Lösungen für schlechte Lichtverhältnisse

Die richtige Lichtmenge

Die Verschlusszeit ist ein wichtiger Faktor für gute Bilder.Der Verschluss öffnet sich für einen kurzen Moment, damit genug Licht den Sensor erreicht.Danach schließt er wieder, um eine Überbelichtung zu verhindern.Bei hellem Tageslicht wird der Verschluss nur für wenige Millisekunden geöffnet, doch je dunkler es wird, desto länger werden die erforderlichen Öffnungszeiten.Ab einem gewissen Punkt führt dies in einer Szene mit Bewegungen zu Bewegungsunschärfen.

Ein unbewegtes Szenario kann also bei schwachem Licht mit langsamen Verschlusszeiten ein gutes Bild abgeben, aber jede Bewegung in der Szene wird unscharf, womöglich bis zur Unkenntlichkeit.

Abbildung 4: Bewegungsunschärfe entsteht durch Bewegungen in einer Szene bei einer langsamen Verschlusszeit.

Auch das Objektiv beeinflusst die Leistung der Kamera bei dunklen Lichtbedingungen. Ein Objektiv mit hochwertigen Glaselementen und großer Blendenöffnung lässt mehr Licht einfallen und ermöglicht dadurch schnellere Verschlusszeiten.

Achten Sie beim Vergleich verschiedener Kameramodelle für dunkle Lichtbedingungen darauf, dass diese mit einem geeigneten Objektiv ausgestattet sind.Ein geringerer F-Wert bedeutet, dass ein Objektiv über eine größere maximale Blendenöffnung verfügt und damit bei schwachem Licht bessere Ergebnisse erzielt. Einige Kameras passen die Blendenöffnung, auch Blende genannt, automatisch den herrschenden Lichtverhältnissen der Szene an, so dass diese Modelle für Szenarios mit variierender Lichtmenge geeignet sind.

Abbildung 5: Die Größe der Blendenöffnung wirkt sich auf die Bildqualität aus.Eine große Blendenöffnung bedeutet einen geringen F-Wert.Ein kleine Blendenöffnung bedeutet einen hohen F-Wert.

Den Intensitätsunterschied zwischen den hellsten und dunkelsten Stellen einer Szene nennt man Dynamikbereich. Wenn dieser Bereich die Fähigkeiten des Bildsensors übersteigt, werden Teile des Bildes ganz weiß oder schwarz ohne Details wiedergegeben.

Eine Kamera mit Wide Dynamic Range (großer Dynamikbereich) ist für Umgebungen mit wechselnden Lichtverhältnissen besser geeignet.Testen Sie die Kamera unbedingt in der geplanten Umgebung.

Abbildung 6: Die ersten beiden Bilder zeigen, wie Teile des Bildes in der überwachten Szene durch den großen Dynamikbereich über- oder unterbelichtet werden.Das rechte Bild zeigt dank WDR - Dynamic Capture eine ausgewogene Darstellung, in der alle Bereiche sichtbar sind.

Mögliche Lösungen