Partnerschaften helfen Smart Cities

Epko van Nisselrooij

Einigkeit macht stark, sagt das Sprichwort. Für die Smart City gilt das besonders, denn hier arbeiten öffentliche und private Sicherheitssysteme integriert miteinander. Eine Vielzahl erfolgreicher Beispiele belegt, wie wichtig Partnerschaften und Kooperationen zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor geworden sind. Einige davon will ich hier beschreiben.

Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor funktionieren weltweit

Sehen wir uns zunächst Amerika an, genauer gesagt die Vereinigten Staaten: Hier hat beispielsweise die Minneapolis SafeZone, ein gemeinschaftliches Videoüberwachungs- und Kommunikationsprojekt mit privaten Sicherheitsfirmen und der örtlichen Polizei, dazu beigetragen, dass die Kriminalität in der Innenstadt von Minneapolis deutlich zurückgegangen ist. Die Stadt Hartford in Connecticut verzeichnet ebenfalls weniger Straftaten, denn dort kooperieren Kleinunternehmen und Bürgervereinigungen mit der Polizei.

Das Project Green Light Detroit ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Partnerschaften im privaten und öffentlichen Bereich funktionieren. Hier arbeitet die Polizei mit der Gemeinde sowie den im Stadtgebiet ansässigen Tankstellen zusammen, um die Sicherheit in den Vierteln und für die dort ansässigen Unternehmen zu verbessern. Das Projekt hat zudem dazu beigetragen, dass die Beziehung zwischen öffentlichen Dienstleistern und Privatunternehmen der Region entscheidend gestärkt wurde.

Blicken wir weiter nach Süden, genauer gesagt nach Mexiko. Im Projekt „Conectandonos Mexico“ hat die Regierung gemeinsam mit Unternehmen und den Gemeinden die Videoüberwachung übernommen. Es geht darum, den Einsatz von IP-Kameras in den Gemeinden kostenlos anzubieten und damit die Sicherheit und die Lebensqualität der Bürger zu verbessern.

Doch auch in Europa existieren mehrere Smart-City-Projekte, die von verschiedenen Partnern, etwa Regierung, öffentlichen Einrichtungen, Industrieunternehmen oder gesellschaftlichen Gruppen, getragen werden. Auf diese Weise ist aus einer der beliebtesten Kneipenstraßen der Niederlande, der Stratumseind in Eindhoven, ein lebendiges Labor geworden. Die Stadt setzt neueste Technologien ein, um die Sicherheit zu erhöhen. Mit den Daten der Nachtschwärmer, die mit Kameras und Mikrofonen erhoben werden, lässt sich so etwa aggressives Verhalten ermitteln und die öffentliche Sicherheit garantieren.

In Assen sorgen Polizei, Feuerwehr und Sanitäter während des jährlich stattfindenden Bikertreffens gemeinsam für die Sicherheit der mehr als 100.000 Besucher.

Und im Stadtzentrum von Almere hat sich der Verkehrsfluss dank der Zusammenarbeit von Parkplatzverwaltung und Polizei deutlich verbessert.

Die Macht der Zusammenarbeit des privaten und öffentlichen Sektors

Die hier geschilderten Smart-City-Projekte ermöglichen es, Echtzeit-Videoüberwachungssysteme einzusetzen, die immer auf dem neuesten Stand sind, weil Unternehmen und Sicherheitsbeauftragte mit der Polizei zusammenarbeiten. Rettungsmaßnahmen und polizeiliche Ermittlungen werden dadurch deutlich vereinfacht, weil beide Gruppen ihre Erfahrungen, die sie täglich in der Überwachung machen, miteinander teilen können. Zugleich kann eine Stadt ihre kritischen Themen in Bezug auf Kriminalität, Umwelt und Sicherheit auf diese Weise viel besser bewältigen und ihren Bürgern ein deutlich besseres Sicherheitsgefühl vermitteln.

Partnerschaften zwischen öffentlichen Organisationen, privaten Unternehmen und der Gemeinschaft kommen also dem gesamten System zugute: Die Sicherheit steigt, die Verwaltung wird effizienter und zugleich wird die wirtschaftliche Entwicklung positiv beeinflusst. Gleichzeitig geben Kommunen, die diese Kooperationen nutzen, ihren Partnern die Möglichkeit, eine Schlüsselrolle in diesen Prozessen einzunehmen.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem englischsprachigen Blog.