Der Weg der Innovation

Artikel
10. Dezember 2018
Innovation ist zentraler Bestandteil der DNA von Axis. Das können wir wohl von uns behaupten, nachdem wir 1996 die weltweit erste Netzwerk-Kamera entwickelt haben. Kontinuierliche Innovation ist eine Herausforderung. Peter Rietz gibt uns nähere Auskunft über die Innovationskultur bei Axis.

Peter Rietz ist Director Product Management bei Axis Communications. Er gehört seit 2011 zum Unternehmen und leitet die für alle Video-Hardwareprodukte zuständige Abteilung. Davor war er als Product Manager für Video-Encoder und modulare Kameras verantwortlich.

Wie sind die besten Innovationen von Axis entstanden?

AXIS Q6000-E Netzwerkkamera, eine von vielen Innovationen von Axis.
AXIS Q6000-E Netzwerkkamera, eine von vielen Innovationen von Axis.

Peter Rietz:  Innovationen sind für Axis zentral. Das zeigt sich wahrscheinlich am deutlichsten, wenn wir etwas vollkommen Neues und Unerwartetes entwickeln. So kombiniert beispielsweise die AXIS Q6000-E Netzwerk-Kamera eine PTZ-Kamera mit einer 360°-Panoramakamera zu einem einzigen mechanischen Element aus zwei Kameras, das wie eine Kamera funktioniert. Die Panoramaaufnahmen geben einen Überblick über die aktuelle Situation. Durch Anklicken der Übersicht zoomt die PTZ-Kamera in das Objekt und liefert die Details.

Unsere Innovationen erleichtern zudem die Verwendung, Installation und Integration, was für unsere Partner letztendlich zu erheblichen Kosteneinsparungen führt. Eine außergewöhnliche Innovation ist die Axis Zipstream-Technologie, eine Software, die Videodaten intelligent komprimiert. Die erforderliche Bandbreite und der Speicherbedarf werden erheblich verringert, ohne dass forensisch relevante Details verloren gehen. Dies führt zu erheblichen Kosteneinsparungen, geringerem Energieverbrauch für das System und besserer CO2-Bilanz.

Wie viele Produkte werden auf direktes Kundenfeedback hin entwickelt?

Peter Rietz:  Wir entwickeln die meisten, wenn nicht sogar alle Produkte ausgehend von direktem Kunden- und Partner-Feedback. Wenn wir eine Lösung entwickeln, die eine bestehende ersetzen soll, hören wir immer auf unsere Kunden um zu verstehen, woran sie Gefallen finden und was ihrer Ansicht nach verbessert werden könnte. Genauso wichtig ist es jedoch, eigene Produktideen zu entwickeln und eine langfristige Perspektive einzunehmen, um Innovationen zu schaffen und uns von der Konkurrenz abzuheben, anstatt nur die aktuellen Anforderungen des Marktes zu berücksichtigen.

Mitarbeiter und Partner von Axis
Um Kunden und Partner zu treffen, ist das Sammeln von Input & Feedback ein wichtiger Bestandteil des Produktentwicklungsprozess.

Auch bei Design und Entwicklung neuer Produkttypen sprechen wir ausgiebig mit potenziellen Kunden, die uns ihre Wünsche und Probleme schildern. Vor allem ist es für uns wichtig zu erfahren, wo die größten Herausforderungen bestehen, wie das Produkt eingesetzt wird und in welcher Umgebung es installiert werden soll, damit wir eine relevante Lösung bieten können. Und natürlich besteht erheblicher Interaktions- und Abstimmungsbedarf, damit die Lösung die gestellten Anforderungen auch wirklich erfüllt.

Inwieweit spielt die potenzielle Nutzung der Technologie künftig in der Entwicklungsphase eine Rolle?

Peter Rietz:  Wir versuchen, unsere eigene, aber auch andere Branchen zu analysieren um zu erfahren, welche Technologien in Zukunft interessant werden könnten. Technologie kann von großem Nutzen sein, allerdings nur, wenn wir damit Herausforderungen bewältigen können, vor denen wir und unsere Partner stehen. Manchmal stoßen wir auf schon lange existierende Technologien und erkennen plötzlich ihr Potenzial. Radar ist ein gutes Beispiel dafür. Diese Technologie gibt es schon seit Jahrzehnten, doch erst in den letzten Jahren hat die Automobilindustrie angefangen, sie für Kraftfahrzeuge zu nutzen. Dies wiederum hat die Entwicklung der Technologie beflügelt und ihre Kosten verringert.

Kollegen in einer Besprechung, die die Details eines Projekts besprechen.
Die Nutzung bereits vorhandener Technologien auf neue Weise schafft große Chancen für neue Innovationen.

Wir haben erkannt, dass wir sie hervorragend in ein Überwachungssystem einbauen können, denn Radar findet bewegliche Objekte und erfasst deren Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit sogar bei völliger Dunkelheit. Der von uns entwickelte Radarmelder hat sich als äußerst nützlich erwiesen.

Durch die kreative Kombination von Produkten können sehr intelligente Lösungen entstehen. Ein Beispiel ist die Kombination aus Radarmelder und PTZ-Kamera. Dadurch können wir gewährleisten, dass die PTZ-Kamera ein bewegliches Objekt in einer festgelegten Zone verfolgt, Warnmeldungen ausgibt und über unsere Lautsprecher automatische Durchsagen auslöst.

Wie werden zukünftige Innovationen aussehen? Was wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren der wichtigste Trend in der Branche sein?

Peter Rietz:  Zweifellos werden die fortgesetzte Digitalisierung, IoT-Plattformen und Deep Learning in unserer Branche künftig eine wichtige Rolle spielen. Große Wertschöpfung lässt sich durch die Kombination von Daten aus verschiedenen Quellen mit intelligenten Formen der Datennutzung erzielen. Wir können die Anzahl der Fehlalarme eines Systems verringern und Lösungen bieten, mit denen unsere Kunden Sicherheit noch proaktiver gewährleisten können, anstatt erst nach einem Ereignis herauszufinden, was geschehen ist.

Es wird viele Innovationen in den Bereichen Integration verschiedener Geräte, Datenverwaltung, Analysen sowie Bereitstellung und Präsentation wertvoller nutzbarer Daten geben. Allerdings ist es wichtig, dass das eigene Handeln Hand und Fuß hat und zuerst Lösungen für Anwendungsfälle unserer Kunden und Partner gefunden werden, anstatt einem Hype zu folgen. Die Technologie an sich ist weniger von Bedeutung; vielmehr kommt es darauf an, welche Anwendungsfälle wir unterstützen können.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Silke Stumvoll, PR Manager Middle Europe, Axis Communications
Telefon +49 89 35 88 17 221