Sicherheit zum Tragen: eine am Körper befestigte Kameralösung auf Basis einer offenen Architektur

Artikel
21. April 2020
Mit der kürzlich angekündigten Lösung für am Körper getragene Kameras erschließt Axis einen neuen Markt. Das System wurde sowohl im Labor als auch unter realen Bedingungen getestet, um Zuverlässigkeit und Robustheit zu gewährleisten. Es wurde auf der Basis einer offenen Architektur für die nahtlose Integration in die bestehende Software entwickelt und ist die weltweit flexibelste Lösung. Fredrik Andersson, Lina He und Rob Messer, einige der Teammitglieder hinter dem Produkt, sprechen über die Vorteile, technischen Merkmale und Feldstudien des neuen Systems.

Als Technologieführer im Bereich Netzwerk-Video war der Einstieg für Axis in den Markt für am Körper getragene Kameras eine logische Erweiterung des bestehenden Portfolios. Basierend auf den Bedürfnissen von Kunden aus den Bereichen Strafverfolgung und privater Sicherheitsdienste, bietet es eine neue Möglichkeit, die Welt sicherer und intelligenter zu machen. Die Anbringung einer Kamera am Oberkörper eines Polizei- oder Sicherheitsbeamten oder eines Zugbegleiters schafft einen sicheren Arbeitsplatz, bessere Möglichkeiten zur Sammlung von Beweisen und kann einen Beitrag zur Entwicklung vorbildlicher Arbeitsmethoden oder Schulungen leisten. Die Möglichkeiten und Anwendungsfälle sind unbegrenzt.

Maximale Flexibilität durch offene Architektur

Für Abenteurer oder Entdecker wie James Cook, Neil Armstrong und sogar Lara Croft stellen Forschung und Vorbereitung vor einer neuen Mission sicher, dass sie ihre Stärken beim Betreten neuer Umgebungen optimal einsetzen können. Dieselbe Philosophie verfolgt Axis bei der Entwicklung neuer Produkte und hat dies auch bei der Erweiterung seines Portfolios für am Körper getragene Kameras getan.

Die am Körper getragene Lösung spiegelt die hohe Qualität wider, die in allen Produkten von Axis zu finden ist. So wie viele andere Axis Lösungen auf einer offenen Architektur basieren, lässt sich auch diese Lösung in bestehende Software integrieren. Dadurch wird sichergestellt, dass bereits getätigte Investitionen nicht umsonst sind.

Fredrik Andersson, Global Product Manager, erläutert: „Eines der stärksten Merkmale des Systems ist seine offene Architektur, die es den Kunden ermöglicht, die am Körper getragenen Kameras in bestehende Video Management Systeme (VMS) oder Evidence Management Systeme (EMS) zu integrieren. Die am Körper getragene Lösung von Axis kann mit einem VMS und EMS eines Drittanbieters vor Ort oder in der Cloud verwendet werden, was die Integration mit anderen Videoüberwachungsdaten ermöglicht. Sie kann auch als End-to-End-Lösung unter Verwendung von AXIS Camera Station, dem firmeneigenen VMS, bereitgestellt werden.“

Das „Schweizer Messer” unter den Kameras

Aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung in der Entwicklung von Sicherheitskameras, die für verschiedene anspruchsvolle Umgebungen geeignet sind, weiß Axis, wie man mit Bedingungen wie schlechten Lichtverhältnissen umgeht und robuste Kameras herstellt, die Stößen und rauen Bedingungen standhalten und dennoch qualitativ hochwertige Bilder liefern. Und dieses Wissen wurde in allen Teilen des neuen am Körper getragenen Kamerasystems gebündelt.

Das System besteht aus drei wesentlichen Hardwarekomponenten: den Kameras, der Kamera-Dockingstation und dem Systemcontroller. Die Docking-Stationen können frei im Raum platziert werden, und der Systemcontroller sendet das Filmmaterial zur Analyse und Speicherung an den Bestimmungsort der Wahl. Während die Kameras das Videomaterial beim Einsatz vor Ort speichern, löscht der Systemcontroller die Dateien auch automatisch von den Kameras, so dass das Gerät sofort wieder einsatzbereit ist.

Axis war auf der Suche nach dem "Schweizer Taschenmesser" unter den Kameras: Es musste ein kleines, leichtes Gerät mit guter Batterieleistung, ohne Einbußen bei der Bildqualität und Robustheit entwickelt werden, das gleichzeitig einen einfachen Betrieb an der Kamera ermöglicht. Es war eine völlig neue Designherausforderung für Axis.

Axis body worn system

Lina He, Produktspezialistin bei Axis, sagt: „Angesichts der Tatsache, dass die Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden und des Sicherheitspersonals mit der Kamera sich bewegen - und sogar rennen - stellte das Axis-Team sicher, dass die Geräte in wechselnden Situationen klare Bilder liefern. Die Kamera nimmt Videos mit bis zu 1080p bei 30fps auf und verfügt über Funktionen wie die Wide Dynamic Range-Technologie (WDR). Sie stellt sicher, dass das Bild auch dann in hoher Qualität bleibt, wenn die Person, die die Kamera trägt, sehr schwierigen Lichtverhältnissen ausgesetzt ist. Da es in den meisten unserer Produkte enthalten ist, haben wir auch Software verwendet, die dazu beiträgt, jegliches Rauschen zu verringern und das Signal zu verbessern, denn letztendlich wird das Filmmaterial vor Gericht als Beweismittel dienen müssen. Für den Ton haben wir Doppelmikrofone verwendet, um die Qualität der Sprache zu verbessern und Geräusche zu reduzieren. Da die Beamten ihre Arbeit nicht unterbrechen können, um das Gerät aufzuladen, haben die Kameras eine Betriebszeit von etwa 12 Stunden Filmmaterial in voller HD-Auflösung und können so konfiguriert werden, dass sie bis zu 17 Stunden lang betriebsbereit sind - also länger als die durchschnittliche Dauer einer Schicht. Wir haben eine Komprimierungstechnologie, Axis Zipstream für die am Körper getragene Kameras, verwendet, um den Bedarf an Speicherplatz und Bandbreite zu reduzieren. Die Kameras verfügen außerdem über einen internen Speicher von 64 GB, was wiederum ausreicht, um eine ganze Schicht in voller HD-Auflösung aufzuzeichnen.“

Qualitätsversprechen auf dem Prüfstand - im Labor

Qualität ist seit jeher ein Hauptbestandteil der Axis-Philosophie - sei es im Produkt selbst oder in seiner Benutzerfreundlichkeit. Um die Standards für die am Körper getragenen Kameras aufrechtzuerhalten und die Anforderungen an die Benutzerfreundlichkeit zu erfüllen, stellte Axis die neuen Kameras im Labor auf die Probe und imitierte die potenziell rauen Bedingungen, denen die Kameras ausgesetzt sein werden, wie z. B. das hundertmalige Fallenlassen der Kameras, um Robustheit und Funktionalität zu gewährleisten. Die Kameras müssen auch Tests zur Wetterfestigkeit, Haltbarkeit der Knöpfe, Chemikalienbeständigkeit und vielen anderen Faktoren und Bedingungen bestehen, denen sie möglicherweise standhalten müssen.

Dies ist einer der Gründe, warum Axis seinen am Körper getragenen Kameras eine dreijährige Garantie gewährt, eine für diese Art von Kameras überdurchschnittlich lange Zeitspanne. Darüber hinaus können sich die Kunden auf ein breites Netzwerk von Partnern für erstklassigen Support verlassen.

Verschlüsselung und Wasserzeichen: Doppelte Sicherheit für Personen und Filmmaterial

So wie bei jedem Gerät im Portfolio des Unternehmens, hat Axis auch für diese Lösung ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet. Letztendlich könnte das Filmmaterial vor Gericht benötigt werden, um unvoreingenommene Beweise für einen Vorfall und die Handlungen aller beteiligten Parteien zu liefern.

„Alle Daten werden sowohl im Ruhezustand als auch bei der Übertragung mit AES256 und TLS verschlüsselt. Darüber hinaus können Videodaten mit spezifischen Integrationen vollständig End-to-End verschlüsselt werden“, erklärt Fredrik.

Die mobile App, die zur Lösung gehört, ermöglicht es den Benutzern, das Filmmaterial live zu überprüfen. Es erhält dann ein Wasserzeichen sowie eine Kamera- und Benutzer-ID. Darüber hinaus ist der Prozess der Übertragung des Videomaterials von der Kamera auf einen Server voll automatisiert. Das bedeutet, dass keine menschliche Interaktion erforderlich ist und daher während des Prozesses kein Videoausschnitt aus dem Filmmaterial herausgenommen werden kann. Darüber hinaus sind alle Kameras in einem „Home“-System registriert, das das einzige System ist, auf das sie Zugriff haben, um ihr Material zu übertragen.

Sie waren mit den Vorteilen der Kameras sehr zufrieden, da sie sich sicherer fühlten und wussten, dass sie sich im Falle eines Zwischenfalls jederzeit das Filmmaterial ihrer Schicht ansehen können.

All diese Sicherheitsmaßnahmen stellen sicher, dass nachgewiesen werden kann, das keine einzige Sequenz manipuliert wurde. Außerdem wird die Lösung so vor Cyber-Angriffen geschützt.

Mission erfüllt - wie die Kameras vor Ort funktionieren

Wenn es um (neue) Kameras und ihre Funktionen geht, ist es üblich, die Geräte vor Ort zu testen, um sicherzustellen, dass sie alle Anforderungen erfüllen. Axis hat eine große Anzahl von Versuchen durchgeführt, um das System zu testen und Funktionen zu ermitteln, die die am Körper getragenen Kameras unter realen Bedingungen zu einer wertvollen Ergänzung für die Benutzer machen würden. Beispielsweise wurden die Kameras in Flughäfen, bei privaten Sicherheitsfirmen und Strafverfolgungsbehörden getestet. Ein in Polen durchgeführtes Pilotprojekt war eine gute Möglichkeit, um zu zeigen, womit Axis in der Phase des Produktdesigns konfrontiert war, wie Rob Messer, Product Introduction Manager, veranschaulicht: „Die Ergebnisse dieser Pilotprojekte waren sehr interessant und manchmal ziemlich überraschend. In einem Versuch, den wir in Polen durchführten, statteten wir die örtliche Polizei mit einigen der am Körper getragenen Kameras aus. Sie waren mit den Vorteilen der Kameras sehr zufrieden, da sie sich sicherer fühlten und wussten, dass sie sich im Falle eines Zwischenfalls jederzeit das Filmmaterial ihrer Schicht ansehen können.“

Eine Architektur für zukünftige Investitionen

Axis wird weiterhin sein Fachwissen sowie das Feedback aus allen laufenden realen Anwendungsfällen nutzen, um Funktionen hinzuzufügen und die Lösung ständig zu optimieren. Mit ihrer offenen Architektur, die den Kunden die Möglichkeit bietet, die am Körper getragenen Kameras in bestehende VMS- und EMS-Software zu integrieren, zeichnet sich die Lösung sofort durch ihre Flexibilität, Kosteneffizienz und Zukunftssicherheit aus. Im Zuge der Marktentwicklung und in Anbetracht der Leistungsfähigkeit dieser Kameras, sehen wir Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Industriesektoren und Umgebungen. Diese Architektur wird Vorteile bei weiteren Integrationen und Anwendungen bringen.

Fredrik sagt abschließend: „Obwohl wir erst am Anfang unserer Reise in die Welt der am Körper getragenen Kameras stehen, wissen wir, dass in unserer Hardware viel Potenzial steckt, das wir nutzen können und werden. Wir planen bereits die nächsten Funktionen und Kombinationen mit den neuesten Videoanalyse-, Speicher- und Verwaltungslösungen, um Benutzer und Betreiber unabhängig von der Anwendung besser zu unterstützen.“

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Axis Communications, Andreas Reimann, PR and Social Media Specialist
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