Einzelhandelsoptimierung erklärt

Unter Einzelhandelsoptimierung versteht man die Praxis, Daten Ihres physischen Geschäfts für verbesserte betriebliche Entscheidungen zu nutzen. Die Nutzungsweise Ihrer Räume, die Zirkulation von Kunden und Personal sowie die Präsentation Ihrer Produkte – alles wird messbar und mithilfe des richtigen Systems auch praktisch umsetzbar.

Für Einzelhändler bedeutet das, sich bei Entscheidungen weniger auf ihr Gefühl zu verlassen und verstärkt Entscheidungen zu treffen, die auf dem aktuellen, tatsächlichen Geschehen in Verkaufsraum beruhen – in Echtzeit und über den Zeitverlauf.

Betriebsteams nutzen die Daten zur Personalplanung und Reduzierung der Kosten. Marketingteams nutzen sie, um das Kundenverhalten zu studieren. Filialleiter und Head Office-Teams nutzen sie, um zu analysieren, was tatsächlich in ihrer Filiale und in der gesamten Filialkette geschieht. Und Mehrwert entsteht, wenn all diese Gruppen mit demselben System arbeiten. 

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Warum das Messen der Filialleistung schwierig ist

Schon seit Jahrzehnten stützen sich Einzelhändler auf Daten. Warenbestandssysteme, Online-Verkauf und Transaktionen direkt am Verkaufsort liefern strukturierte Informationen dazu, was im Geschäft vorgeht. Doch der Verkaufsraum hatte schon immer Besonderheiten. Bis vor kurzem blieb ein Großteil des Geschehens zwischen dem Betreten des Geschäfts und dem eigentlichen Kauf verborgen. 

Die Personenzählung trug dazu bei, einen Teil des Geschehens sichtbar zu machen. Einzelhändler konnten zwar die Anzahl der Kunden, die das Geschäft betraten und die Spitzenzeiten erkennen, aber nicht, was die potenziellen Käufer danach taten. Blieben sie an einer Produktauslage stehen? Gingen sie vorbei? Oder verließen sie das Geschäft, weil die Warteschlange an der Kasse zu lang war? 

A man with a shopping cart strolling down a grocery aisle.

Digitale POS-Systeme und Kundenbindungsprogramme kamen hinzu und bildeten ein weiteres Teil des Puzzles – sie verknüpften Einkäufe mit Einzeltransaktionen. Doch auch sie beschrieben nur das Ergebnis und erklärten nicht, wie es dazu kam.

KI-gestützte Analysen haben verändert, was sich messen lässt. Anstatt nur Transaktionen oder Besucherzahlen zu analysieren, können Einzelhändler jetzt unmittelbar das Kundenverhalten verstehen und reagieren, bevor kleine Probleme zu größeren werden. 

So funktioniert die Einzelhandelsoptimierung

Informationen werden im gesamten Geschäft generiert, bleiben aber oft in isolierten Systemen stecken. Die Einzelhandelsoptimierung vernetzt diese Systeme und erleichtert es, direkt auf das Geschehen zu reagieren. 

Von Geräten zu Daten

Die meisten Einzelhändler verfügen bereits über einen Großteil der benötigten Technologie. Eine Netzwerkkamera kann Warteschlangen an der Kasse erkennen und einen Alarm auslösen, bevor die Wartezeiten zu einem Problem werden. Dasselbe Ereignis kann – je nach Systemkonfiguration – auch digitale Anzeigetafeln aktualisieren oder Mitarbeitende benachrichtigen.

Sie optimieren Ihre Filiale, wenn Ihre Geräte die erfassten Informationen teilen, anstatt isoliert zu arbeiten. 

Louise Hobroh smiling in a open office space.
„Daten stehen für jedes Unternehmen zunehmend im Mittelpunkt. Die Fähigkeit zum Erfassen, Analysieren und Ableiten umsetzbarer Erkenntnisse aus mehreren Datenquellen kann sich direkt auf das Geschäftsergebnis auswirken.“ Louise Hobroh, Global Marketing Manager for Retail, Axis Communications
AXIS F4108 mounted on a wall in a grocery store.

Wie KI Daten in aussagekräftige Erkenntnisse umwandelt

Eine lange Warteschlange an der Kasse oder ein Regal mit zur Neige gehenden Beständen bleiben im hektischen Filialalltag oft unbemerkt – bis sie sich negativ auf das Einkaufserlebnis auswirken. KI-Analysen erkennen diese Änderungen, sobald sie eintreten, und erstellen Metadaten, die sie durchsuchbar machen.

Anstatt stundenlang Videomaterial zu sichten, können Mitarbeitende gezielt nach bestimmten Ereignissen suchen und schneller reagieren. Je nach Systemarchitektur können Analysen direkt auf der Kamera, auf einem zentralen Server oder in einer Kombination aus beidem ausgeführt werden. 

A long queue in front of a cashier in a retail store.

Jetzt handeln und aus dem Zeitverlauf lernen

In Echtzeit tritt die Automatisierung im Einzelhandel in Aktion. Die Videoanalyse erkennt, wenn eine Warteschlange einen festgelegten Schwellenwert erreicht, und informiert die Mitarbeitenden, damit eine weitere Kasse geöffnet werden kann. Wenn ein Regal leer wird, senden sie eine Benachrichtigung zum Nachfüllen. Ein plötzlicher Besucheranstieg löst eine automatisierte Audio-Textnachricht aus.

Langfristig liefern dieselben Daten wertvolle Entscheidungsgrundlagen für Filialleitungen, Betriebsteams und die Unternehmenszentrale. In welchen Bereichen gibt es am wenigsten Kundschaft? Wann treten regelmäßig Spitzenzeiten auf? Zeitverlaufsmuster dienen als Grundlage für bessere Entscheidungen zu Personaleinsatz, Raumnutzung und Produktplatzierung. 

Wo Einzelhandelsoptimierung zählt

 Illustration of retail supermarket with numbers in specific areas.

1. Eingangsbereich

Der Eingangsbereich ist oft der erste Ort, an dem Einzelhändler mit dem Erfassen von Daten über die Aktivitäten im Geschäft beginnen. In Netzwerkkameras integrierte Analysefunktionen können Besucherzahlen messen und demonstrieren, wie sich der Besucherstrom im Laufe des Tages ändert. Mit diesen Informationen können Filialleiter besser erkennen, wann zusätzliches Personal benötigt wird. Zusammen mit den Verkaufsdaten bilden sie auch die Grundlage für die Berechnung der Gesamtkonversionsrate des Geschäfts.

Außerdem bietet der Eingangsbereich eine Möglichkeit zur Beeinflussung des Kundenverhaltens. Einzelhändler können hier messen, wie attraktiv Schaufensterdisplays für die Besucher sind, während sich Digital Signage und Audio an den Strom der Besucher anpassen lassen, um diese willkommen zu heißen und sie ins Innere zu führen.

2. Verkaufsfläche

Die Verkaufsfläche zeigt, wie Kunden das Geschäft tatsächlich nutzen. KI-Analysen zeigen, wo sich die Menschen länger aufhalten, welche Wege sie nehmen und welchen Bereichen sie wenig Aufmerksamkeit schenken. Diese Informationen helfen Einzelhändlern dabei, Layouts, Anzeigen und Produktplatzierungen anhand beobachteter Verhaltensweisen zu bewerten, statt sich auf Annahmen zu verlassen.

Dieselbe Technologie kann aber auch speziellere Fragen beantworten. In Luxusartikel- oder Fachgeschäften können Analysen beispielsweise zeigen, wie viel Zeit Vertriebsmitarbeiter mit Kunden verbringen und wie diese Interaktionen die Konversionsraten beeinflussen. 

3. Warenauslage

Ihr Personal kann nicht überall gleichzeitig sein. Regale leeren sich, Produkte landen am falschen Platz und Kühlschranktüren bleiben mitunter offen, ohne dass es jemand bemerkt. Kameras mit KI-Analysen helfen dabei, solche Situationen zu erkennen und das Problem früher zu beheben.

Verhaltensweisen der Kunden bieten Ihnen noch eine andere Sichtweise. Ein Produkt, das häufig zur Hand genommen, aber selten gekauft wird, sollte man sich etwas genauer anschauen. Vielleicht ist es falsch ausgepreist, vielleicht finden die Käufer aber auch nicht genug Informationen vor ihrer Kaufentscheidung.

4. Kassenbereich

Eine Schlange an der Kasse kann sich überraschend schnell bilden, während die Kunden einen freien Self-Checkout möglicherweise nicht bemerken. Beide Situationen verlangsamen den Besucherstrom durch das Geschäft und können sich darauf auswirken, ob die Kunden tatsächlich etwas kaufen.

KI-Analysen erkennen Warteschlangen schon bei ihrer Entstehung und benachrichtigen das Personal, wenn sie größer werden. Sie erkennen zudem freie Self-Checkout-Kassen und ermöglichen es, Kunden gezielt dorthin zu leiten, bevor Warteschlangen entstehen.

Über den Zeitverlauf gesehen tragen dieselben Daten zur Klärung verschiedener Fragen bei. Wann bilden sich in der Regel Warteschlangen? Wie oft verlassen Käufer das Geschäft, ohne zu bezahlen? Im Anschluss an kleinere betriebliche Veränderungen können die Auswirkungen anhand des tatsächlichen Geschehens an der Kasse gemessen werden, ohne sich auf Annahmen zu verlassen. 

5. Personalraum

Was im Hintergrund vor sich geht, prägt das Kundenerlebnis im Verkaufsraum. Bevor die Produkte in die Regale gelangen, durchlaufen sie Lagerräume und Verladestellen. Verzögerungen in jeder Phase können schnell in Form von leeren Regalen oder Lieferverzögerungen sichtbar werden.

Kameras helfen dem Personal dabei, den Warenfluss von der Lieferung bis zum Verkaufsraum zu überwachen. Sie können den Erhalt von Lieferungen überprüfen, Untersuchungen wegen fehlender Artikel unterstützen und Transparenz dazu liefern, wie sich Produkte durch die Lagerräume bewegen. 

Ihre Vorteile

Icon with a piggy bank

Die Betriebskosten senken

Die Personalkosten sind einer der höchsten Kostenanteile im Einzelhandel und schwierig zu optimieren. Kameras, Sensoren und KI-gestützte Analysen liefern die Erkenntnisse, die Filialleiter benötigen, um die Personalbesetzung besser an den aktuellen Bedarf anzupassen – in Echtzeit und für die langfristige Planung.
Grow icon

Den Umsatz steigern

Nicht verfügbare Produkte und lange Warteschlangen beeinträchtigen das Einkaufserlebnis. Kameras, Sensoren und Analysen liefern wertvolle Erkenntnisse, damit Einzelhändler schnell reagieren können – beispielsweise durch das Auffüllen von Regalen oder das Öffnen weiterer Kassen. Diese betrieblichen Verbesserungen können sowohl die Kundenzufriedenheit als auch den Umsatz stärken.
Knowledge areas icon

Mehrwert für das gesamte Unternehmen schaffen

Viele Einzelhändler verfügen bereits über Kameras, Lautsprecher und eine Netzwerk-Infrastruktur. Die Nutzung derselben Technologie für die Optimierung von Einzelhandelsprozessen ermöglicht es, dass mehrere Unternehmensbereiche von derselben Investition profitieren – ohne für jeden Anwendungsfall separate Systeme implementieren zu müssen.

Messen, was wichtig ist

Der Mehrwert der Optimierung von Einzelhandelsprozessen zeigt sich in den Kennzahlen, die Einzelhändler bereits heute erfassen. Dazu gehören die Konversionsrate, abgebrochene Einkäufe, in Warteschlangen verbrachte Zeit, Warenverfügbarkeit in den Regalen und die Mitarbeiterzeit pro bedientem Kunden. Neu ist nicht die Kennzahl selbst, sondern die Erkenntnisse, die sich daraus gewinnen lassen, und die darauf basierenden Entscheidungen. Werden Daten aus der Verkaufsfläche in einem zentralen System zusammengeführt, lässt sich nachvollziehen, welche Maßnahmen welche Kennzahlen beeinflusst haben.

Lösungen erkunden

A busy mall with people walking up and down the escalator.

Personenzählung

Erhalten Sie Echtzeit-Einblicke dazu, wie Kunden durch Ihr Geschäft zirkulieren.
Man browsing in a clothing store with a shopping bag in his hand.

Belegung und Raumnutzung

Erkennen Sie, wie jeder Raum in Ihrem Geschäft in Echtzeit und über den Zeitverlauf hinweg genutzt wird.
A young smiling woman pushing a shopping cart down a grocery aisle.

Netzwerk-Audio

Verbessern Sie Sicherheit, Effizienz und Kundenerlebnis mit Netzwerk-Audio.

Maßgeschneiderte Lösungen nach Branche

Woman paying her items through a self-checkout in a grocery store.


Mini-Märkte und Tankstellen

Eine normalerweise ruhige Filiale kann schnell sehr lebhaft werden, was es erschwert, die Personalbesetzung an den Kundenstrom anzupassen.

Personenzählung und Warteschlangenanalyse decken auf, wann diese Veränderungen auftreten. Im Laufe der Zeit schaffen dieselben Daten ein klareres Bild zu den Einkaufsmustern und helfen Filialleitern dabei, ihre Personalbesetzung anzupassen und zu beurteilen, wann Werbeaktionen die beste Wirkung haben. 

A child putting lettuce in their shopping cart amongst other vegetables.


Lebensmittelmärkte und -geschäfte

Ein leeres Regal ist für den Kunden leicht erkennbar. Wenn das Personal das Problem bemerkt, kann das Geschäft bereits mehrere Verkäufe verloren haben.

Regalanalysen helfen dabei, Lücken in Regalen früher zu erkennen, während die Warteschlangenüberwachung anzeigt, wann zusätzliche Kassen benötigt werden. Audiodurchsagen können außerdem genutzt werden, um Kunden während Stoßzeiten gezielt zu informieren.

A woman holding her smartphone and smiling at the screen. She has sunglasses on and multiple shopping bags.


Bekleidung, Luxusartikel und besondere Warenangebote

Verkäufer wissen, welche Auslagen besonders viel Interesse auf sich ziehen. Schwieriger zu beurteilen ist es, ob sich dieses Interesse auch in Umsätzen niederschlägt oder die Kunden einfach zu lange aufhält.

Die Antwort findet sich häufig in den Videos vom Geschehen. Nach dem Tagging der Ereignisse mit Metadaten können Einzelhändler Warendisplays vergleichen, die Verweildauer der Besucher in verschiedenen Bereichen messen und sehen, wie sich die Beobachtungen auf den Umsatz auswirken.

Female customer getting help from a male pharmacist at the counter.


Apotheken und Drogerien

Nur selten entstehen Warteschlangen plötzlich. Kleinere Staus bilden sich oft lange bevor sie im Verkaufsraum sichtbar werden, was den Mitarbeitern die Möglichkeit gibt, früher zu reagieren.

Dasselbe gilt für die Warenbestandshaltung. Regale können nachgefüllt werden, bevor Lücken offensichtlich zu Tage treten, während Audio-Textnachrichten die Kunden informieren und das Personal bei der Arbeitskoordinierung unterstützen. 

A couple getting help from a saleswoman in a furniture store.


Baumärkte, Einrichtungshäuser und Großhändler

Großmarktformate profitieren in jeder Phase von der Optimierung. Bestandsverfolgung und Personenzählung unterstützen Marktleiter dabei, die Kontrolle über den Warenbestand und den Besucherstrom im Markt zu behalten, während Warteschlangenanalysen stets für ausreichend Kassenpersonal für den aktuellen Kundenstrom sorgen. Audiolösungen koordinieren die Mitarbeiterkommunikation auf großen Flächen.

Woman with a journal walking beside a black car.


Autohandel und Autovermietung

Besucheranalysen im Verkaufsraum unterstützen eine bedarfsgerechte Personaleinsatzplanung. Zudem können Kameras erkennen, wenn Kunden auf Unterstützung warten, und Mitarbeitende entsprechend benachrichtigen. Eine Kennzeichenerkennung automatisiert die Fahrzeugverfolgung und lässt sich in Bestandssysteme integrieren.

Überlegungen zur Umsetzung

Woman in a warehouse pressing on a AXIS C8310 Volume Controller.

Smart beginnen und anschließend skalieren

Einzelhandelsanalysen vom ersten Tag an in jeder Filiale einzuführen ist selten notwendig. Wählen Sie einen Anwendungsfall aus, der sich an einem Unternehmensziel orientiert, oder eine KPI für einen einzigen Einsatzort, und definieren Sie das Erfolgskriterium. Warenverfügbarkeit in einer bestimmten Produktkategorie verbessern.

Häufig reicht schon ein Einsatzort zur Beantwortung der zentralen Fragen aus. Beseitigt die Änderung das Problem? Unterstützt sie ein bestehendes Unternehmensziel? Liefert sie messbaren Wert?

Liegen diese Erkenntnisse vor, lässt sich leichter entscheiden, in welchen Bereichen die Lösung erweitert werden sollte. Ein erfolgreiches Pilotprojekt verschafft dem Unternehmen zudem wertvolle Praxiserfahrung, bevor die Technologie in größerem Umfang eingeführt wird.

Auf einer offenen Plattform aufbauen

Einzelhandelsoptimierung ist eine Investition, die zusammen mit dem Geschäft wachsen soll, weshalb Flexibilität von Anfang an wichtig ist. Eine offene Plattform ermöglicht es, im Laufe der Zeit weitere Anwendungsfälle zu integrieren und unterstützt gleichzeitig eine Vielzahl von Partnerlösungen. Ein geschlossenes System bindet den betreffenden Einzelhändler hingegen an die Roadmap eines einzelnen Lieferanten. 

Die richtigen Personen frühzeitig einbeziehen

Einzelhandelsoptimierung beginnt oft in einem Teil des Unternehmens und wirkt sich danach schnell auf andere aus. Während Filialleiter vor allem den Personaleinsatz im Blick haben, konzentriert sich die IT auf die Systemintegration. Diese unterschiedlichen Perspektiven müssen vor der Einführung gut aufeinander abgestimmt werden. Andernfalls werden Entscheidungen unnötig verzögert. Ein Team ist vom anderen abhängig – dadurch verliert das Projekt an Dynamik. Wer frühzeitig festlegt, wer Entscheidungen trifft und wie der Erfolg gemessen wird, sorgt für einen reibungslosen Projektverlauf. 

Die bestehende Netzwerk-Infrastruktur ausnutzen

Einzelhandelsoptimierung muss nicht mit neuer Hardware beginnen. Viele Einzelhändler verfügen bereits über Kameras, die ursprünglich für Sicherheits- oder Warenschutzzwecke installiert wurden und sich zusätzlich für operative Analysen nutzen lassen.

Der entscheidende Faktor ist oft die Platzierung der Geräte und nicht deren Anzahl. Eine Kamera im Kassenbereich kann Warteschlangen analysieren, während eine Kamera im Verkaufsbereich wertvolle Erkenntnisse zur Produktpräsentation oder Warenverfügbarkeit liefert. Einige ältere Kameras müssen möglicherweise ausgetauscht werden. Viele neuere Modelle unterstützen jedoch mehrere KI-Anwendungen gleichzeitig. 

A snapshot from AXIS Live Privacy Shield in a grocery store with three human outlines.

Datenschutz und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften

Die meisten Anwendungen zur Einzelhandelsoptimierung erfordern es nicht, einzelne Kunden zu identifizieren. Personen können gezählt und Bewegungsmuster gemessen werden, ohne Einzelpersonen zu identifizieren. Für Anwendungsfälle wie Warteschlangenüberwachung, Belegungsanalyse und Kundensrtromüberwachung reicht das aus.

Kundentreueprogramme und mobile Apps unterscheiden sich davon, weil sie personenbezogene Daten verarbeiten. In diesen Fällen wird die Kundeneinwilligung Bestandteil der Lösung. Gleichzeitig entstehen gesetzliche Verpflichtungen, die der Umgang mit personenbezogenen Daten mit sich bringt. 

Einzelhändler, die in mehreren Ländern tätig sind, arbeiten selten im Rahmen einer einzigen Gesetzgebung. Die Datenschutzgesetze unterscheiden sich von Region zu Region, und die Systeme müssen häufig von Markt zu Markt unterschiedlich konfiguriert werden.  

Von der Erkenntnis zur Vorhersage

Ein warmes Wochenende kann das Einkaufsverhalten über Nacht ändern, genau wie ein lokales Festival oder die erste volle Woche der Urlaubssaison. Einzelhändler haben diese Schwankungen schon immer eingeplant, aber Erfahrung allein reicht heute nicht mehr aus.

Bei einer Kombination der Verkaufshistorie mit Wettervorhersagen und lokalen Veranstaltungen beginnen sich Muster abzuzeichnen. Die KI erkennt Verbindungen, die dem bloßen Auge entgehen, sodass Bedarfsprognosen besser der Wahrheit entsprechen und Sie mit höherer Sicherheit planen können.

Vom Einzelsensor zur konvergierten Intelligenz

Kameras, Audio-Geräte und IoT-Sensoren arbeiten bereits in gut durchdachten Systemen zusammen. Was sich ändert, ist die Kombinationstiefe der Daten. Mit zunehmender Reife der Multisensor-Fusion erhalten Einzelhändler ein facettenreicheres Bild vom Geschehen im Geschäft, wobei jede Datenquelle Lücken ausfüllt, die von anderen Quellen hinterlassen wurden. Das Ergebnis sind genauere Erkenntnisse und ein breiteres Spektrum an Anwendungsfällen, die ein einzelner Sensor allein niemals unterstützen könnte.

Nachhaltigkeitsziele unterstützen

Für Nachhaltigkeit gibt es viele Einflussfaktoren, unter anderem Beschaffung, Logistik und Geschäftsbetrieb. Auch die Einzelhandelsoptimierung kann die Nachhaltigkeitsarbeit unterstützen, indem sie eine bessere Transparenz zu Energieverbrauch und Ressourcennutzung der Filialen bietet.

Overlay scan by a worker in a warehouse.

Operative Effizienz im Einzelhandel

KI-gestützte Analysen und Videotechnologien verschaffen Einzelhändlern eine bessere Übersicht über das Geschehen im gesamten Geschäft. Diese Erkenntnisse unterstützen tägliche Entscheidungen – von der Personaleinsatzplanung bis zur Optimierung betrieblicher Abläufe.  

Trucks lined up in loading docks in the sunlight.

Sicherheitsoptionen für den Einzelhandel

Für Distributionszentren und Einzelhandelsbetriebe wächst der Druck, sicher und effizient zu arbeiten. Netzwerk-Video mit KI und Analysefunktionen trägt dazu bei, die Sicherheit der gesamten Wertschöpfungskette im Einzelhandel zu schützen.

An Axis camera mounted on the ceiling to surveil a grocery store.

KI-gestützte Erkenntnisse im Einzelhandel

Erfahren Sie, wie KI und Computer Vision Ihre vorhandenen Kameras nutzen, um verwertbare Erkenntnisse für den Einzelhandel zu gewinnen. Ein solches System führt Ihren Betrieb effizienter, hält die Verluste auf niedrigem Niveau und sichert gleichzeitig ein smartes Kundenerlebnis.

Manager with an Axis body worn camera helping a customer for retail loss prevention.

Verlustprävention im Einzelhandel

Verluste im Einzelhandel haben viele Ursachen – von Ladendiebstahl bis hin zu Bestandsdifferenzen. Entdecken Sie, wie vernetzte Kameras und intelligente Analysen dazu beitragen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Verluste nachhaltig zu reduzieren.

Man typing on a laptop with overlayed charts coming out from the keyboard.

Videoanalyse

Videoanalysen verwandeln Kamerabilder in aussagekräftige Informationen, indem sie zusätzlichen Kontext liefern. Statt manuell Aufzeichnungen zu überprüfen, können Einzelhändler jetzt nach Ereignissen suchen, schneller reagieren und ein klareres Bild vom Geschehen im gesamten Geschäft erhalten. 

AXIS Object Analytics used to mark a vehicle and two people in an area.

Objekterfassung

Die Objekterkennung ermöglicht es Kameras und anderen Sensoren, vordefinierte Objekte automatisch zu erfassen. Die Informationen können Alarme auslösen, Untersuchungen unterstützen oder Bestandteil umfangreicherer Analyse-Workflows sein.