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Kamera-positionierung


Wenn Sie Kamera-Positionierung einer Installation bestimmen, müssen viele Faktoren beachtet werden. Wie schon unter Kamera-Auswahl erwähnt, entscheiden die Überwachungsziele sowohl welche Art von Kamera verwendet werden als auch wie die Kamera positioniert werden sollte.

Ein nützliches Bild zu bekommen, beinhaltet sehr viel mehr, als die Kamera auf ein Objekt zu halten. Beleuchtung, Winkel, Reflektionen, Totzone und der Zoom für PTZ-Kameras sind Dinge, die berücksichtigt werden müssen. Gegenlicht vermeiden und Reflektionen zu minimieren sind weitere Faktoren, die angesprochen werden sollten. Bei einigen Umgebungen ist es einfacher, die Umgebung an sich zu wechseln, um die anspruchsvolle Probleme dieses Schauplatzes zu lösen.

Die Kamera-Positionierung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Reduzierung von Vandalismus. Wenn die Kamera an hohen Wänden oder an der Decke außer Handreichweite platziert ist, können viele spontane Angriffe vermieden werden. Der Nachteil liegt im Sichtwinkel, der jedoch durch die Auswahl eines anderen Objektivs teilweise ausgeglichen werden kann.


Zielsetzung der Kamera


Die Zielsetzung jeder Kamera sollte deutlich spezifiziert werden. Wenn das Ziel darin besteht, sich einen Überblick über einen Bereich zu verschaffen, um die Bewegung von Personen und Objekten verfolgen zu können, ist darauf zu achten, dass eine für diese Aufgabe geeignete Kamera an einer passenden Position angebracht wird.

Wenn das Ziel darin besteht, Personen oder Objekte identifizieren zu können, muss die Kamera so positioniert und fokussiert werden, dass sie die für die Identifikation erforderlichen Details erfasst. Polizeibehörden vor Ort können vermutlich ebenfalls Richtlinien für eine optimale Positionierung einer Kamera geben.


Sichtfeld


Welche Brennweite für das gewünschte Sichtfeld benötigt wird, lässt sich am schnellsten mithilfe eines drehbaren oder eines Online-Objektivrechners ermitteln. Beide Rechner sind bei Axis erhältlich: Objektivrechner

Die Größe des Bildsensors einer Netzwerk-Kamera beträgt in der Regel 1/4", 1/3", 1/2" oder 2/3" und muss bei der Berechnung ebenfalls berücksichtigt werden. Der Nachteil bei der Verwendung eines Objektivrechners besteht darin, dass er mögliche geometrische Verzeichnungen eines Objektivs nicht berücksichtigt und es zu kleinen Abweichungen beim Ergebnis kommen kann.


Die Entfernung zwischen Kamera und Objekt


Um die Entfernung zu berechnen, verwenden Sie den Satz des Pythagoras an: a² + b² = c²



Abbildung 11. Satz des Pythagoras: a² + b² = c²


Größere Reichweite mit Aufnahmepunkten


Eine Kamera wird einen allgemeinen Überblick der Szene liefern, dabei aber wahrscheinlich nicht genügend Details liefern, um Menschen in der Gegend zu identifizieren. Wenn dies eins der Überwachungsziele ist, muss das Konzept eine zusätzliche Kamera enthalten (siehe Abbildung 11). Dadurch wird die Identifizierung möglich, wenn ein Person einen großen Bereich betritt. Die Informationen darüber, wie viele Menschen sich im Raum befinden, kann zusätzlich von einer Kamera mit Weitwinkel gewonnen werden.



Abbildung 12. Ein Raum, der von zwei Kameras abgedeckt wird; eine Kamera deckt den Überblick ab, während die andere die Aufnahmepunkte abdeckt.


Lichtaspekte


Für eine erfolgreiche Kamera-Positionierung, sind die Lichtaspekte entscheidend. Es ist normalerweise einfach und kostengünstig, helle Lampen in Innen- und Außenbereichen zu installieren, um die erforderlichen Lichtverhältnisse für die Aufnahme guter Bilder herzustellen.

Beim Anbringen von Kameras im Außenbereich, ist es wichtig zu berücksichtigen, wie sich das Sonnenlicht im Laufe des Tages ändern wird. Es ist außerdem wichtig, direktes Sonnenlicht zu vermeiden, da es die Kamera „blenden“ und die Leistung des Bildsensors herabsetzen wird. Daher sollte die Kamera nach Möglichkeit so positioniert werden, dass sich die Sonne hinter der Kamera befindet.


Vermeiden Sie Gegenlicht


Typischerweise tritt das Problem mit Gegenlicht bei der Aufnahme von Objekten vor einem Fenster auf. Um das Problem zu umgehen, ändern Sie die Umgebung, indem Sie die Kamera an einer anderen Stelle positionieren oder Sie Vorhänge oder Pflanzen verwenden bzw. die Jalousien schließen. In einer solchen Situation kann ein Teppich verwendet werden, um das Gegenlicht zu reduzieren. Wenn die Kamera nicht an einer anderen Stelle angebracht werden kann, beleuchten Sie das Objekt von vorn. Kameras, die einen großen Dynamikbereich unterstützen, können Gegenlichtsituationen besser bewältigen.



Abbildung 13. In dieser Szene wurden Jalousien und eine Pflanze verwendet, um das Problem des Gegenlichts zu lösen.


Sonnenrichtungen


Beim Anbringen von Kameras im Außenbereich, ist es wichtig zu berücksichtigen, wie sich das Sonnenlicht im Laufe des Tages ändern wird. Während eines Teils des Tages (Sonnenuntergang) würde die durchgestrichene Kamera in Abbildung 13 direkt in die Sonne blicken.

Wenn die Außenseite eines Gebäudes überwacht werden soll, kann die Position mehr oder weniger durch direktes Sonnenlicht beeinflusst werden. Positionieren Sie die Kamera dort, wo Sonnenlicht nur einen minimalen Einfluss hat.



Abbildung 14. Die Sonneneinstrahlung wird sich im Laufe des Tages ändern.


Kamerawinkel



Erfassungsbereiche und Totzonen


Die unterschiedlichen Reichweiten/Bereiche einer Kamera werden in Abbildung XX dargestellt. Die der Kamera am nächsten liegende Linie, ist die, wo die maximale Höhe erfassbar ist. Die gelbe Linie zeigt die Mindestanforderung für eine erfassbare Höhe. Der Erfassungsbereich liegt zwischen diesen Linien. Diese Faktoren müssen zur Zeit der Installation berücksichtigt werden, um eine ordentliche Kameraabdeckung zu gewährleisten.



Abbildung 15. Beachten Sie die Totzone der Kamera.


Das Sichtfeld muss sowohl horizontal als auch vertikal überprüft werden. Oft basiert die Planung auf einem Grundriss, was einem ausschließlich den Blick von oben gewährt. Die Seitenansicht muss auch berücksichtigt werden, um die gewünschte Abdeckung zu gewährleisten.



Abbildung 16. Bedenken Sie, das Sichtfeld sowohl horizontal als auch vertikal zu überprüfen.


Winkel zwischen Kamera und Objekt


Wenn Sie Kameras an Türen oder im Eingangsbereich anbringen, sollten Sie besonders darauf achten, steile Blickwinkel zu vermeiden. Wie im Bild zu sehen, wird es schwieriger, Gesichtszüge zu erkennen, je größer der Winkel auf das Objekt ist. Wie zu sehen, bieten 10-15° den besten Blick für Gesichtserkennung. Auf der andere Seite ist eine hoch positionierte Kamera außer Reichweite von Vandalen. Alles kommt auf die Überwachungsziele zurück - ist Identifikation notwendig?



Abbildung 17. Es wird schwieriger, Gesichtszüge zu erkennen, je größer der Winkel auf das Objekt ist.





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