Hardware-Richtlinien

Anforderungen an die Systemhardware

Die Hardwareanforderungen eines AXIS Camera Station Systems hängen von einer Reihe von Faktoren ab:

  • Der vom Server von allen Videoquellen abgerufenen gesamten Bandbreite.
  • Der Bandbreite, die von Clients für die Live-Ansicht und die Wiedergabe von Videos verwendet wird, sowie die Anzahl der Clients.
  • Die Bitrate jedes Videogeräts variiert und ist abhängig von der Szenenkomplexität, der gewählten Bildrate, der Auflösung, den Videocodecs, der Komprimierung, der Beleuchtung sowie der Anzahl an Streams aus jeder Videoquelle.
  • Der Anzahl der offenen Netzwerkverbindungen auf Server-Seite (zwischen Server und Clients sowie zwischen Server und Geräten).
  • Der Anzahl der Alarmereignisse und der insgesamt generierten Protokollaktivität.
  • Den erweiterten Konfigurationen, die das Regelmodul verwenden und die im Hintergrund möglicherweise Datenverkehr verursachen und das System belasten.
  • Und viele weitere...

Die Anzahl der Clients oder Geräte, die an ein AXIS Camera Station System angeschlossen sind, unterliegt keinen Einschränkungen. Das sorgt zwar für große Flexibilität, erfordert aber auch vom Systemdesigner die Erstellung verantwortungsbewusster Designs. Außerdem ist unbedingt darauf zu achten, dass die verwendete Serverhardware das Worst-Case-Szenario jedes einzelnen Systems bewältigen kann.

Die AXIS S11 Recorder Series und die AXIS S22 Appliance Series wurden in umfassenden Tests überprüft, um eine zuverlässige Aufzeichnungslösung für ein hervorragendes Benutzererlebnis bereitzustellen. Auf den Produktseiten finden Sie weitere Informationen zu unseren sofort einsatzbereiten Aufzeichnungslösungen.

Unsere allgemeinen Empfehlungen für das Systemdesign lauten wie folgt:

  1. Es sollten stets bevorzugt mehrere Server vorhanden sein, die sich die Last teilen.
  2. Es ist empfehlenswert, die Anzahl der verbundenen Videokanäle pro physischem Server unter 64 zu halten. 
  3. Wenn Sie Geräte hinzufügen, für die kein Videostream erforderlich ist, z. B. Lautsprecher, Geräte zur Zugriffskontrolle sowie Eingabe- und Ausgabegeräte, dann können Sie mehrere Geräte anschließen. Derzeit gibt es jedoch noch keine überprüften Grenzwerte. Daher sollten Systemdesigner damit rechnen, dass möglicherweise weitere Server hinzugefügt werden müssen. 
  4. Das Benutzerverhalten hat erhebliche Auswirkungen auf das System, die schwer zu quantifizieren sind. Aus diesem Grund schlagen wir vor, auf dem Server zusätzliche Systemressourcen verfügbar zu haben, um mehrere Anzeigeclients verwalten zu können. In vielen Installationen empfiehlt es sich außerdem, Anzeigeclients und -geräte in zwei separaten Netzwerken bereitzustellen. Das erleichtert die Vorhersage und die Kontrolle der Netzwerklast.
  5. Wenn für einen Bereich zu bestimmten Zeiten eine starke Frequentierung durch Personen erwartet wird, ist es im Allgemeinen vorzuziehen, kontinuierliche Aufzeichnungen zu verwenden, anstatt das System mit einer sehr großen Anzahl von Auslösern für die videobasierte Bewegungserkennung zu belasten.
  6. Überprüfen Sie die Qualität des über mindestens 24 Stunden aufgezeichneten Materials, damit alle möglichen Beleuchtungsbedingungen abgedeckt sind. Verlassen Sie sich bei der Überprüfung der Videoqualität nicht nur auf die Live-Ansicht. 

Die folgenden Hardwareempfehlungen für AXIS Camera Station 5 basieren hauptsächlich auf der Gesamtbandbreite pro Server oder der Anzahl der Videokanäle. Schätzungen der Bandbreite können Sie sich mit AXIS Site Designer erstellen lassen.

ZUR ERINNERUNG: GEHEN SIE STETS VOM WORST-CASE-SZENARIO AUS.

Systeme für Aufzeichnungen mit Bitraten von bis zu 100 Mbit/s oder 16 Videokanälen

Client und Server für AXIS Camera Station**

Betriebssystem*: Windows 10 Pro 64-Bit
CPU: Intel® Core i3, z. B. der Intel® Core i3-7101TE
RAM: 8 GB, 2.400 MHz DDR4
Grafikkarte: Intel® HD Graphics 630
Netzwerk: 1 GBit/s

Systeme für Aufzeichnungen mit Bitraten von bis zu 200 Mbit/s oder 32 Videokanälen

Client und Server für AXIS Camera Station**

Betriebssystem*: Windows 10 Pro 64-Bit
CPU: Intel® Core i5, z. B. der Intel® Core i5-8500
RAM: 8 GB, 2.666 MHz DDR4
Grafikkarte: Intel® HD Graphics 630
Netzwerk:1 GBit/s

 

Systeme für Aufzeichnungen mit Bitraten von bis zu 300 Mbit/s oder 64 Videokanälen 

Client für AXIS Camera Station

Betriebssystem*: Windows 10 Pro 64-Bit
CPU: Intel® Core i5, z. B. der Intel® Core i5-8500
RAM: 8 GB, 2.666 MHz DDR4
Grafikkarte: Nvidia Quadro P620
Netzwerk: 1 GBit/s

Server für AXIS Camera Station**

Betriebssystem*: Windows 10 Pro 64-Bit
CPU: Intel® Xeon, z. B. der Intel® Xeon® Silver 4208
RAM: 8 GB, 2.666 MHz DDR4
Netzwerk: 1 GBit/s

Multi-Server-System für Aufzeichnungen mit Bitraten von über 300 Mbit/s

Für Systeme mit höheren Leistungsanforderungen als den oben angegebenen werden mehrere Server benötigt.**
Setzen Sie weitere Server für AXIS Camera Station ein und teilen Sie die Bandbreitenlast gleichmäßig unter den Servern auf (jeweils innerhalb der oben angegebenen Spezifikationen).

Weitere Kundenempfehlungen:

Verwenden Sie immer die aktuellsten Grafikkartentreiber.
Unterstützung für mehrere Bildschirme – bis zu 4 Monitore pro Grafikkarte oder Unterstützung für mehrere 4K-Streams:

  • Mindestens 2 GB dedizierter Videospeicher
  • Unterstützung für HDMI 2.0 oder Display Port 1.2
  • Beispiel: NVIDIA® QUADRO® P620

Bitte beachten Sie, dass mehrere 4K-Streams sowie mehrere Monitore Ihren Client und Ihr Netzwerk stärker belasten.
Durch die Verwendung der H.265-Videocodierung wird die Grafikkarte stärker belastet.

Andere Geräte

Wenn in der AXIS Camera Station VMS auch Produkte verwendet werden, die keine Videogeräte sind, belasten diese dennoch die Leistung Ihres Servers.  Obwohl sie nicht mehr Bandbreite als Kameras verwenden, belasten sie abhängig von der Systemkonfiguration (z. B. Aktionsregeln) das System und müssen von Fall zu Fall überprüft werden.

 

* Eine Liste mit allen unterstützten Betriebssystemen finden Sie in den Release-Notes. Verwenden Sie immer das aktuellste Service Pack von Microsoft.
** Die physische Festplatte des Betriebssystems sollte nicht für Aufzeichnungen verwendet werden. Dies fördert die allgemeine Systemstabilität und verbessert die Leistung. Gleichzeitig werden Fragmentierung und Leistungsengpässe vermieden. Wenn sich das Betriebssystem und die Aufzeichnungen auf derselben physischen Festplatte befinden müssen, sollten die Aufzeichnungen auf einer anderen Partition als das Betriebssystem gespeichert werden.
Unterbrechungsfreie Stromversorgung empfohlen: So können unerwartete Systemabschaltungen und damit verbundene Datenbankschäden vermieden werden.

Hardwareempfehlungen für AXIS Camera Station 4 und niedriger