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Verlegung der kabel


Mangelhaft oder falsch installierte Netzwerkkabel können zahlreiche Probleme in Ihrem Computer-Netzwerk verursachen.

Schon ein scheinbar kleines Problem bei der Verkabelung kann die Funktionsfähigkeit des gesamten Netzwerks gefährden. Sogar ein kleiner Knick im Kabel kann dazu führen, dass eine Kamera immer wieder ausfällt. Genauso kann eine nicht korrekt ausgeführte Crimp-Verbindung der Grund dafür sein, warum Power over Ethernet (PoE) nicht ordnungsmäßig funktioniert.

Bei bereits vorhandener Verkabelung kann ein Adapter verwendet werden: Der AXIS T8640 Ethernet over Coax Adapter PoE+ ist die ideale Lösung bei der Installation von Netzwerkkameras, wenn bereits Koaxialkabel vorhanden sind, die möglicherweise sehr lang oder schlecht zugänglich sind. Der AXIS T8640 Ethernet Over Coax Adapter PoE+ ermöglicht die IP-Kommunikation über bestehende Koaxial-Videoverkabelung und verwandelt somit ein analoges in ein digitales System. Mit diesem Adapter ist eine Verkabelungslänge von bis zu 500 Metern anstatt der sonst zulässigen 100 Meter möglich.

Bei der Verkabelung zu beachten:


Verwenden Sie die korrekten Verdrahtungsnormen


Es gibt zwei Verdrahtungsnormen für die Netzwerkverkabelung: T568a und T568b. KOMBINIEREN SIE KEINESFALLS T568a und T568b auf demselben Kabel.


Verwenden Sie nur hochwertige Kabel der Kategorien CAT 5e oder CAT 6.


Kabel werden nach Datenraten kategorisiert, die sie effektiv übermitteln können. Die Spezifikationen beschreiben außerdem das Material, die Anschlüsse und die paarweise Verdrillung pro Meter. Die am häufigsten installierte Kategorie ist CAT 5e. Stellen Sie sicher, dass die Verkabelung in Ihrer Installation der erforderlichen Kategorie (Cat) entspricht.

  • Cat 3 (nicht mehr verwendet) mit 16 MHz Bandbreite
  • Cat 5e mit 100 MHz Bandbreite
  • Cat 6 bis zu 250 MHz
  • Cat 6A bis zu 500 MHz
  • Cat 7 bis zu 600 MHz
  • Cat 7A mit einem Frequenzbereich bis 1000 MHz

Videodateien sind normalerweise sehr groß und müssen so schnell wie möglich im Netzwerk übertragen werden. Im Allgemeinen ist es möglich, eine hochwertige Cat-5-Verkabelung für Gigabit-Netzwerke zu verwenden. Es wird jedoch empfohlen, für Gigabit-Verbindungen eine Verkabelung im Standard Cat 5e oder Cat 6 zu verwenden, selbst wenn Ihre vorhandenen Netzwerk-Switches und Router nur 100 Mbit/s unterstützen. Damit ist gewährleisten, dass die Verkabelung schon bereit liegt, wenn eine Aufrüstung auf Gigabit-Technik ansteht. Die übrigen Punkte gelten für Verbindungen mit 1 Gbit/s und 100 Mbit/s - beide Varianten werden durch mangelhaft ausgeführte Verkabelung und unzulässige Verbindungen beeinträchtigt.


Sorgen Sie für eine gute Kabelführung.


Stellen Sie sicher, dass die Verkabelung die Anforderungen Ihrer Geräte erfüllt. Die Entfernung zwischen Sender und Empfänger darf insgesamt nicht mehr als 100 m betragen. Wenn Sie Steckdosen installieren, müssen Sie die Entfernung zwischen Steckdose und Computer berücksichtigen. Eine hilfreiche Faustregel lautet: 90 Meter für die horizontale Verlegung und zehn Meter für die Anschlussverkabelung. Außerdem müssen Sie unbedingt darauf achten, dass sämtliche Kabel und Stecker vom selben Typ sind, beispielsweise abgeschirmte verdrillte Doppelleiter (Shielded Twisted Pair, STP).

Verlegen Sie die Kabel NICHT in direkter Nähe zu Stromleitungen (wegen möglicher Störeinflüsse) und lassen Sie sie nicht aus der Deckenverkleidung herunterhängen (dies könnte Bau- und Brandschutzvorschriften verletzen).

Zur Einhaltung der CE-Zertifizierung ist für die Axis-Netzwerkprodukte in Europa eine Verkabelung mit Shielded Twisted Pair (STP) vorgesehen. STP-Kabel sind zudem Voraussetzung für die EMV-Zulassung. Diese Anforderungen gelten auch für verschiedene weitere Länder wie Australien/Neuseeland, Kanada, Korea und Japan. Die Verwendung von STP-Kabeln ist besonders wichtig, um ein hohes Maß an Störfestigkeit gegenüber Hochfrequenzwellen sowie elektrischen und magnetischen Störfeldern zu erreichen. Gleichzeitig werden auf diese Weise gestrahlte und leitungsgeführte Hochfrequenz-Emissionen weitestmöglich ausgeschlossen.

Weiterhin sind STP-Kabel immer dann zu verwenden, wenn es sich um Kameras bzw. Verkabelungswege im Außenbereich handelt. STP-Kabel dämpfen darüber hinaus den Einfluss in der Nähe befindlicher Leistungsrelais und Motor-Wechselrichter sowie von Stromleitungen, die direkt parallel zu den Netzwerkkabeln verlaufen. Eine Verkabelung mit Shielded Twisted Pair muss stets geerdet werden. Das erfolgt normalerweise automatisch, da der Switch oder POE-Adapter mit einer geerdeten Stromsteckdose verbunden ist. Weitere Informationen zu Shielded Twisted Pair (STP) im Vergleich zu Unshielded Twisted Pair (UPT) finden Sie unter Abgeschirmte oder nicht-abgeschirmte Netzwerkkabel

Daneben gibt es Axis-Netzwerkprodukte, die laut Tests die EMV-Anforderungen in den USA zur Verwendung in Innenräumen mit nicht-abgeschirmten Kabeln (UTP) erfüllen. Der mögliche Nachteil bei der Verwendung von UTP-Kabeln liegt in einer höheren Hochfrequenz-Ausstrahlung und höheren Empfindlichkeit gegenüber hochfrequenter Strahlung. Bei der Wahl des Twisted-Pair-Kabels sollte daher die elektrische Umgebung unbedingt berücksichtigt werden.

Da bei Netzwerkverkabelung typischerweise Volldraht verwendet wird, sollte das Kabel weder verdreht noch in einem zu engen Radius gebogen werden (mindestens das Vierfache des Kabeldurchmessers). Verwenden Sie zum Befestigen der Kabel weder Metallklammern noch stramm angezogene Kabelbinder. Vermeiden Sie eine Netzwerk-Topologie in langen, seriell geschalteten Ketten (Daisy Chain).


Verwenden Sie die korrekten Stecker.


Bei Netzwerkverbindungen werden RJ45-Stecker genutzt, die entweder für Litze oder Vollkabel vorgesehen sind, selten für beides. Stellen Sie sicher, dass Sie die korrekte Crimpzange für den jeweiligen Steckertyp verwenden. Achten Sie darauf, dass der RJ45-Steckertyp zum verwendeten Kabeltyp passt: STP oder UTP.


Halten Sie die Paare zusammen und korrekt verdrahtet.


Ein Netzwerkkabel besteht aus vier Paaren verdrillter Adern, die farblich markiert sind (orange, grün, blau und braun). Die Kabelspezifikation wurde für den Datentransfer in Hochgeschwindigkeit und eine hohe Übersprechdämpfung konzipiert. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Kabel an den Enden höchstens 6 mm aufgedreht werden; andernfalls können Probleme wie Nahübersprechen entstehen, was sich nachteilig auf Ihr Netzwerk auswirken würde. Ebenso wichtig ist, dass Sie die Stecker ordnungsmäßig belegen und nicht nur an beiden Enden 1:1 durchverdrahten.


Umgebungsbedingungen


Die zu erwartenden Umgebungsbedingungen, beispielsweise ob die Kamera im Innen- oder Außenbereich angebracht werden soll, bestimmen den erforderlichen Verkabelungs- und Steckertyp.

Um einen angemessenen Schutz zu erreichen, muss die Kamera je nach Umgebung im passenden Gehäuse montiert werden. Falls die Kamera Säuren, rauen Wetterbedingungen oder extremen Temperaturen ausgesetzt ist, braucht sie ein Gehäuse, das diesen Bedingungen standhält. Weitere Informationen zu den Umgebungsbedingungen finden Sie unter Herausforderung 5: Berücksichtigung der Umgebungsbedingungen.


Zertifizierung der Installation


Bei Netzwerken mit Twisted-Pair-Kupferkabeln kann eine Zertifizierung für Kupfer-Netzwerke durch eine Reihe von Test nach den Standards der Telecommunications Industry Association (TIA) oder der Internationalen Organisation für Normung (ISO) erreicht werden. Diese Tests werden mit einem Zertifizierungs-Prüfgerät durchgeführt, das ein„Bestanden“ oder „Durchgefallen“ ausgibt.



Abbildung 1: Ein sauber installierter, gut strukturierter Verdrahtungsschrank mit farbcodierten Kabeln wirkt deutlich professioneller und zeigt, dass die relevanten Standards eingehalten werden.






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