„Grünes” Design für eine nachhaltigere Welt

Artikel
7. Januar 2020
Die so genannte Öko-Innovation wird für Hersteller, die aktuellen Trends folgen und Kundenanforderungen erfüllen wollen, entscheidend. Axis legt den Schwerpunkt zunehmend auf grünes Design: durch den Einsatz von Recyclingmaterialien und den Abbau gefährlicher Stoffe, um im Einklang mit den Zielen der UN für nachhaltige Entwicklung verantwortungsvoll zu handeln.

Nachhaltigkeit gehört zu den derzeitigen Megatrends. Kein Wunder, denn der Klimawandel betrifft uns alle. Und da wir eben alle in unterschiedlichem Ausmaß Teil des Problems sind, können wir auch Teil der Lösung sein.

Wachsendes Kundenbewusstsein sowie der Druck durch Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und von der Industrie gesponserte Initiativen zur Durchsetzung strengerer Richtlinien für Hersteller treiben eine Änderung voran.

Auch die Ziele der UN für nachhaltige Entwicklung (SDGs) spielen eine unübersehbare Rolle. Viele Unternehmen unterstützen SDGs, indem sie Verantwortung übernehmen und proaktiver handeln, um ihr Geschäft nachhaltiger zu gestalten.

Die Auswahl nachhaltiger Materialien ist wesentlich

„Die Auswahl nachhaltiger Materialien gehört zu den Schwerpunktbereichen grünen Designs,” sagt Ausra Reinap, Senior Environmental Engineer, Axis Communications. „Wir bemühen uns, mehr Recyclingmaterialien einzusetzen und die Nutzung gefährlicher Stoffe in unseren Produkten zu minimieren.“

Unser Ziel ist es, die Nutzung gefährlicher Stoffe in unseren Produkten zu minimieren und letztlich zu vermeiden. Mit der Entwicklung von Kameras, die keine gefährlichen bromierten und chlorierten Flammschutzmittel mehr enthalten, ohne dass die Feuersicherheit beeinträchtigt wird, haben wir den ersten Schritt in Richtung auf dieses Ziel unternommen.

Ausra ist Mitglied der Axis Green Design Group, die bereits 2012 gebildet wurde, um die Umstellung des Unternehmens auf umweltfreundlichere Produkte zu unterstützen. Durch die Zusammenstellung verschiedener Kompetenzen aus Design, Umwelt und Qualität will die Gruppe das Umweltbewusstsein vertiefen und die Konstrukteure von Axis im Entwicklungsprozess motivieren.

Axis hat vier Aspekte der Öko-Innovation identifiziert:

  • Materialauswahl
  • Teiledesign optimieren
  • Design for Manufacturing (DfM) optimieren
  • Entsorgung optimieren

Den gesamten Produktlebenszyklus erfassen

Ausra Reinap

„Grünes Design ist ein eher weit gefasstes Konzept, bei dem es um Möglichkeiten zur Minimierung unserer Umweltwirkung geht,” sagt Ausra, „und zwar nicht nur in der gesamten Wertschöpfungskette, sondern im ganzen Produktlebenszyklus.”

2015 führte Axis die Green Design Evaluation Scorecard ein, um Designern bei der Integration von Umweltaspekten in den Produktentwicklungsprozess zu helfen. Ausra sagt: „Wir wissen, dass die Auswahl von Recyclingmaterialien eine Herausforderung darstellen kann, insbesondere solcher, die den in den USA und Kanada entscheidenden strengen UL-Normen entsprechen”, sagt Ausra.

Bei Axis gibt es eine Liste verbotener und eingeschränkter Substanzen, einschließlich sowohl solcher, die bereits gesetzlich geregelt sind, als auch solcher, die noch nicht eingeschränkt oder verboten sind, es jedoch wahrscheinlich in Zukunft sein werden. „Die Liste enthält Weichmacher ebenso wie bromierte und chlorierte Flammschutzmittel (BFR/CFR), und für uns ist es sehr wichtig, nicht einfach die Gesetzgebung abzuwarten, sondern eher einen Schritt voraus zu sein,” erklärt Ausra.

Vom Material abgesehen

Das Gewicht ist zur Optimierung des Teiledesigns entscheidend. Weniger Material bedeutet weniger Ressourceneinsatz, aber auch weniger Umweltbelastung durch Transporte. Eine weitere Möglichkeit zur Optimierung des Teiledesigns besteht darin, die Anzahl der Schrauben zu reduzieren, oder sogar ganz ohne Schrauben auszukommen, beispielsweise durch den Einsatz von Schnappverbindungen.

Ebenso wichtig ist die Herstellungsweise des Produkts. Optimiertes Design for Manufacturing bedeutet, geeignete Oberflächenbearbeitung und Toleranzen vorzugeben, damit Abfall minimiert wird. Ausra betont, dass dies eine Gratwanderung sein kann: „Wir wollen unsere Prozesse optimieren, ohne jedoch die Qualität zu gefährden. Dieser Anspruch an uns selbst erschwerte die Sache etwas, denn die BFR-/CFR-freien Materialien sind starrer, aber wir haben einen Lösungsweg gefunden, der gleichzeitig nachhaltiger ist.“

Über die Produktnutzungsphase hinaus ist ein Design für optimale Entsorgung wesentlich. Leichtere Zerlegbarkeit vereinfacht Reparatur, Wiederverwendung und Recycling. „Im Optimalfall,“ sagt Ausra, „haben wir ein modulares Design, das einen zirkulären Ansatz zulässt. Wir verfolgen einige Initiativen und werten sie aus; wir arbeiten also daran.“

BFR/CFR-freie Produktentwicklung

Christian Adielsson

Chefingenieur Christian Adielsson hat bei einem neuen Produktentwicklungsprojekt praktische Erfahrung mit grünem Design gewonnen. Er sagt, „Wir starteten ein Kameraprojekt auf der Basis einer völlig neuen Plattform, und eine der Anforderungen war, dass alles frei von bromierten und chlorierten Flammschutzmitteln sein sollte.“

„Auf der Suche nach Ersatz nahmen wir Kontakt zu Anbietern auf,“ sagt Christian. „Unsere erste Herangehensweise an dieses Problem erwies sich letztlich als recht zeitaufwendig, da wir keine geeigneten Tools hatten, um den Prozess zu automatisieren. So mussten wir alles manuell durchgehen. Das erste Produkt, das wir auf den Markt brachten, umfasste noch drei Komponenten, die nicht BFR-/CFR-frei waren. Es war die AXIS P1375. Aber wir wussten, dass das erst der erste Schritt war.“

Etwa zwei Jahre nach dem Entwicklungsbeginn der AXIS P1375 fand das Team einen Weg, um die Kamera umweltfreundlich zu gestalten, indem es die bromierten und chlorierten Flammschutzmittel in allen Komponenten eliminierte. Aber dank des Einsatzes von Metalloxiden waren die Geräte immer noch schwer entflammbar. „Es ist großartig zu sehen, dass unsere BFR- und CFR-freie Kamera für die Branche der Netzwerk-Kameras ein Pionierprodukt ist. Sie sorgt für Schutz und Sicherheit und trägt gleichzeitig zu einer grüneren Umwelt bei“, sagt Christian.

Entscheidend, Verantwortung zu übernehmen

Ausra zieht die Schlussfolgerung: „Als Hersteller ist es heute entscheidend, Verantwortung für Nachhaltigkeit zu übernehmen, und grünes Design ist notwendig, um ein glaubhafter Anbieter zu sein. Axis hat sehr hoch gesteckte Ziele, und wenn wir Branchenführer sein wollen, müssen wir unsere Umweltwirkung im gesamten Produktlebenszyklus reduzieren.”

Make the green picture. Ways of optimization.
Erfahren Sie mehr darüber, wie wir versuchen, unsere Umweltbelastung zu minimieren:
Verbesserung der Nachhaltigkeit
Axis Communications, Andreas Reimann, PR and Social Media Specialist
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Andreas Reimann, PR and Social Media Specialist, Axis Communications
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