Weniger ist weniger: Mit Kameras den Energieverbrauch senken

Artikel
21. Februar 2019
Eine kürzlich von der israelischen Ben-Gurion University of the Negev durchgeführte Studie kommt zu dem Schluss, dass „die Bauwirtschaft als einer der energieintensivsten Sektoren gilt, denn fast 50 % der CO2-Emissionen entfallen auf Gebäude“.

Wie bei jedem globalen Problem ist auch hier kein einzelner Faktor die Ursache, sondern eine Reihe von Situationen und Verhaltensweisen haben dazu geführt. Und wie bei jedem globalen Problem gibt es auch hier nicht nur einen einzigen Lösungsansatz, sondern jeder kann einen Beitrag leisten.

Glücklicherweise werden sich immer mehr Unternehmen der Problematik bewusst. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2007 kam zu dem Schluss, dass in Canary Wharf, einem großen, von Finanzunternehmen genutzten Bürogebäudekomplex in London, Energiekosten in Millionenhöhe verschwendet werden, weil die Bürobeleuchtung die ganze Nacht eingeschaltet ist. Allein der Canary Wharf Tower setzte jährlich so viel CO2 frei wie über 4.000 Transatlantikflüge. 10 Jahre später zielen neue Entwicklungen in diesem Bereich darauf, bis 2030 CO2-Nettoemissionen von Null oder eine positive Bilanz zu erzielen. Wenn Sie genauso ambitioniert sind, können Ihnen Kameras helfen, durch reduzierten Energieverbrauch Ihre Umweltbilanz zu verbessern und einen Beitrag zur Rettung des Planeten zu leisten.

Zwei Wege zur Reduzierung des Energieverbrauchs

Kameras sind nicht nur gut geeignet, um die Sicherheit zu gewährleisten. Sie können auch einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung Ihres Energieverbrauchs leisten. Wie ist das möglich? Es gibt zwei Wege, einen direkten und einen indirekten. Der erste liegt darin, Energie zu sparen, indem sie die Kamera nur nutzen, wenn es nötig ist. Der zweite beginnt schon früher, nämlich in der Produktionskette.

Eine der größten Herausforderungen bei der Berechnung des Energieverbrauchs ist die Schätzung der Anzahl an Personen, die jeden Teil eines Gebäudes, zum Beispiel einen Raum oder einen Gemeinschaftsbereich, zu welcher Zeit nutzen. Häufig erfolgt die Kalkulation anhand von Statistiken, die das gesamte Gebäude, aber nicht die einzelnen Räume erfassen. Mit Kameras können jedoch Daten gesammelt werden, die präzisere Statistiken ergeben.

Kameras zur Regulierung von Licht und Wärme

Kameras zur Senkung des Energieverbrauchs.
Netzwerkkameras liefern Erkenntnisse darüber, wann Anpassungen an der Beleuchtung vorzunehmen sind. Dadurch können sie zu gering

Ein Beispiel ist die Aalto University in Finnland. Sie nutzt Axis-Kameras mit integrierter Datenanalyse, um aus der Live-Überwachung ein intelligentes Feedbacknetzwerk zu generieren. Die Kameras erfassen die Anwesenheit von Personen in einem Raum in Echtzeit und liefern die Daten an das System, das die Beleuchtung und Heizung regelt. Auf diese Weise erzielt die Universität eine Energieeinsparung von 15 - 18 %, mit positiven Auswirkungen sowohl auf die Kosten als auch die Umwelt.

Man könnte nun argumentieren, dass eine Nachtbeleuchtung von Straftaten abschreckt und Kameras, die möglichst hochwertige Bilder aufnehmen sollen, helles Licht benötigen. Die gute Nachricht ist: das trifft nicht zu. Zunächst einmal zeigen verschiedene Studien auf, dass in einem dunklen Gebäude weniger Straftaten vorkommen als in einem beleuchteten. Zum anderen lassen Innovationen in der Kameratechnologie hochauflösende Farbaufnahmen bei fast vollkommener Dunkelheit zu. Ein Beispiel dafür ist Axis Lightfinder, eine extrem lichtempfindliche Technologie, die noch bei 0,18 Lux oder weniger Farbaufnahmen liefern kann.

Energieeffiziente Kameras

Zur Bewältigung dieses Problems sind die Produkte von Axis nachhaltig und energieeffizient konzipiert. Dieser Aspekt hat für Axis höchste Priorität. Schon in der Entwicklungsphase wird jede Kamera so konzipiert, dass sie möglichst energieeffizient ist, ohne die Funktionalität dadurch zu beeinträchtigen.

Dank unserer Innovationen in Kameratechnologien und -funktionen erleben wir nun erhebliche Verbesserungen in der Betriebseffizienz von Überwachungssystemen. Durch die erhöhte Verarbeitungsleistung hochauflösender Kameras und durch Funktionen wie dem Multi-View Streaming konnte das Sichtfeld jeder Kamera erheblich erweitert werden. Es ist möglich, mehrere Bereiche mit einem Gerät zu überwachen. Folglich werden weniger Geräte benötigt (und damit ist weniger Energie zum Betrieb des Systems erforderlich), ohne die Qualität der Aufnahmen oder die Überwachungsreichweite zu beeinträchtigen.

Andererseits wird für bestimmte Anwendungen in Überwachungssituationen möglicherweise eine geringere Reichweite benötigt. Bei Einsatz einer leistungsstarken Kamera mit großer Reichweite verbrauchen Sie dann möglicherweise unnötig Energie. Es kommt häufig vor, dass der Überwachungsbereich eine eher vertikale als horizontale Form hat. Das ist bei Treppen, Fluren, Gängen, Straßen, Start- und Landebahnen oder Tunneln der Fall. Für diese Situationen ist das übliche Querformat nicht optimal geeignet, da Videostreams entstehen, bei denen ein großer Teil des Sichtfelds – insbesondere die Bildränder – überflüssig sind. Es wird auch keine maximale Bildqualität erzielt, denn der volle Bereich und die Auflösung des Bildsensors in der Kamera werden nicht ausgenutzt, wodurch zudem Bandbreite und Speicherplatz verschwendet werden. Kameras, deren Merkmale für solche Situationen optimiert sind, können dieser Energieverschwendung entgegenwirken. So erzeugt beispielsweise das Axis Corridor Format einen vertikal ausgerichteten Videostream im Portraitformat, der perfekt an den zu überwachenden Bereich angepasst ist. Dies führt zu maximaler Bildqualität und optimaler Nutzung von Bandbreite und Speicher.

Das sind nur einige Beispiele dafür, wie Sie mit Hilfe von Innovationen in der Kameratechnologie den Energieverbrauch senken und Kosten einsparen können.

Durch energieeffizientere Gestaltung der Elektronik, die Sie zur Reduzierung des Energieverbrauchs einsetzen, und die Heranziehung von Daten, mit denen Sie den optimierten Energieverbrauch in Ihrem Unternehmen gewährleisten können, entlasten Sie nicht nur das Budget Ihres Unternehmens, sondern leisten auch einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft.

Weitere Informationen über Nachhaltigkeit bei Axis:
White paper herunterladen 2017 Sustainability report (auf Englisch)
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Silke Stumvoll, PR Manager Middle Europe, Axis Communications
Telefon +49 89 35 88 17 221