Panoramic cameras

Multisensor (Panorama)

Eine Multisensorkamera mit 180° Blickfeld besitzt ein Gehäuse, aber mehrere Sensoren/Objektive (oftmals drei). Die von den Sensoren gelieferten Bilder überlappen leicht und werden von der Software zusammengefügt, um eine unverzerrte 180°-Panoramaansicht zu erzeugen (Abbildung 5). 

Abbildung 5: Entfernung zwischen den Pfeilen etwa 490 m

Da diese Sensoren Standardobjektive und keine Weitwinkelobjektive verwenden, muss das Bild nicht entzerrt werden. Das bedeutet weniger Stromverbrauch und höhere Bildqualität. Die Panoramaansicht einer Multisensorkamera muss allerdings bei der Erstinstallation manuell eingerichtet werden. Ein großer Vorteil von Multisensorkameras liegt darin, dass sie eine höher Pixeldichte und bessere Bildqualität erzielen und somit Einzelsensorkameras mit Weitwinkelobjektiven überlegen sind. Bemerkenswert ist ferner, dass die meisten Multisensorkameras – trotz mehrerer Sensoren – nur einen Installationspunkt, nur ein Netzwerkkabel und nur eine Softwarelizenz benötigen. Daher sind sie kostengünstiger zu installieren als drei herkömmliche Kameras.

Was stimmt mit meiner Panoramaansicht nicht? Sie sieht wie von drei Kameras zusammengesetzt aus.

Abbildung 6

Ein häufiges Missverständnis in Bezug auf die Panoramaansicht einer Multisensor-Kamera ist, dass die Bilder nahtlos aneinandergefügt werden. Bei einer Multisensor-Kamera für eine komplexe Szene, zum Beispiel in einem Parkhaus (Abbildung 6) interpretieren die Sensoren für das beste Ergebnis ihren jeweiligen Szeneausschnitt individuell. Daraus ergeben sich unterschiedliche Werte für die Verstärkung, den Weißabgleich und die Belichtungszeit, um ein Bild mit höchster Detailgenauigkeit zu erhalten. Die Panoramaansicht scheint dann von drei verschiedenen Kameras zu stammen und entspricht daher möglicherweise nicht ganz den Erwartungen des Betrachters. Aus forensischer Sicht ist dieses Gesamtbild jedoch perfekt, da die Einstellungen für jeden Sensor/Szeneausschnitt optimal sind und das Gesamtbild entsprechend detailstark. Das aus den einzelnen Szeneausschnitten einer Multisensorkamera zusammengesetzte Panoramabild ist bei weniger komplexen Szenen mit gleichmäßiger Ausleuchtung entsprechend einheitlicher (Abbildung 7).    

Abbildung 7

Beispiele für geeignete Einsatzgebiete: Flughäfen, Bahnhöfe, innerstädtische Räume, Kreuzungen, Schulhöfe, Ladestationen, Stadien, Hotelfoyers, Parkplätze

Vorteile:

  • Hohe Pixeldichte
  • Mehrere Sensoren in einem Gehäuse = Ein ‌Einbauvorgang
  • Verbesserte Bildeinstellungen (WDR)
     

Nachteile:

  • Größeres Gehäuse als für Kameras mit Einzelsensor
Multisensor, Multidirektional