Glossar: Netzwerkvideo

ActiveX
ActiveX ist ein Standard, über den Softwarekomponenten unabhängig von der jeweiligen Porgrammiersprache miteinander in Netzwerken agieren. Webbrowser arbeiten mit Steuerelementen, Dokumenten und Skripten von ActiveX zusammen. Meistens werden ActiveX-Steuerelemente automatisch heruntergeladen und installiert. 

AF (Autofocus)
Ein System, mit dem die Kamera automatisch auf einen gewählten Teil eines Objekts fokussiert. 

AGC
Automatic Gain Control (AGC) ist ein Steueralgorithmus, der automatisch die Verstärkung und den Versatz korrigiert, um ein ansprechendes und stabiles Bild zu erzeugen Die Stärke eines von einer Bildkamera eingehenden Signals kann sich schnell ändern, zum Beispiel im Fall einer hinter Wolken verschwindenden Sonne. Bei Wärmebildkameras würde diese Änderung durch ein auftretendes kaltes oder warmes Objekt ausgelöst. In letzterem Fall zum Beispiel durch einen LKW-Motor. Mit verschiedenen AGC-Techniken können sowohl schnelle als auch langsam auftretende Szeneänderung gesteuert werden. Die Helligkeit, der Kontrast und andere Qualitätskriterien werden somit optimiert.
AGC gibt auch vor, ob das Mapping des 14-Bit-Sensorausgangssignals auf das 8-Bit-Bild linear oder mittels Histogrammausgleich erfolgt. Der Histogrammausgleich verteilt die Eingangssignale um, was eine höhere Bildqualität zur Folge hat. Ein Beispiel: Ein großflächiger kühler Hintergrund und ein kleines, aber sehr warmes Objekt. Die lineare Umsetzung würde die Signalstärken zwischen Objekt und Hintergrund nicht nutzen. Der Histogrammausgleich sorgt dafür, dass die Signalstärken nur für den Hintergrund und das Objekt verwendet werden. (und nicht für die dazwischenliegenden Stärken).
In den Wärmebildkameras von Axis ist der dynamische Histogrammausgleich voreingestellt. Die Intensität das Ausgleichs wird hierbei von der Stärke des Eingangssignals bestimmt. Im Fall von signalschwachen Szenen ist die resultierende Kurve fast linear, während in kontrastreichen Szenen sehr viel Ausgleich erfolgt. Das bedeutet, dass die Kamera den Ausgleich wo immer möglich nutzbringend einsetzt, jedoch Szenen, in denen nur Geräusch auszugleichen wäre, nichts ausgleicht.

Winkel
Das auf das Standardobjektiv einer Standbildkamera mit 35-mm-Objektiv bezogene Sichtfeld, angegeben in Grad, also zum Beispiel 30°. In der Praxis ist es der Bereich, den ein Objektiv abdecken kann, wobei der Sichtwinkel durch die Brennweite des Objektivs vorgegeben ist. Die Brennweite von Weitwinkelobjektiven ist kleiner und der abgedeckte Sichtwinkel ist größer als der von Standard- und Teleobjektiven, deren Brennweite größer ist.

ARP (Address Resolution Protocol)
Ein Protokoll, das IP-Adressen mit MAC-Adressen (Hardwareadressen) verknüpft. Über das lokale Netzwerk wird eine Anfrage verschickt, mit der die MAC-Adresse für eine IP-Adresse ermittelt wird.

ARTPEC (Axis Real Time Picture Encoder)
Ein von Axis für die Bildkomprimierung entwickelter Chip. In Verbindung mit entsprechender Software unterstützt ARTPEC eine Vielzahl von Sensoren des Typs CCD und CMOS, besitzt integriert Schärfekorrektur, Rauschreduzierung und Weißabgleich, unterstützt parallele Streams in Motion-JPEG, MPEG-4 part 2, Bildraten bis zu 30 Bilder pro Sekunde für vier parallelen Videoquellen sowie Echtzeitkomprimierung bis zu 45 Megapixel pro Sekunde. 

ASIC (Application Specific Integrated Circuit)
Ein für eine bestimmte Anwendung entwickelter Schaltkreis, im Gegensatz zu allgemeinen Schaltkreisen, wie etwa Mikroprozessoren. 

Seitenverhältnis
Das Seitenverhältnis ist das Verhältnis der Breite eines Bildes zur Höhe eines Bildes. Das gängige Seitenverhältnis von TV-Bildschirmen und Computermonitoren ist 4:3. HDTV (High Definition Television) verwendet sein Seitenverhältnis von 16:9.

Autoiris (oder DC-Iris)
Diese Sonderform einer Blende wird elektronisch von der Kamera gesteuert, um die Menge des eintretenden Lichts vorzugeben.

AVI (Audio Video Interleave)
Ein Videoformat, das die gleichzeitige Wiedergabe von Audio und Video unterstützt. 

Bitmap
Eine Datei, die ein rechteckiges Pixelgitter darstellt. Sie definiert einen Wiedergaberaum und eine Farbe für jedes Pixel (Bit) des wiedergegebenen Bildes. Dieser Bildtyp wird als Rastergrafik bezeichnet. Beispielformate für Dateien mit Bitmaps sind GIF und JPEG. 

Da das Rasterverfahren der Bitmap statisch ist, lässt es sich nur schwer ohne Auflösungsverluste skalieren. Im Gegensatz dazu lässt sich eine Vektorgrafik, die auf geometrischen Formen aufbaut, leicht und verlustfrei skalieren. 

Bitrate
Die Bitrate (in kbit/s oder Mbit/s) beschreibt die Anzahl der pro Zeiteinheit verarbeiteten Bits. Sie wird oft als Geschwindigkeit bezeichnet, jedoch beschreibt die Größe die Menge pro Zeit und nicht die Strecke pro Zeit. 

Bluetooth
Bluetooth ist ein offener Standard zum Übertragen von Audio und Daten zwischen Mobilgeräten (PCs, Handheld-Computern, Telefonen und Druckern).

Bonjour
Auch als Netzwerkkommunikation mit Zero-Configuration bekannt, sucht Bonjour in IP-Netzwerken automatisch nach Computern, Geräten und Diensten. Über Bonjour ermitteln Geräte einander automatisch, ohne dass IP-Adressen eingegeben oder DNS-Server konfiguriert werden müssen. Bonjour wird von Apple Computer Inc. entwickelt.

BOOTP (Bootstrap Protocol)
Ein Protokoll, das automatisch ein Netzwerkgerät konfiguriert (eine IP-Adresse zuordnet).
Das weiter entwickelte Netzwerkverwaltungsprotokoll Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP) baut auf BOOTP auf.

Broadband
Eine Übertragungsmethode, bei der zwei oder mehr Signale den selben Träger nutzen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird mit Broadband die schnelle Datenübertragung bezeichnet.

CCD (Charged Coupled Device)
Dieses lichtempfindliche Bildgerät wird in vielen digitalen Kameras verwendet. Es ist ein großer Schaltkreis mit hunderttausenden lichtempfindlicher Elementen (Pixeln), die Lichtenergie in elektronische Signale umsetzen. Die Größe wird diagonal gemessen und kann 1/4, 1/3, 1/2 or 2/3 Zoll betragen. Mehr erfahren: CCD und CMOS im Vergleich

CGI (Common Gateway Interface)
Ein Festlegung zur Kommunikation zwischen einem Webserver und anderen (CGI-)Programmen. Beispiel: Eine HTML-Seite enthält ein Formular, das ein CGI-Programm zum Verarbeiten von eingegebenen Daten verwendet.

CIF (Common Intermediate Format)
CIF bezieht sich auf die analogen Videoauflösungen 352 x 288 Pixel (PAL) und 352 x 240 Pixel (NTSC). Siehe auch: Auflösung

Client/Server
Beschreibt das Verhältnis zweier Computerprogramme zueinander: Ein Programm, der Client, stellt eine Anfrage an einen anderen Computer, den Server, der die Anfrage bearbeitet. In der Regel nutzen mehrere Clients gemeinsam die Dienste eines Serverprogramms. Ein Browser ist ein Client-Programm, das die Dienste eines Webservers (das Übertragen von Webseiten oder Dateien) anfordert.

CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor)
CMOS ist ein weitverbreiteter Halbleitertyp, der positive und negative Schaltkreise verwendet. Da zu einer gegebenen Zeit jeweils nur Schaltkreistyp aktiv sein kann, Benötigen CMOS-Chips weniger Leistung als Chips mit nur einem Transistortyp. CMOS-Bildsensoren können auf dem selben Chip auch Verarbeitungsschaltkreise enthalten. Die zudem nur mit weitaus höheren Kosten herzustellenden CCD-Sensoren können dies nicht. Mehr erfahren: CCD und CMOS im Vergleich

Koaxialkabel
Das Standardkabel zum Übertragen von analogen Signalen in Videoüberwachungsanlagen. Koaxialkabel werden auch von Kabelnetzbetreibern verwendet, um in Wohngebäuden Kabelfernsehen bereitzustellen.

Codec
Im fachsprachlichen Gebrauch in der Regel ein Encoder oder Decoder. Codecs werden in integrierten Schaltkreisen oder Chips verwendet, die analoge Video- und Audiosignale zur Übertragung in ein digitales Format umwandeln. Codecs wandeln auch empfangene digitale Signale in analoge Signale um. Codecs wandeln analog-zu-digital und digital-zu-analog auf dem selben Chip um. 

Auch die Prozesse Komprimierung und Dekomprimierung werden als Codec bezeichnet. In diesem Sinne bezeichnet der Begriff einen Algorithmus oder ein Computerprogramm zum Verkleinern großer Dateien oder Programme.

Kompositvideo
Ein Videosignaltyp, bei dem die Signale Rot, Grün und Blau (und gelegentlich auch Audiosignale) gemischt werden.

Komprimierung
Siehe Bildkomprimierung.

Kontrast
Definiert das Maß des Unterschieds zwischen den hellsten und dunkelsten Stellen eines Bildes oder eines Videostreams.

Steuereinheit
Steuert in Videoüberwachungsanlagen mit mehr als einer Kamera die Videosignale an Aufzeichnungsgeräte oder Monitore. Es gibt drei Grundtypen von Videosteuergeräten: Multiplexer, Switch und Quad.

Autoiris (oder DC-Iris)
Diese Sonderform einer Blende wird elektronisch von der Kamera gesteuert, um die Menge des eintretenden Lichts vorzugeben.

Decoder
Siehe Videodecoder. 

Entflechten
Siehe Zeilensprungverfahren.

Erfassungsbereich
Eine der Hauptaufgaben von Wärmebildkameras ist das Erfassen von Eindringlingen über große Entfernungen. Axis verwendet zum Definieren des Erfassungsbereichs – der Entfernung, ab der eine Kamera ein Objekt perfekt erfassen kann – Johnsons Kriterien
Erfassungsbereich gemäß Johnsons Kriterien
Die zum Erfassen erforderliche Auflösung wird in Pixel angegeben und gemäß Johnsons Kriterien definiert. John Johnson, ein US-Militärwissenschaftler, entwickelte in den 1950er Jahren dieses Verfahren zur Vorhersage der Leistung von Sensorsystemen. Bei dem Objekt kann es sich um eine Person – in der Regel mit einer definierten kritischen Breite von 0,75 m – oder um ein Fahrzeug – in der Regel mit einer definierten kritischen Länge von 2,3 m – handeln. Johnson ermittelte die Fähigkeit von Beobachtern, maßstabgetreue Modelle unter verschiedene Bedingungen zu identifizieren und entwickelte daraus Kriterien für die erforderliche Mindestauflösung. Diese Kriterien sagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % aus, dass ein Beobachter ein Objekt auf dem vorgegebenen Niveau erkennen kann. Laut Johnsons Kriterien muss für Wärmesensoren der Temperaturunterschied zwischen Objekt und Hintergrund mindestens 2 °C betragen. Die für Netzwerk-Wärmebildkameras von Axis verwendeten Niveaus von Johnsons Kriterien sind folgende:

  • Mindestens 1,5 Pixel für die Erfassung (ein Beobachter nimmt ein Objekt als existent wahr).
  • Mindestens 6 Pixel für die Erkennung (ein Beobachter kann ein Objekt unterscheiden, wie etwa eine Person vor einem Zaun).
  • Mindestens 12 Pixel für die Identifizierung (ein Beobachter kann ein Objekt und Objekteigenschaften unterscheiden, wie etwa eine Person mit einer Brechstange in der Hand).

Johnson entwickelte seine Kriterien unter der Annahme, dass visuelle Informationen von einem menschlichen Beobachter verarbeitet werden. Werden die Informationen jedoch von einem Anwendungsalgorithmus verarbeitet, müssen für einen zuverlässigen Betrieb spezifische Vorgaben zur Anzahl der erforderlichen Pixel erstellt werden. Alle Softwarealgorithmen der Videoanalyse müssen mit einer gewissen Anzahl von Pixeln arbeiten. Die genaue Zahl kann jedoch von Fall zu Fall verschieden sein. Selbst wenn ein menschlicher Beobachter bei gegebener Entfernung bereits in der Lage ist, ein Objekt zu erfassen, benötigt ein Anwendungsalgorithmus eine größer Anzahl an Pixeln, um verlässlich arbeiten zu können.

DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)
Netzwerkadministratoren nutzen DHCP, um Netzwerkgeräten zentralisiert und automatisiert IP-Adressen zuzuweisen. 

DHCP verwendet ein Leasing-Konzept. Dabei ist eine IP-Adresse für eine vorgegebene Zeit für einen Computer gültig. Die Leasingdauer kann je nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer einer Netzwerkverbindung durch einen Benutzer an einem bestimmten Netzwerkort verschieden sein. 

DHCP unterstützt auch statische Adressen für zum Beispiel Computer, die als Webserver agieren und eine permanente IP-Adresse benötigen.

DNS (Domain Name System)
DNS ermittelt und übersetzt Internet-Domainnamen in IP (Internet Protocol)-Adressen. Ein Domainname ist ein aussagekräftiger und einprägsamer Name für eine Internetadresse. Beispiel: Der Domainname www.example.com ist einprägsamer als 192.0.34.166. Die Zuordnungstabellen werden in Domainnamen-Servern geführt.

Domainserver
Domains werden auch von Organisationen genutzt, die ihre (Windows-) Computer zentral verwalten möchten. Jeder Nutzer in einer Domain besitzt ein Konto, das in der Regel – Einschränkungen vorbehalten – Zugriff auf jeden Computer in der Domain ermöglicht. Der Domainserver ist der Server im Netzwerk, der die Benutzer des Netzwerks authentifiziert. 

Duplex
Siehe Vollduplex

Elektromagnetisches Spektrum
Das nicht vom menschlichen Augen erfassbare Spektrum außerhalb des sichtbaren Lichts wie Infrarotstrahlung (IR) und ultraviolette Strahlung (UV). Sichtbildkameras sind in der Lage, einen Teil des nahen Infrarotlichts (NIR) im Bereich zwischen 700 Nanometern und etwa 1000 Nanometern zu erfassen. Wenn dieses Licht nicht herausgefiltert wird, kann es die Farbwiedergabe beeinträchtigen. Deshalb sind Sichtbildkameras mit einem Filter versehen – einem zwischen das Objektiv und den Bildsensor gesetztes Glas. Dieses Element wird gemeinhin als Infrarot-Sperrfilter bezeichnet. Es filtert nahes IR-Licht und ermöglicht eine dem menschlichen Auge entsprechende Farbwahrnehmung.

Der IR-Filter kann weggeschwenkt werden, um bei schwachem Licht oder Dunkelheit die Bildqualität zu verbessern. Somit kann die Kamera das nahe Infrarotlicht nutzen, um Schwarzweißbilder in hoher Qualität zu liefern. Kameras mit der Fähigkeit, das nahe Infrarotlicht zu nutzen, werden vom Markt oftmals als Tag/Nacht-Kameras oder IR-empfindliche Kameras bezeichnet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese Kameras Wärmebilder liefern. Für echte Infrarotbilder sind Infrarotkameras erforderlich, die langwellige Infrarotstrahlung erfassen, die sowohl von belebten als auch unbelebten Objekten abgegeben wird. Auf Infrarotbildern heben sich wärmere Objekte (wie etwa Personen oder Tiere) vom in der Regel kühleren Hintergrund ab. Echte Infrarotkameras werden als Wärmebildkameras bezeichnet.

Wie alle anderen Kameras auch, erfassen Wärmebildkameras-oder Temperaturalarm-Kameras elektromagnetische Strahlung, die in ein Bild umgewandelt wird. Während konventionelle Kameras jedoch sichtbares Licht mit einer Wellenlänge zwischen etwa 400 und 700 Nanometern (0,4 bis 0,7 μm) erfassen, sind Wärmebildkameras auf Strahlung mit größerer Wellenlänge ausgelegt. Wärmebildkameras arbeiten in der Regel entweder im Infrarotbereich mittlerer Wellenlänge (MWIR) von ca. 3 bis 5 µm oder im langwelligen Infrarotbereich (LWIR) von ca. 8 bis 14 µm.

Die ungekühlten, von Axis verwendeten Mikrobolometersensoren (wie auch fast alle anderen Mikrobolometersensoren) arbeiten im LWIR-Spektralbereich, der in der Regel als zwischen 8 bis 14 µm liegend definiert wird. Dies ist auch der Wellenbereich, in dem nach dem Planckschen Strahlungsgesetz das Abgabemaximum lebender Objekte (also auch Menschen) liegt. Aus diesem Grund sind Wärmebildkameras beim Erfassen von Personen so leistungsstark.

Emissionsgrad
Alle Objekte mit einer Temperatur oberhalb des absoluten Nullpunkts (0° Kelvin oder -273 °C) geben Infrarotstrahlung ab. Selbst kalte Objekte, wie etwa Eis, geben Infrarotstrahlung ab, sofern ihre Temperatur oberhalb von -273 °C liegt. Je wärmer ein Gegenstand ist, desto mehr Wärmestrahlung gibt er ab. Je größer der Temperaturunterschied zwischen einem Gegenstand und seiner Umgebung ist, desto klarer wird das resultierende Wärmebild. Der Kontrast eines Wärmebildes hängt jedoch nicht nur vom Temperaturunterschied ab, sondern auch vom Emissionsgrad des Gegenstands.

Der Emissionsgrad (ɛ) ist ein Maß für die Fähigkeit eines Materials, Wärmestrahlung abzugeben oder zu absorbieren. Der Emissionsgrad hängt sehr stark von den Materialeigenschaften wie etwa der Wärmeleitfähigkeit ab. Sämtliche von einer Oberfläche absorbierte Strahlung muss letztendlich von dieser Oberfläche auch wieder abgegeben werden. Der Emissionsgrad wird als ein Wert zwischen 0 und 1 dargestellt. Ein idealer Schwarzer Körper absorbiert sämtliche auftreffende Strahlung. Er hat einen Emissionsgrad von ɛ = 1. Die meisten Materialien, wie etwa Holz, Beton, Stein, die menschliche Haut und Pflanzen, besitzen im LWIR-Spektralbereich einen hohen Emissionsgrad (ɛ = 0,9 oder mehr). Im Gegensatz dazu weisen die meisten Metalle einen niedrigen (ɛ= 0,6 oder kleiner) Emissionsgrad auf. Dies hängt von der jeweiligen Oberflächenbeschaffenheit ab (je reflektierender, desto kleiner der Emissionsgrad)

Nicht von einem Material absorbierte Wärmestrahlung wird reflektiert. Je energiereicher die reflektierte Strahlung ist, desto größer ist das Risiko, Messergebnisse falsch zu interpretieren. Um Messfehler zu minimieren, muss der Messwinkel der Kamera so gewählt werden, dass so wenig Reflexion wie möglich erfasst wird. Wenn sich ein Material im Bereich des sichtbaren Lichts wie ein Spiegel verhält, so ist dies in der Regel auch im LWIR-Bereich der Fall. Das Überwachen von reflektierenden Objekten kann sich schwierig gestalten, da das überwachte Objekt auch die Strahlung weiterer Objekte reflektieren kann. In der Regel funktionieren die Temperaturalarme von Axis am besten bei Objekten mit hohem Emissionsgrad (ɛ über 0,9), doch wenn die Messanordnung sorgfältig eingerichtet wird, können auch Objekte mit geringerem Emissionsgrad (ɛ über 0,5) überwacht werden.

Zu berücksichtigen ist das Risiko von Fehlalarmen, wenn zum Beispiel eine Alarmzone um einen Eingang oder eine Glastür herum eingerichtet wird und Passanten darin gespiegelt werden. Diese Reflektion reicht bereits aus, einen Alarm auszulösen. Ähnliche Probleme kann reflektierendes Wasser, wie etwa eine Pfütze, hervorrufen.

Encoder
Siehe Videoencoder.

Ethernet
Ethernet ist die am weitesten verbreitete Technologie für lokale Netzwerke (LAN). Für Ethernet-LAN werden typischerweise verdrillte Doppelkabel verwendet. Die gängigsten Ethernetsystem sind 10BASE-T und 100BASE-T10, die Übertragungsraten von jeweils 10 MB/s und 100 MB/s ermöglichen. Mehr erfahren: IP-Netzwerke

ETRAX (Ethernet Token Ring AXIS)
Der ETRAX-Chip ist die Grundlage der Technologie und das zentrale Element fast aller Produkte von Axis. Es ist ein auf Linux basierender Mehrzweck-Chip mit integrierten Netzwerkfunktionen für Ethernet und äußerst flexiblen E/A-Optionen. 

Belichtungszone
Um die Leistung einer Wärmebildkamera zu optimieren, muss die Belichtungszone unbedingt genau auf die Szene abgestimmt eingerichtet werden. Es ist von Nachteil, das Histogramm auf Grundlage der gesamten Szene berechnen zu lassen, wenn nur ein Szeneausschnitt von Interesse ist. Es besteht hierbei das Risiko, dass Farbstufen bedeutungslosen Objekten zugeordnet werden. Deshalb muss die Belichtungszone dem ausgewählten Bereich, dem Szeneausschnitt von Interesse, entsprechen. Die Kamera optimiert nur den ausgewählten Bereich der Szene und ignoriert die anderen Teile, selbst auf die Gefahr hin, dass diese nicht mehr wiedergegeben werden. Dies ist ein unbedingt zu beachtender Punkt, der die Leistung der Kamera deutlich verbessern kann, selbst wenn das Gesamtbild bereits befriedigend ist.

Werkseinstellungen
Die im Werk vor Auslieferung vorgenommen Standardvoreinstellungen. Falls ein Gerät auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden muss, bedeutet das bei vielen Modellen, dass dabei die vom Benutzer vorgenommenen Einstellungen verloren gehen. 

Firewall
Eine Firewall ist eine Sicherungsbarriere zwischen Netzwerken, zum Beispiel zwischen einem lokalen Netzwerk und dem Internet. Die Firewall gewährleistet, dass nur autorisierte Benutzer von einem Netzwerk aus auf das andere Netzwerk zugreifen können. Bei der Firewall kann es sich um eine aufgeführte Software oder um separate Hardware handeln. 

Feste Blende
In Innenbereichen mit konstanten Lichtverhältnissen können Objektive verwendet werden, deren Blende fest eingestellt ist. Die Blende einer festen Blende kann nicht verändert werden. Sie ist auf eine feste Blendenzahl eingestellt. Die Kamera kann veränderte Lichtverhältnisse jedoch durch Anpassung der Belichtungszeit oder der Verstärkung ausgleichen.

Brennweite
Die in Millimetern gemessene Brennweite bestimmt die Breite des in Winkelgrad gemessenen horizontalen Sichtfelds des Kameraobjektivs.

FTP (File Transfer Protocol)
FTP ist ein Anwendungsprotokoll, das TCP/IP-Protokolle zum Übertragen von Dateien zwischen Computern/Geräten in Netzwerken verwendet. 

Bild
Ein Bild ist ein vollständiges Videobild. Im Zeilensprungverfahren 2:1 der Formate
RS-170 und CCIR besteht ein Bild aus zwei separaten Feldern mit 262,5 oder 312,5 Zeilen, die bei einer Frequenz von 60 oder 50 Hz ein komplettes Bild ergeben, das dann mit 30 oder 25 Hz wiedergegeben wird. Videokameras mit progressiver Abtastung tasten Bilder Zeile für Zeile und nicht im Zeilensprungverfahren ab. Die meisten dieser Kameras geben die Bilder gleichfalls mit 30 oder 25 Hz wieder.

Bildrate
Die Bildrate beschreibt die Frequenz, mit der Videostreams aktualisiert werden. Sie wird in Bildern pro Sekunde angegeben. Eine höhere Bildrate ist für Videos, die Bewegungsabläufe enthalten von Vorteil, da die Bildqualität hierbei durchgängig erhalten bleibt. Mehr erfahren: Steuerung der Bildrate

Vollduplex
Datenübertragung in zwei Richtungen gleichzeitig. In einem Audiosystem würde dies zum Beispiel auf ein Telefon zutreffen. Halbduplex ermöglicht ebenfalls Kommunikation in zwei Richtungen, jedoch nicht gleichzeitig. Ein Beispiel hierfür sind Funkgeräte. Siehe auch Simplex. Mehr erfahren: Audio

Verstärkung
Verstärkung bezeichnet den Faktor, mit dem analoge Verstärker Signale verstärken. Verstärkungsfaktoren werden in der Regel als Leistungsangabe ausgedrückt. Die Verhältniszahl Dezibel (dB) ist der am häufigsten verwendete Begriff, um die Verstärkungsleistung eines Verstärkers zu beschreiben. 

Gateway
Ein Gateway ist ein Netzwerkpunkt, der Zugang zu einem anderen Netzwerk bietet. In Unternehmensnetzwerken dient zum Beispiel ein Gatewaycomputer oftmals auch als Proxyserver und als Firewallserver. Gateways sind oft mit Routern und Switches verbunden. Router geben das Ziel eines im Gateway ankommenden Datenpakets vor, Switches stellen den tatsächlichen Pfad für ein ankommendes oder abgehendes Datenpaket bereit.

GIF (Graphics Interchange Format)
GIF ist eines der auf Webseiten häufig verwendeten Dateiformate für Bilder. Das Format liegt in zwei Versionen vor: 87a and 89a. Die Version 89a unterstützt Animationen, kurze Bildsequenzen innerhalb einer einzigen GIF-Datei. Das Format GIF89a kann auch für die Interlaced-Wiedergabe angegeben werden.

GOV (Group of VOPs)
Eine VOP-Gruppe ist die Basiseinheit eines Videostreams im Format H.264. Die GOV enthält VOPs verschiedenen Typs (I-VOPs, P-VOPs und andre) und unterschiedlicher Anzahl, die von der Länge und dem Aufbau der GOV vorgegeben werden. Siehe auch VOP.

GOV-Länge
Die GOV-Länge bestimmt die Anzahl der Bilder (VOPs) in der GOV-Struktur. Siehe auch GOV und VOP.

GOV-Struktur
Die GOV_Struktur beschreibt die Zusammensetzung eines H.264-Videostream in Bezug auf die Bildart (I-VOPs oder P-VOPs) in die Reihenfolge im Stream. Siehe auch GOV und VOP.

H.264
Der Komprimierungsstandard der neuen Generation für digitales Video. Auch unter dem Namen MPEG-4 Part 10 bekannt. H.264 bietet bei gleicher Bitrate und Bandbreite eine höhere Videoauflösung als Motion JPEG oder MPEG-4, oder Videos gleicher Qualität bei kleinerer Bitrate. 

Halbduplex
Siehe Vollduplex. 

HDTV (High-Definition TeleVision)
Die Auflösung von HDTV ist bis zu viermal höher als die von herkömmlichem analogen TV. HDTV bietet eine bessere Farbtreue und das Seitenverhältnis 16:9. Die zwei wichtigsten HDTV-Standards sind zurzeit die von der Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE) definierten Standards SMPTE 296M und SMPTE 274M. Mehr erfahren: HDTV

HTML (Hypertext Markup Language)
HTML is der Zeichensatz von Markup-Symbolen oder Codes, der in Dateien zur Wiedergabe in Webbrowsern verwendet wird. Die Markup-Sprache gibt dem Browser die Darstellung von Texten und Bildern vor.

HTTP (Hypertext Transfer Protocol)
HTTP ist ein Regelprotokoll zum Übertragen von Dateien (Texte, Bilder, Audio und Video) im Internet. Das HTTP-Protokoll wird auf der TCP/IP-Protokollsuite ausgeführt.

HTTPS (Hypertext Transfer Protocol over SSL)
HTTPS ist ein von Browsern verwendetes Webprotokoll, das Seitenanforderungen und die vom Server bereitgestellten Seiten ver- und entschlüsselt. 

Der verschlüsselte Austausch von Informationen wird durch ein (von einer Zertifizierungsstelle ausgegebenes) HTTPS-Zertifikat geregelt, das die Authentizität des Servers gewährleistet.

Insbesondere und uneingeschränkt enthalten einige Produkte von Axis Software, die vom OpenSSL Project zur Verwendung im OpenSSL Toolkit (http://www.openssl.org/) entwickelt wurde, sowie kryptografische Software, die von Eric Young (eay@cryptsoft.com) geschrieben wurde.

Netzwerkknoten
Ein Netzwerkknoten verbindet die an das Netzwerk angeschlossenen Geräte miteinander. Ein Netzwerkknoten kann Daten von und zu allen angeschlossenen Geräten übertragen, ein Switch hingegen nur Daten an das vorgegebene Gerät.

IEEE 802.11
Eine Gruppe von Standards für drahtloses LAN. Der Standard 802.11 unterstützt auf dem 2,4 GHz-Band Übertragungsraten von 1 oder 2 MBit/s. IEEE 802.11b unterstützt auf dem 2,4 GHZ-Band Raten von bis zu 11 MBit/s und IEEE 802.11g auf dem 5 GHz-Band Raten bis zu 54 MBit/s.

Insbesondere und uneingeschränkt enthalten einige Produkte von Axis Software, die vom OpenSSL Project zur Verwendung im OpenSSL Toolkit (http://www.openssl.org/) entwickelt wurde, sowie kryptografische Software, die von Eric Young (eay@cryptsoft.com) geschrieben wurde.

Bildkomprimierung
Die Bildkomprimierung verringert die Dateigröße (angegeben in Byte) eines Bildes. Die beiden meistverwendeten Komprimierungsformate sind JPEG und GIF. Siehe auch MPEG und Motion JPEG. Mehr erfahren: Komprimierungsstandards

Zeilensprungverfahren
Beim Zeilensprungverfahren (Interlacing) werden pro Sekunde 50 aus ungerade und gerade nummerierten Zeilen bestehende Halbbilder erstellt, die dann zu Bild zusammengesetzt werden. Das Zeilensprungverfahren wurde bereits vor Jahrzehnten für die analoge Bildübertragung entwickelt und ist auch heute noch weitverbreitet. Die Darstellung von Bewegungsabläufen in Standardfernsehbildern ist gut, die Bilder sind jedoch immer bis zu einem gewissen Grad verzerrt.

Bevor im Zeilensprungverfahren erzeugtes Video auf einem Computermonitor dargestellt werden kann, muss es erst entflochten werden (de-interlaced) werden, um Video in progressiver Bilddarstellung, also vollständige und aufeinanderfolgende Bilder mit einer Rate von 25 Bildern pro Sekunde, herzustellen. Siehe auch Progressive Abtastung. Mehr erfahren: Progressive Abtastung und Zeilensprungverfahren im Vergleich

IP (Internetprotokoll)
Das Internetprotokoll ist ein Verfahren zum Übertragen von Daten in Netzwerken. Die zu versendenden Daten werden dabei in voneinander unabhängige Einzelpakete aufgeteilt. Jeder Computer (oder Host) im Internet besitzt zumindest eine eindeutige Adresse. Jedes Datenpaket enthält sowohl diese Adresse des Absenders als auch die des Empfängers. 

Das Internetprotokoll sorgt dafür, dass die Datenpakete an die vorgegebenen Adressen gelangen. Das IP ein verbindungsloses Protokoll. Es besteht keine Verbindung zwischen den Endpunkten der Kommunikation. Die Datenpakete können auf verschiedenen Wegen ihr Ziel erreichen und müssen auch nicht in der ursprünglichen Reihenfolge dort eintreffen. 

Nach ihrer Ankunft an der richtigen Adresse stellt ein anderes Protokoll – das Transmission Control Protocol (TCP) – wieder die richtige Reihenfolge her. Siehe auch TCP.

IP-Adresse
Eine IP-Adresse ist eine Adresse in einem IP-Netzwerk, die von einem Computer/Gerät dieses Netzwerks verwendet wird. Die angeschlossenen Computer/Geräte können sich über die IP-Adresse ermitteln und einander Daten übertragen. 

Jede IP-Adresse in einem Netzwerk muss eindeutig sein, um Konflikte zu vermeiden. IP-Adressen werden vom DHCP entweder fest (statisch) – und somit unveränderlich – oder dynamisch (und automatisch) zugeordnet. 

IP-Adressen bestehen aus vier Zifferngruppen, die durch Punkte getrennt sind. Ein Beispiel: 130.5.5.25. Jede dieser Gruppen erfüllt eine andere Aufgabe. Einige stehen für die Netzwerkadresse und andere für die Geräteadresse im Netzwerk. Siehe auch IP (Internetprotokoll).

IP-Kamera
Die Begriffe IP-Kamera, Netzwerkkamera und Internetkamera beschreiben den selben Sachverhalt, eine Kamera und einen Computer in einer Einheit. Diese Einheit ist unabhängig und benötigt lediglich eine Netzwerkverbindung. Mehr erfahren: Was ist eine Netzwerkkamera?

Infrarot (IR)
Die Wellenlänge der Infrarotstrahlung ist länger als die des sichtbaren Lichts. Es wird deshalb vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen. Infrarotstrahlung kann als Wärme erfasst und entsprechend von einer digitalen Kamera wahrgenommen und wiedergegeben werden. Dabei werden wärmere Objekte heller dargestellt als die kältere Umgebung (wie etwa ein menschlicher Körper vor einem kälteren Hintergrund). 

Da Farbbildkameras sowohl Infrarotlicht als auch sichtbares Licht verarbeiten, muss ein Infrarot-Sperrfilter vorgesetzt werden. Die Farbwiedergabe würde ansonsten für das menschliche Auge verfälscht Bei schwachem Licht oder nachts kann der Filter entfernt werden, damit die Infrarotstrahlung die bildgebenden Sensoren erreichen kann. 

Für die nächtliche Überwachung können Infrarotstrahler für Beleuchtung sorgen, ohne dabei sichtbares Licht zu erzeugen. 

Eingang/Ausgang (E/A)
Digitale E/As (etwa einer Netzwerkkamera) werden verwendet, um Verbindungen zu Geräten herzustellen, deren Schaltkreis den Zustand Offen und Geschlossen einnehmen kann. 

So kann zum Beispiel ein Türschalter als Eingangsgerät das Hochladen von Videobildern oder das Versenden einer Benachrichtigung auslösen.
Ein Ausgangsgerät, wie etwa eine Sirene, kann durch eine Bewegungserkennung ausgelöst werden.

Integrationszeit
Das Sensorpixel eines ungekühlten Mikrobolometer erfasst Widerstandsänderungen. Eine Widerstandsänderung bewirkt eine Änderung der Stromstärke. Eine Ausleseschaltung mit einem Transimpedanzverstärker kann Widerstandsänderungen als Spannungsänderungen darstellen. Die Stromstärkenänderung wird integriert und nach einer gewissen Integrationszeit steht die entsprechende Signalspannungsänderung als Ausgang zur Verfügung. Die Integrationszeit des Sensors hängt von der Aktualisierungsrate (Bildrate) und der Pixelanzahl ab. Die Pixel einer Reihe oder Spalte werden gleichzeitig ausgelesen. (Ob es sich dabei um Reihen oder Spalten handelt, geben der Aufbau des Sensors und der Ausleseschaltung vor.) Aus diesem Grund muss die Integrationszeit eines Mikrobolometersensors kürzer sein als das Verhältnis von Bildrate zu Reihen/Spaltenzahl.

ISMA (Internet Streaming Media Alliance)
ISMA ist ein Standard, der im Netzwerk beim Übertragen von MPEG-4 die Zusammenarbeitsfähigkeit zwischen verschiedenen Clients und Servern verbessert. Siehe: www.isma.tv

I-VOP
Siehe VOP.

JPEG (Joint Photographic Experts Group)
Wie das Dateiformat GIF, ein im Internet häufig verwendetes Format für Bilddateien. Ein Bild im Format JPG ist eine Bitmap, als Dateinamenerweiterung wird üblicherweise .jpg oder .jpeg. verwendet. Beim Erstellen einer Datei dieses Formats kann der Grad der Komprimierung gewählt werden. Dateien mit der geringsten Komprimierung (das heißt der höchsten Qualität) sind am größten. Der jeweils zu schließende Kompromiss ist also der zwischen Bildqualität und Dateigröße. 

kBit/s (Kilobit pro Sekunde)
Eine Maßeinheit der Datenübertragungsrate, also der Anzahl Bits, die pro Zeiteinheit einen gegebenen Punkt passieren. Siehe auch Bitrate.

LAN (Local Area Network)
Ein LAN besteht aus einer Gruppe von Computern/Geräten, die in einem begrenzten Gebiet gemeinsam Ressourcen nutzen.

Objektiv
Das Objektiv (oder die Objektivbaugruppe) hat verschiedene Aufgaben. Dazu zählen:

  • Das Sichtfeld definieren, also wieviel einer Szene mit welcher Detailgenauigkeit erfasst wird.
  • Die Lichtmenge steuern, die durch das Objektiv den Bildsensor erreicht, damit das Bild angemessen belichtet wird.

Scharfstellen durch entweder Einstellen der Elemente innerhalb der Objektivbaugruppe zueinander, oder durch Ändern des Abstands zwischen Objektivbaugruppe und Bildsensor.

Athermalisierte Linsen
Diverse Materialeigenschaften eines Kamerasystems werden durch die Umgebungstemperatur beeinflusst. Deshalb bewirken Temperaturänderungen Fokusänderungen. Genauer gesagt kann das optische System durch Temperaturänderungen den Fokus verlieren. Sicherheitskameras werden an ihren Einsatzorten oftmals großen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Deshalb darf das optische System auf Temperaturänderungen nicht empfindlich reagieren. Dies ist insbesondere im Infrarotbereich kritisch. Passiv athermalisierte optische Systeme sind deshalb im Sicherheitsbereich für Wärmebildkameras eine absolute Voraussetzung. Ein Beispiel für passive Athermalisierung ist die Abstimmung des Linsenmaterials auf das Gehäusematerial. Je nach der Komplexität des optischen Systems gibt es weitere Möglichkeiten der passiven Athermalisierung.

Lichtempfindlichkeit
Siehe Mindestbeleuchtung. 

Linux
Linux ist ein Open-Source-Betriebssystem der Unix-Familie. Es ist robust und frei verfügbar. Deshalb ist es in der Open-Source-Gemeinde und bei Entwicklern kommerzieller Anwendungen beliebt.

Lux
Die Einheit der Beleuchtungsstärke.

MAC-Adresse (Media Access Control address)
Eine MAC-Adresse identifiziert ein Netzwerkgerät, genauer gesagt dessen Schnittstelle zum Netzwerk, eindeutig. So besitzt zum Beispiel die Netzwerkkarte eines Computers eine eigene MAC-Adresse. 

Manuelle Blende
Im Gegensatz zur automatischen Blende muss diese Blende von Hand eingestellt werden, um die Menge des den Bildsensor erreichenden Lichts zu steuern.

MBit/s (Megabits pro Sekunde)
Eine Maßeinheit der Datenübertragungsrate, also der Anzahl Bits, die pro Zeiteinheit einen gegebenen Punkt passieren. Siehe auch Bitrate. Umgangssprachlich auch als die „Geschwindigkeit” einer Netzwerkverbindung bezeichnet. Die Datenübertragungsraten in LANs liegt zwischen etwa 10 bis 100 MBit/s. Siehe auch Bitrate.

Mikrobolometer
Es gibt verschiedene Arten von Mikrobolometern. Die beiden gängigsten sind VOx und a-Si. In ihrer Wärmebildgebung sind sie gleichwertig. Jeder Mikrobolometer repräsentiert ein Pixel.

Mindestbeleuchtung
Die von der Kamera benötigte Mindestlichtmenge zum Erzeugen eines verwertbaren Bildes. Die Mindestbeleuchtung wird in der Einheit Lux, dem Maß für die Beleuchtungsstärke, angegeben. Allgemein steigt die Qualität eines Bildes mit der in einer Szene gegebenen Lichtmenge (ausgenommen Überbelichtung). Bei zu wenig Licht entstehen Bilder mit Rauschen oder dunkle Bilder. Die für Bilder guter Qualität erforderliche Lichtmenge hängt von der Kamera und ihrer Lichtempfindlichkeit ab.  

Monitor
Ein Monitor ähnelt einem Standardfernsehgerät, er besitzt jedoch nicht die Fähigkeit, normale TV-Signale zu verarbeiten.

Motion JPEG
Motion JPEG ist ein einfaches Verfahren zum Komprimieren und Dekomprimieren von Netzwerkvideo. Die Verzögerung ist gering und die Bildqualität, unabhängig von Bewegungsabläufen in der Szene oder der Komplexität des Bildes, gesichert. Die Bildqualität wird über den Grad der Komprimierung gesteuert, die wiederum die Dateigröße und somit die Bitrate beeinflusst.
Aus Motion JPEG-Videostreams lassen sich unkompliziert qualitativ hochwertige Bilder extrahieren. Siehe auch JPEG und GIF. Mehr erfahren: Komprimierungsstandards

Megapixel
Siehe Pixel.

MPEG (Moving Picture Experts Group)
Die Moving Picture Experts Group entwickelt Standards für digitales Video und Audiokomprimierung. Sie agiert unter der Schirmherrschaft der International Organization for Standardization (ISO). Die MPEG-Standards bilden eine sich entwickelnde Serie, der in der jeder Stufe ein bestimmter Zweck zugeordnet ist. Mehr erfahren: Komprimierungsstandards

MPEG-2
Als MPEG-2 wird eine Gruppe von Kodierstandards für Audio und Video bezeichnet, mit denen Audio- und Videosignale zur Übertragung, einschließlich digitaler Satellitenübertragung und Kabelfernsehen, kodiert werden. Eine modifizierte Form von MPEG-2 ist das Kodierformat für handelsübliche kommerzielle DVD-Filme. Mehr erfahren: Komprimierungsstandards

MPEG-4
MPEG-4 ist eine Gruppe von Kodierstandards für Audio, Video und verwandte Technologien. Der Standard MPEG-4 wird in der Hauptsache für Medienstreaming im Internet, CDs, Kommunikation (Videotelefonie), und Fernsehübertragungen verwendet.
Das Umsetzen der meisten Funktionsmerkmale von MPEG-4 ist den jeweiligen Entwicklern freigestellt. Wahrscheinlich gibt es keine Implementierung, in der sämtliche Funktionsmerkmale von MPEG-4 umgesetzt sind. Der Standard verwendet das Konzept des Profils und das Konzept der Ebene, um eine bestimmte Gruppe von Funktionsmerkmalen für eine Untergruppe von Anwendungen angemessen definieren zu können. Mehr erfahren: Komprimierungsstandards

Multicast
Eine bandbreitensparende Technologie, die einen Informationsstrom simultan an mehrere Empfänger im Netzwerk liefert. Siehe auch Unicast.

Multiplexer
Ein Multiplexer ist ein Hochgeschwindigkeits-Switch, der Vollbildansichten von bis zu 16 analogen Kameras liefert. Multiplexer können, ohne Beeinträchtigung durch andere Kameras des Systems, alles von einer Kamera Aufgezeichnete wiedergeben.

NETD
Noise Equivalent Temperature Difference (NETD) ist die gängige Methode zum Bewerten der Leistung von Temperatursensoren. NETD definiert den Rauschgrenzwert, ab dem Objekte mit einem geringeren Temperaturunterschied als diesem Wert im Rauschen verschwinden und Objekte mit einem größeren Temperaturunterschied als diesem Wert dargestellt werden. Ein kleiner NETD-Wert ist besser als ein großer Wert.

Ein Beispiel: Ein Sensor besitzt einen NETD-Wert von 50 mK. Bei einem Temperaturunterschied von weniger als 50 mK verschwindet das Objekt im Sensorrauschen, bei einem Unterschied oberhalb dieses Wertes wird es dargestellt.

NETD weist jedoch zwei große Nachteile auf. Erstens: Der NETD-Wert kann auf verschiedenen Wegen berechnet werden, die nicht alle zum gleichen Ergebnis kommen. Auch je nach Umgebungstemperatur und Blendenöffnung können die Ergebnisse von einander abweichen. Zweitens: Bestimmte NETD-Werte berücksichtigen nicht unbedingt räumliches Rauschen. Ein Bild kann also viel Rauschen aufweisen, obwohl der NETD-Wert niedrig ist.
Diese Aspekte müssen beim Vergleich von Sensoren unbedingt berücksichtigt werden. Der Wert ist zwar für den Vergleich von Sensoren am gebräuchlichsten, das Gesamtbild ist jedoch unvollständig. Weiterhin gilt beachten, dass mit dem NETD-Wert Sensoren verglichen werden können. Oftmals werden mit ihm aber Kameras verglichen. Dies ist umso problematischer, da viele andere Faktoren die tatsächliche Leistung einer Kamera beeinflussen. Auch berücksichtigt der NETD-Wert nicht, wie gut eine Kamera fokussiert ist. Eine nicht fokussierte Kamera kann einen guten NETD-Wert aufweisen.
Zusammengefasst: Der NETD-Wert gibt das Verhältnis von Signal zu Rauschen eines Temperatursensors wieder. Ein kleiner NETD-Wert ist besser als ein großer Wert. Doch die Leistung von Kameras darf nicht alleine auf Grundlage des NETD-Werts verglichen werden.

Netzwerkverbindung
Die physische (verdrahtet oder drahtlos) und logische (Protokoll) Verbindung eines Computernetzwerks oder die eines Einzelgeräts mit einem Netzwerk wie etwa dem Internet oder einem LAN.

NTSC (National Television System Committee)
NTSC ist ein analoges Farbkodiersystem, das in Japan, den USA und anderen Teilen Amerikas in TV-Systemen verwendet wird. NTSC definiert Videosignale mittels 525 Zeilen pro Bild und verwendet eine 30 Bildern pro Sekunde entsprechende Aktualisierungsrate. Siehe auch PAL.

NUC (Non-Uniform Correction)
Ungekühlte Mikrobolometersensoren weisen in der Regel große, herstellungsbedingte Uneinheitlichkeiten (Non-Uniformities) auf. In der Praxis geben also zwei uneinheitliche Pixel Temperaturinformationen verschieden wieder. Auch sind sie gegenüber Änderungen der Umgebungsbedingungen sehr empfindlich und Temperaturänderung erzeugen Rauschen. Dies äußert sich über den Sensor in räumlicher Abweichung sowohl in Bezug auf Versatz als auch Ansprechverhalten. Dazu kommen durch die optische Bildgebung verursachte Unterschiede wie etwa verschiedene Pixel-Sichtfelder. Alle diese Unterschiede müssen korrigiert werden, damit das Ausgangssignal so einheitlich wie möglich wird, um ein homogenes Eingangssignal liefern zu können. Der gängige Name für diesen Glättalgorithmus is Non-Uniform Correction (NUC).
Eine Korrekturmethode besteht in der Verwendung eines mechanischen Verschlusses zwischen Sensor and Optik. Je nach den konstruktiven Besonderheiten der Kamera blockiert der Verschluss konditional das gesamte Sichtfeld und ein Bild wird aufgenommen. Dieses Verschlussbild wird in den NUC-Algorithmus aufgenommen, um dieses eingeführte Rauschen zu entfernen. Die Bedingungen für das Aufnehmen eines Verschlussbildes variieren von Algorithmus zu Algorithmus und von Kameratyp zu Kameratyp. Doch oftmals werden sie von einem internen Temperatursensor oder Timer vorgegeben. Diese Bildkorrektur erfolgt immer während der Ausführungszeit, einschließlich des Einfrierens des Bildes. 

OEM (Original Equipment Manufacturer)
Die Bezeichnung für Erstausrüster, also Hersteller von Originalteilen, die unter ihrem eigenen Namen an andere Unternehmen vermarktet und verkauft werden.

ONVIF (Open Network Video Interface Forum)
ONVIF ist ein offenes Industrieforum für die Entwicklung globaler Standards für die Schnittstellen von Netzwerkvideoprodukten. Mehr erfahren: ONVIF

PAL (Phase Alternating Line)
PAL ist ein analoges Farbkodiersystem, das in Europa und vielen anderen Weltregionen TV-Systemen verwendet wird. PAL definiert Videosignale mittels 625 Zeilen pro Bild und verwendet eine 25 Bildern pro Sekunde entsprechende Aktualisierungsrate. Siehe auch NTSC.

PEM (Privacy Enhanced Mail)
Ein früher Standard zum Schützen von elektronischer Mail. Das PEM-Format wird oftmals zum Darstellen von HTTPS-Zertifikaten oder Zertifikatsanfragen verwendet.

Ping
Ping ist ein grundlegendes Netzwerkprogramm für die Statusdiagnose eines Netzwerkhosts oder Netzwerkgeräts. Mit Ping kann festgestellt werden, ob eine bestimmte Netzwerkadresse (IP-Adresse oder Hostname) belegt ist oder nicht und ob diese Adresse ordnungsgemäß reagiert. Ping wird unter Windows über die Befehlseingabe und unter Linux über die Befehlszeile ausgeführt.

P-Iris
Die P-Iris ist eine von Axis Communications Schweden und der Kowa Company in Japan gemeinsam entwickelte automatische und präzise Blendensteuerung. Es handelt sich dabei um ein P-Iris-Objektiv und spezialisierte Software zum Optimieren der Bildqualität. Mehr erfahren: Arten der Blendensteuerung

Pixel (Picture Element)
Ein Pixel ist einer der vielen sehr kleinen Punkte, aus denen einen digitales Bild besteht. Durch seine Farbe und Sättigung gibt jedes Pixel einen sehr kleinen Bereich des Gesamtbildes wieder. 

Pixelabstand
Der Pixelabstand gibt den Abstand von Pixelmittelpunkt zu Pixelmittelpunkt wieder. Kleinere Pixel ermöglichen bei gleicher Auflösung kleinere Sensoren. Die verwendete Optik kann also kleiner ausgelegt werden. Dies ist besonders für Wärmebildkameras von Bedeutung, da das gebräuchlichste Material für Linsen (Germanium) sehr teuer ist. Der Nachteil kleinerer Pixel besteht darin, dass sie weniger Energie aufnehmen können. Größere Pixel können theoretisch mehr Energie aufnehmen, doch hängt die Sensorleistung stark vom Pixeldesign ab.

PoE (Power over Ethernet)
Power over Ethernet versorgt Netzwerkgeräte über das für die Netzwerkverbindung verwendete Kabel mit Strom. Dies ist insbesondere für die Systeme der IP-Überwachung und der Fernüberwachung von Vorteil, bei denen die Gerätestromversorgung über das Stromnetz nicht praktikabel oder zu teuer wäre. Power over Ethernet

PPP (Point-to-Point Protocol)
Ein Protokoll für die Kommunikation zwischen zwei Netzwerkgeräte über serielle Schnittstellen. Beispiel: Die Verbindung zwischen einem Computer und einem Server über eine Telefonleitung. 

PPTP (Point-to-Point Tunneling Protocol)
Ein Protokoll, das es Unternehmen ermöglicht, ihre eigenen Unternehmensnetzwerke durch private Tunnel hindurch über das öffentliche Internet zu erweitern. Auf die Weise lässt sich ein WAN (Wide Area Network) als ein großes einzelnes LAN (Local Area Network) nutzen. Diese Art von Verbindung wird als Virtual Private Network (VPN) bezeichnet. 

Bilder vor und nach Alarm
Die Bilder unmittelbar vor und nach einem Alarm. Diese Bilder werden für den späteren Abruf in einem Pufferspeicher gespeichert.

Privatzonenmaske
Die 3D-Privatzonenmaske wird von den meisten Dome-Kameras von Axis unterstützt. Ausgewählte Bereiche können von Ansicht und Aufzeichnung ausgeblendet werden. Die Maske wird auch über das Schwenken, Neigen und Zoomen der Kamera hinweg aufrechterhalten, da sie sich dem Koordinatensystem der Kamera anpasst.

Progressive Abtastung
Bei der progressiven Abtastung wird, im Gegensatz zum Zeilensprungverfahren, das ganze Bild jede sechzehntel Sekunde zeilenweise abgetastet. Es werden also im Gegensatz zum Zeilensprungverfahren keine Halbbilder erzeugt. 

Computermonitore benötigen zum Darstellen von Bildern kein Zeilensprungverfahren, sie bauen die Bilder progressiv, Zeile für Zeile in perfekter Reihenfolge – 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und so weiter – auf. Es entsteht kein Flimmern. Bei Überwachungsanwendungen kann dies beim Betrachten von Details, wie etwa einer davonlaufenden Person, von großer Bedeutung sein. Ein qualitativ hochwertiger Monitor ist in der Lage, die progressive Abtastung optimal zu nutzen. Siehe auch Zeilensprungverfahren. Mehr erfahren: Progressive Abtastung und Zeilensprungverfahren im Vergleich

Protokoll
Ein spezieller Regelsatz, der vorgibt, wie zwei Einheiten miteinander kommunizieren. Protokolle werden auf vielen Ebenen der Kommunikation verwendet. Es gibt Protokolle für Software und für Hardware. 

Proxyserver
In Unternehmen werden Proxyserver als Mittler zwischen die Arbeitsstationen und das Internet geschaltet. Dies erhöht die Sicherheit, ermöglicht Verwaltungskontrolle und einen Caching-Dienst. Jeder Proxyserver, der mit einem Gateway-Server verbunden oder Teil desselben ist, trennt das Unternehmensnetzwerk vom Außennetzwerk und der lokalen Firewall. Der Firewallserver schützt das Unternehmensnetzwerk vor Eindringversuchen von Außen.
Der Proxyserver empfängt von vielen Arbeitsstationen Anfragen zu Internetdiensten (wie etwa Webseitenanfragen). Falls der Proxyserver auch als Cacheserver dient, ermittelt er in seinem lokalen Cache bereits heruntergeladene Webseiten. Eine aufgefundene Seite wird dann an die Arbeitsstation weitergeleitet, ohne die Anfrage an das Internet weiterzugeben. Falls die Seite nicht aufgefunden wird, agiert der Proxyserver für die Arbeitsstation als Client, verwendet eine seiner eigenen IP-Adressen und fordert die Seite über das Internet von einem Server an. Sobald die angeforderte Seite bereitgestellt wird, leitet der Proxyserver die Seite an die Arbeitsstation weiter, von der sie angefordert wurde. 

P-VOP
Siehe VOP.

Vierfachansicht
In der Vierfachansicht werden die Bilder von bis zu vier Kameras auf einem Monitor wiedergegeben. Die von den Kameras gelieferten Bilder jeder Kamera nehmen dabei jeweils etwa ein Viertel des Anzeigebereichs ein. 

(QoS) Quality of Service
QoS garantiert in einem Netzwerk für ausgewählten Datenverkehr eine bestimmte Stufe einer Ressource. Bei der Qualität kann es sich um eine bestimmte Bandbreite, geringe Verzögerung, kein Paketverlust oder anderes handeln. Der QoS in Netzwerkvideoprodukten von Axis kennzeichnet die Datenpakete für die verschiedenen Arten von Netzwerkverkehr, die vom Produkt ausgehen. Damit können Netzwerkrouter oder Switches etwa eine vorgegebene Bandbreite für diese Art von Verkehr reservieren. Mehr erfahren: QoS (Quality of Service)

Auflösung
Die Auflösung gibt an, wie viele Einzelheiten ein digitales Bild aufnehmen kann. Je größer die Auflösung, desto größer die Detailgenauigkeit. Die Auflösung wird als die Anzahl der Pixelspalten (Breite) und der Pixelreihen (Höhe) angegeben. Ein Beispiel: 320 x 240. 

Ein alternative Angabe ist die Gesamtanzahl der Pixel (in der Regel als Megapixel angegeben), die ein Bild aufnehmen kann. In analogen System werden andere Angaben verwendet wie etwa CIF, QCIF, 4CIF und andere. Mehr erfahren: Auflösung:

RS-232
RS-232 ist ein altbewährter Standard, der die physische Schnittstelle und das Protokoll für die langsame serielle Übertragung von Daten zwischen Geräten beschreibt. Über diese Art von Schnittstelle kommuniziert zum Beispiel ein Computer mit Modems und anderen seriellen Geräten. 

RS-422
RS-422 ist ein Kommunikationsprotokoll für die serielle Datenübertragung, das vier Adern, Vollduplex, Differentialleitung und Multi-Drop-Kommunikation vorschreibt. Es ermöglicht ausgeglichene Datenübertragung über Leitungen, die einseitig gerichtet/nicht umkehrbar und terminiert oder nicht terminiert sind. RS-422 lässt keine Mehrfachtreiber sondern nur Mehrfachempfänger zu. Die empfohlene maximale Übertragungsentfernung liegt bei 1200 m. Die empfohlene maximale Baudrate liegt bei 10 MBit.

RS-485
RS-485 ist eine aktualisierte Version von RS-422, die bis zu 32 Geräte über die selbe Verbindung unterstützt. RS-485 ist die Beschreibung der elektrischen Eigenschaften einer seriellen Multi-Point-Verbindung mit zwei Adern und Halbduplex. Mit ihr können kostengünstig lokale Netzwerke und Multi-Point-Verbindungen konfiguriert werden. Die Datenübertragungsrate ist hoch (bis zu 10 MBit/s). Da Leitungen mit Differenzialausgleich und (wie bei RS-422) verdrillte Doppelkabel verwendet werden, ist die mögliche Übertragungsentfernung mit 1200 m relativ groß. RS-485 beschreibt lediglich die elektrischen Eigenschaften des Treibers und des Empfängers. Es wir kein bestimmtes Datenprotokoll vorgegeben oder empfohlen.

RTCP (Real-Time Control Protocol)
RTCP unterstützt Echtzeitkonferenzen mit beliebiger Teilnehmerzahl über ein Intranet. Zu dieser Unterstützung zählen Quellenidentifikation und Unterstützung für Audio- und Videobrücken sowie Übersetzer von Multicast zu Unicast.

Geboten wird Feedback zur Quality-of-Service von Empfängern an die Multicast-Gruppe sowie Unterstützung für die Synchronisierung unterschiedlicher Medienstreams. 

RTP (Real-Time Transport Protocol)
RTP ist ein Internetprotokoll für die Übertragung von Echtzeitdaten wie Audio und Video. Es wird für Media-on-Demand sowie interaktive Dienste wie die Internettelefonie eingesetzt. 

RTSP (Real Time Streaming Protocol)
RTSP ist ein Steuerungsprotokoll und ein Verhandlungsstartpunkt für Übertragungen wie RTP, Multicast und Unicast sowie für die Verhandlung von Codecs.

RTSP kann als Fernsteuerung für von einem Medienserver gelieferte Medienstreams betrachtet werden. RTSP-Server verwenden in der Regel RTP als das Protokoll für die tatsächliche Übertragung von Audio- und Videodaten.

Router
Ein Gerät, das den nächsten Punkt definiert, an das ein Paket auf dem Weg zum seinem Ziel geliefert wird. Ein Router erstellt und/oder erhält eine besondere Routertabelle mit Informationen, wie bestimmte Ziele am besten erreicht werden können. Ein Router kann auch Teil eines Netzwerkswitch sein. Siehe auch Switch.

Server
Allgemein definiert ist ein Server ein Computerprogramm, das anderen Computerprogrammen auf dem selben oder anderen Computern Dienste leistet. Ein Computer der ein Serverprogramm ausführt, wird häufig auch als Server bezeichnet. In der Praxis kann der Server eine beliebige Anzahl von Server- und Clientprogrammen ausführen. Ein Webserver ist ein Computerprogramm, das angeforderte HTML-Seiten oder Dateien an Clients (Browser) liefert. 

Schärferegelung
Regelung der Bildschärfe. Diese Funktion wurde ursprünglich bei Farbfernsehgeräten eingeführt die Kerbfilterdecoder verwendeten. Dieser Filter blendete Hochfrequenzdetails aus der Schwarzweißregion des Bildes aus. Mit der Schärferegelung wurde versucht, einen Teil dieser Details wieder in das Bild einzuführen. Die Schärferegelung ist bei modernen und hochwertigen TV-Geräten weitgehend entbehrlich. Lediglich für VHS-Geräte besitzt sie heutzutage eine gewisse logische Konsequenz. 

Simplex
Im Simplexbetrieb überträgt ein Netzwerkkabel oder Kommunikationskanal Informationen nur in eine Richtung. Siehe auch Vollduplex. Mehr erfahren: Audio

SMTP (Simple Mail Transfer Protocol)
SMTP wird zum Senden und Empfangen von E-Mail verwendet. Da es ein einfaches Protokoll ist, kann es nur begrenzt mit Nachrichtenwarteschlangen auf der Empfängerseite umgehen und wird in der Regel mit anderen Protokollen wie POP3 oder IMAP verwendet. Mit diesen anderen Protokollen können Nachrichten in einem Serverpostfach gespeichert und in Abständen vom Server herunterladen werden. 

Die SMTP-Authentifizierung ist eine Erweiterung von SMTP. Hierbei muss sich der Client beim Mailserver vor oder während des Versendens von E-Mails anmelden. Das Protokoll wird eingesetzt, um autorisierten Benutzern das Versenden von E-Mails zu gestatten und es nicht autorisierten Benutzern, wie etwa Spammern, zu verweigern. 

SNMP (Simple Network Management Protocol)
SNMP ist ein Teil der von der Internet Engineering Task Force definierten Internetprotokoll-Suite. Das Protokoll unterstützt die Überwachung von an das Netzwerk angeschlossenen Geräten auf Zustände, die von der Netzwerkverwaltung untersucht werden müssen.

Sockets
Sockets sind ein Kommunikationsverfahren zwischen einem Clientprogramm und einem Serverprogramm über ein Netzwerk. Ein Socket wird als ein Endpunkt einer Verbindung definiert. Sockets werden über einen Satz von Programmieranfragen oder Funktionsaufrufen erzeugt und verwendet, der gelegentlich als Socket-Programmierschnittstelle bezeichnet wird. 

SSL/TLS (Secure Socket Layer/Transport Layer Security)
Diese beiden Protokolle (SSL wird von TLS abgelöst) sind Verschlüsselungsprotokolle, die eine abhörsichere Netzwerkkommunikation ermöglichen. SSL wird gemeinhin über HTTP verwendet und bildet dann HTTPS, das zum Beispiel für elektronische Finanztransaktionen verwendet wird. SSL verwendet öffentliche Schlüssel, um die Identität eines Servers zu bestätigen. 

Insbesondere und uneingeschränkt enthalten einige Produkte von Axis Software, die vom OpenSSL Project zur Verwendung im OpenSSL Toolkit (http://www.openssl.org/) entwickelt wurde, sowie kryptografische Software, die von Eric Young (eay@cryptsoft.com) geschrieben wurde.

Subnetz und Subnetzmaske
Ein Subnetz ist ein erkennbar separater Teil eines Netzwerks einer Organisation. In der Regel werden in einem Subnetz alle Geräte eines Ortes, eines Gebäudes oder eines LAN zusammengefasst. Ein in Subnetze unterteiltes Netzwerk kann über eine einzige gemeinsame Netzwerkadresse mit dem Internet verbunden werden.
Die Subnetzmaske ist der Teil der Netzwerkadresse, der dem Router das Auffinden des Subnetzes zum Liefern von Datenpaketen ermöglicht. Die Subnetzmaske erspart dem Router das Verarbeiten der kompletten IP-Adresse von 32 Bit. Es werden nur diejenigen Bits verarbeitet, die von der Subnetzmaske gewählt wurden.

Switch
Ein Switch ist ein Netzwerkgerät, das Netzwerksegmente miteinander verbindet und das den Pfad einer Dateneinheit zu seinem nächsten Ziel bereitstellt. Ein Switch ist im allgemeinen ein einfachere und schnellere Vorrichtung als ein Router, der ein Wissen über das Netzwerk und die Pfadbestimmung erfordert. Einige Switche besitzen Routerfunktionen. Siehe auch Router.

TCP (Transmission Control Protocol)
TCP wird zusammen mit dem IP-Protokoll verwendet, um Daten in Paketform zwischen Netzwerkcomputern zu übertragen. IP regelt die tatsächliche Paketanlieferung. TCP verfolgt die Einzelpakete, in die eine Kommunikation (wie etwa eine angeforderte Webseite) aufgeteilt wurde, und setzt diese Pakete nach der Anlieferung wieder zur kompletten Datei zusammen.

TCP ist ein verbindungsorientiertes Protokoll. Zwischen zwei Endpunkten wird also eine Verbindung eingerichtet und solange aufrechterhalten, bis die Daten zwischen den beiden Kommunikationsanwendungen erfolgreich ausgetauscht wurden. 

Telnet
Telnet ist ein einfaches Verfahren, um auf ein anderes Netzwerkgerät, wie etwa einen Computer, aufzurufen Die Protokolle HTTP und FTP ermöglichen es, von Remotecomputern bestimmte Dateien anzufordern. Sie lassen es jedoch nicht zu, sich dort als Benutzer anzumelden. Telnet hingegen ermöglicht das Anmelden als regulärer Benutzer mit den jeweiligen Rechten für die bestimmte Anwendung oder die bestimmten Daten auf diesem Computer.

Temperatursensoren
Der Markt bietet zwei Arten von Temperaursensoren an: gekühlte und ungekühlte.
a. Gekühlte
Gekühlte Sensoren sind technische Spitzenprodukte, die oftmals für militärische Zwecke verwendet werden. Sie sind teuer und in Untertypen erhältlich. Die Leistung gekühlter Temperatursensoren ist der ungekühlter Sensoren weit überlegen. Der Preisunterschied macht jedoch den ungekühlten Sensor zur einzigen Option für normale zivile Überwachsaufgaben. Gekühlte Sensoren weisen einen weiteren Nachteil auf. Der Kühler muss regelmäßig gewartet werden, um seine Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten. Die Gesamtbetriebskosten für Wärmebildkameras mit gekühlten Sensoren sind für die zivile Verwendung zu hoch.
b. Ungekühlt
Auch ungekühlte Sensoren sind in Untertypen erhältlich. Der gängigste Typ ist jedoch der Mikrobolometer-Temperatursensor. Ein Mikrobolometer ist ein sehr kleiner Widerstand, dessen Widerstandwert sich mit der Temperatur ändert Das eingehende Wärmesignal erwärmt den Mikrobolometer, der daraufhin eine Widerstandsänderung ausliest. Diese wird mit einem Blindwert verglichen und ein Wert für die eingehende Infrarotstrahlung ermittelt. Das erzeugte Wärmebild besteht aus einem Array von Mikrobolometerpixeln.

Thermografie
Thermografie (oder Wärmebildgebung ist ein Verfahren, mit dem Infrarotstrahlung in ein Bild umgewandelt und als solches dargestellt wird. Die Thermografie ist ein sehr leistungsstarkes Verfahren zum Darstellen von Temperaturunterschieden in Objekten. Eine kalibrierte Wärmebildkamera kann über diese Bilder Informationen zur Oberflächentemperatur von Objekten vermitteln. Die Temperaturmessung der Kamera wird von vielen weiteren Faktoren beeinflusst, wie etwa Absorption, Emission, Reflexion, Transmission und die Wirkung anderer Wärme abstrahlender Objekte

TVL (TV Lines)
Ein Verfahren zum Bestimmen der Auflösung von analogem Video.

UDP (User Datagram Protocol)
UDP ist ein Kommunikationsprotokoll, das begrenzten Dienst zum Austausch von Daten in einem IP-Network bieten. UDP ist eine Alternative zum Transmission Control Protocol (TCP). Das UDP bietet als Vorteil, dass nicht sämtliche Daten übermittelt werden müssen, sondern Pakete, etwa bei Netzwerküberlastung, auch fallengelassen werden können. Dies ist bei der Übertragung von Live-Video günstig, da dort alte Informationen, die sowieso nicht mehr wiedergegeben werden, nicht erneut übertragen werden muss.

Unicast
Kommunikation zwischen nur einem Sender und nur einem Empfänger über ein Netzwerk. Hierbei wird für jeden neuen Benutzer eine neue Verbindung eingerichtet. Siehe auch Multicast.

UPnPTM
Ein Satz von Netzwerkprotokollen, das automatische und gleichrangige Verbindungen zwischen den Geräten eines Netzwerks ermöglicht. UPnP wird vom UPnP-Forum gefördert.

URL (Uniform Resource Locator)
Eine Netzwerkadresse.

USB (Universal Serial Bus)
Eine sofort betriebsbereite Schnittstelle zwischen einem Computer und einem Peripheriegerät (Scannern, Druckern und anderen).

VAPIX®
VAPIX®ist eine von Axis entwickelte offene Programmierschnittstelle zum kosteneffizienten, flexiblen, skalierbaren und zukunftssicheren Integrieren von Systemen in andere Systeme. Mehr erfahren: Entwicklerseiten für Netzwerkvideo

Varifokusobjektiv
Ein Varifokusobjektiv bietet, im Gegensatz zu einem Objektiv mit nur einer Brennweite, mehrere Brennweiten. 

Videoencoder
Videoserver Mehr erfahren: Funktionsweise eines Videoservers

VPN (Virtual Private Network)
Ein VPN schafft einen sicheren Tunnel zwischen den Punkten des VPN. Nur Geräte mit dem richtigen Schlüssel erhalten Zugang zum VPN. Das VPN braucht lediglich das lokale Netzwerk (LAN) innerhalb eines Unternehmens zu umfassen, es kann aber auch über das Internet mehrere Unternehmensstandorte sicher miteinander verbinden. VPN wird häufig dazu verwendet, einen Remotecomputer etwa über eine direkte Telefonverbindung oder über das Internet mit dem Unternehmensnetzwerk zu verbinden. Mehr erfahren: Netzwerksicherheit

VOP (Video Object Plane)
Ein VOP ist ein Bild in einem Videostream des Formats MPEG-4. Es gibt mehrere VOP-Typen:
Ein I-VOP ist komplettes Bild.
Ein P-VOP kodiert die Unterschiede zwischen Bildern, sofern dies effizient ist. Ansonsten wird das Bild komplett kodiert, wobei es sich auch um ein völlig neues Bild handeln kann. 

WAN (Wide-Area-Network)
Einem LAN ähnlich, doch mit einem größeren Ausdehnungsbereich. 

W-LAN (Wireless LAN)
Ein WLAN ist ein drahtloses lokales Netzwerk, das Radiowellen als Datenträger verwendet. Die Netzwerkverbindungen des Endnutzers sind drahtlos. Für die Hauptnetzwerkstruktur werden in der Regel Kabel verwendet.

Webserver
Ein Webserver ist ein Programm, mit dem Browser Dateien von an das Internet angeschlossenen Computern abrufen können. Der Webserver wartet auf Anforderungen von Browsern, Dateien zu übertragen. Diese sendet er dann an den Browser.

Die Hauptaufgabe eines Webservers besteht darin, andere Remotecomputer mit Webseiten zu beliefern. Folglich muss er auf einem Computer ausgeführt werden, der dauerhaft mit dem Internet verbunden ist. Der Webserver steuert auch den Zugang und überwacht und protokoliert dabei die Serverzugriffsstatistiken.

WEP (Wired Equivalent Privacy)
Ein im Standard IEEE 802.11 definiertes Sicherheitsprotokoll für drahtlose Verbindung. Es versieht ein drahtloses lokales Netzwerk (WLAN) mit einem Sicherheitsniveau und Datenschutzniveau, das mit dem eines kabelbasierten LAN vergleichbar ist. Die Sicherheit wird auf zwei Ebenen, mittels 40-Bit-Verschlüsselung oder 128-Bit-Verschlüsselung, erzeugt. Je länger die Passphrase (Bitzahl) ist, desto sicherer ist die Verschlüsselung. Mehr erfahren: Netzwerksicherheit

WINS (Windows Internet Naming Service)
WINS ist ein Teil des Microsoft Windows NT Servers. Es verwaltet die Zuordnung von Arbeitsstationsnamen zu IP-Adressen, ohne dass Konfigurationsänderungen vom Nutzer oder Administrator bearbeitet werden müssen. 

WPA-PSK (Wi-Fi Protected Access – Pre-Shared Key)
Dieses Verschlüsselungsverfahren verwendet für die Schlüsselverwaltung vorher vereinbarte Schlüssel. Der Schlüssel kann manuell in der Form von Hexadezimalwerten, Hexadezimalzeichen oder als Passphrase eingegeben werden. Das Verfahren WPA-PSK ist sicherer als das Verfahren WEP.

Zoomobjektiv
Mit einem Zoomobjektiv werden vergrößerte Ansichten von Bildausschnitten oder Objektteilen in größerem Detail aufgenommen.