß den festgelegten Regeln gelöscht oder aufbewahrt werden.
Für die meisten Unternehmen stellt sich heute nicht mehr die Frage, ob sie Cloud-Speicher nutzen, sondern wie sich dieser am besten in die lokale Infrastruktur integrieren lässt. Hybride Architekturen sind mittlerweile zum Standardansatz geworden. Sie ermöglichen es Unternehmen, kritische Daten und Workloads lokal zu speichern und zu verarbeiten und gleichzeitig von cloudbasierten Zugriffsmöglichkeiten und Services zu profitieren. Da die Kosten für Cloud-Speicher sinken und sich die Integrationsmöglichkeiten verbessern, verschwimmen die Grenzen zwischen lokaler und cloudbasierter Speicherung zunehmend.
KI hat die Art und Weise geändert, wie Video gespeichert und analysiert wird. Eine intelligente
Speicherverwaltung verschiebt Videoaufzeichnungen automatisch zwischen leistungsstarken Speichern und Speichern mit hoher Kapazität – abhängig von ihrer Relevanz und ihrem Alter. Eine relevanzbasierte Aufbewahrung sorgt dafür, dass Videoaufzeichnungen mit relevanten Ereignissen länger gespeichert werden, während Aufzeichnungen ohne besondere Vorkommnisse früher gelöscht werden. Mit zunehmender Weiterentwicklung dieser Funktionen können Unternehmen künftig möglicherweise weniger Videomaterial speichern, ohne dass wichtige Aufzeichnungen dadurch schwerer auffindbar sind.
Die regulatorischen Anforderungen an Videoaufzeichnungen werden sowohl umfangreicher als auch detaillierter. Die Durchsetzung der DSGVO wird zunehmend konsequenter, NIS2 erhöht die Anforderungen an Betreiber kritischer Infrastrukturen und branchenspezifische Vorschriften nehmen zu. Entscheidungen zur Speicherarchitektur, die sich früher hauptsächlich auf technische Anforderungen konzentrierten, werden zunehmend von Vorschriften beeinflusst, die den Speicherort und die Aufbewahrung von Daten regeln.
Rechenzentren und Serverräume verbrauchen viel Energie – und die Speicherung von Videoaufzeichnungen trägt dazu bei. Intelligentere Codec-Technologie komprimiert Video stärker, sofern keine besonderen Ereignisse vorliegen, und reduziert dadurch die Menge der zu speichernden und zu übertragenden Daten. Die Verarbeitung der Videodaten direkt in der Kamera geht noch einen Schritt weiter, da dadurch von vornherein weniger Daten an zentrale Server übertragen werden. Bei umfassenden Bereitstellungen bedeutet dies weniger Server, geringere Netzwerkbandbreite und niedrigere Stromrechnungen.
Cloud-Speicher bietet neue Möglichkeiten, die Videosicherheit über mehrere Standorte hinweg zu verwalten. Erfahren Sie, wann eine externe Speicherung sinnvoll ist, wie sie funktioniert und was Sie beachten sollten, bevor Sie Videoaufzeichnungen außerhalb der eigenen Infrastruktur speichern.
Für die Videosicherheit optimierte SD-Karten bieten heutzutage erweiterte Funktionen und eine Lebensdauer, die oft die höheren Anschaffungskosten rechtfertigen.
Edge-Analyse hat sich zu einem vielseitigen Anwendungsbereich entwickelt. Mit KI ausgestattete Kameras verwandeln aufgezeichnete Daten in verwertbare Erkenntnisse und können automatisierte Reaktionen auslösen.
Die Technologie verwandelt Rohdaten der Kamera in Videodaten, die gespeichert, übertragen und für weitere Maßnahmen genutzt werden können – bei gleichbleibender Detailgenauigkeit und kontrolliertem Bandbreitenbedarf.
Moderne Videoanalysefunktionen können automatisch erkennen, was in aufgezeichnetem Videomaterial geschieht. Erfahren Sie, wie KI und maschinelles Lernen Unternehmen dabei unterstützen, mehr aus ihren Videosystemen herauszuholen.
Videosicherheitslösungen, die auf die Einhaltung von Datenschutzgesetzen und -vorschriften ausgelegt sind und in unterschiedlichsten Einsatzumgebungen verschiedene Möglichkeiten zum teilweisen oder vollständigen Schutz der Privatsphäre bieten.