Zertifizierung und Normen: Mit Axis immer einen Schritt voraus

Artikel
19. August 2021
Kein Bereich von Wirtschaft und Gesellschaft kommt ohne Normen und Zertifikate aus. Ob es dabei um die Zutaten in der Lieblingspizza oder die Lebensdauer von Industrieanlagen geht – Zertifizierungen sind ein wichtiger Baustein vertrauensvoller Beziehungen zwischen Unternehmen und ihren Partnern. Auch die Überwachungs- und Sicherheitsbranche ist hiervon nicht ausgenommen: Zahlreiche lokale, regionale und internationale Zertifikate und Normen definieren die Leitplanken für Hard- und Software, aber auch für die Unternehmenstätigkeit selbst. Ein verbreitetes Missverständnis lautet, dass zwei Produkte mit dem gleichen Zertifikat auch die gleiche Qualität aufweisen, was aber bei Weitem nicht immer der Fall ist. Für uns bei Axis legen die verschiedenen Regelwerke keine Zielvorgaben, sondern Mindestanforderungen fest. So ist es für uns ganz normal, mit neuen Produkten weit über bereits geltende oder künftige Normen und Zertifikate hinauszugehen.

Normen und Zertifikate spielen eine wichtige Rolle – daran besteht kein Zweifel. So geben z. B. Unternehmen, die an neuen Lösungen forschen, immer häufiger die Zertifizierung von Produkten, Diensten und Technologien in Auftrag. Ämter und Behörden wiederum entwickeln neue Normen, um z. B. nationale Ziele in Sachen Nachhaltigkeit oder Sicherheit zu erreichen, die von allen innerhalb ihrer Landesgrenzen tätigen Unternehmen eingehalten werden müssen.

Ein Unternehmen, dessen Produkte nicht vorschriftsmäßig zertifiziert sind, wird schnell Probleme bekommen, Geschäfte zu tätigen und Kunden zu gewinnen – in welcher Branche auch immer es tätig ist. Was früher vielleicht ein interessantes Extra war, gehört heute zur Grundausstattung.

Ein zu enger Fokus auf Normen und Zertifikate birgt jedoch das Risiko, reine To-do-Listen abzuarbeiten: Wenn alles erledigt ist, kann das kontinuierliche Qualitätsmanagement ja schon einmal weniger streng gehandhabt werden. Sich zu sehr und in jeder Hinsicht auf Normen und Zertifikate als Maß für die Produktqualität zu verlassen, kann ausgesprochen heikel sein – insbesondere in stark innovativen Branchen.

Zertifizierungen und ihr gemächliches Naturell

Zertifizierungen bieten Verwaltungsbehörden und Kunden zwar eine gewisse Sicherheit, bringen aber auch Herausforderungen mit sich. In innovativen Bereichen wie der Überwachungs- und Sicherheitsbranche kommen laufend neue Technologien und Verfahren auf den Markt – und Zertifizierungen hinken zwangsläufig immer etwas hinterher.

Es ist schlicht nicht möglich, Normen und Zertifikate für etwas zu formulieren, das es noch gar nicht gibt.

Zertifizierungen bei Axis

Da also Normen und Zertifikate naturgemäß nicht mit den Innovationen mithalten können, müssen solche Unternehmen eigene Standards in Sachen Produktqualität, Sicherheit und Ethik setzen. Bei Axis ist dies der Fall. Qualität in allem, was wir tun, war schon immer Teil unserer DNA – ob bei der Entwicklung der weltweit ersten Netzwerk-Kamera zur Videoüberwachung oder jeder weiteren darauf folgenden Innovation.

Neben dem Kernwert Qualität in allen Entwicklungen und Produkten von Axis lassen sich im Unternehmen drei weitere Schwerpunkte ausmachen:

  • Hardware: Funktionalität, Stabilität, Sicherheit, Nachhaltigkeit
  • Software: Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Cybersicherheit
  • Mitarbeiter und Partner: Verhaltensregeln, ethisches Handeln, Antikorruptionspolitik

Für all diese Bereiche gibt es lokale, regionale und internationale Zertifizierungen, durch die Axis die Erfüllung der im jeweiligen Markt geltenden Standards belegen kann.

In aller Regel muss Axis seine Technologien, Produkte und Lösungen für eine solche Zertifizierung nicht verbessern, sondern lediglich ihre Erfüllung der vorhandenen oder neuen Anforderungen nachweisen. Dank unternehmensinterner Systeme, Prozesse und Regelwerke gehen unsere Produkte normalerweise weit über die jeweiligen Zertifizierungsvorgaben hinaus.

Einhaltung von Zertifizierungen und Standards

Unternehmen wie Axis müssen also unbedingt stets auf dem aktuellen Stand sein, was die geltenden Normen und Zertifikate betrifft – in den einzelnen Geschäftsbereichen, Branchen und auch Ländern, in denen Axis tätig ist. Diese alles andere als einfache Aufgabe beschäftigt unternehmensübergreifend ganze Teams.

Was die Hard- und Software betrifft, so stellen spezielle Teams bei Axis, die neue strategische Technologien und Produkte entwickeln, sicher, dass diese weit über die Industriestandards hinausgehen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Kürzlich beschloss Axis die Gründung eines neuen Unternehmensbereichs zur Entwicklung und Herstellung von Kameras mit Explosionsschutz. Beim Audit seines Qualitätsmanagementsystems stellte sich heraus, dass dieses alle relevanten internationalen Normen erfüllt. Hierdurch – und durch lückenlose Kontrolle des gesamten Produktionsprozesses vom Chip bis zum Gehäuse – kann Axis die alleinige Verantwortung für die Produktqualität übernehmen.

In vielen Sektoren gelten auch spezifische Normen und Zertifikate, die sich von Land zu Land deutlich unterscheiden können und deren Einhaltung bzw. Bescheinigung die jeweiligen Axis Teams sicherstellen – vom Einzelhandel bis hin zum Transport. In Großbritannien genehmigt z. B. das Zentrum zum Schutz der nationalen Infrastruktur (Centre for the Protection of National Infrastructure, CPNI) Technologien, die seiner Einschätzung nach für den Schutz der wichtigsten Einrichtungen des Landes geeignet sind. Vergleichbare Stellen gibt es weltweit für alle Branchen.

Auch die Mitgliedschaft in internationalen Normungsorganisationen trägt wesentlich dazu bei, auf dem aktuellen Stand zu bleiben und die relevanten Zertifizierungen erfolgreich zu absolvieren. Hierzu gehört z. B. die Internationale Elektrotechnische Kommission (International Electrotechnical Commission, IEC), die bereits über 7.000 Normen für Elektrogeräte und -anlagen herausgegeben hat. Allein die IEC – bei weitem nicht die einzige internationale Organisation zur Normung – brachte 2020 über 500 neue Normen heraus. Keine leichte Aufgabe also, hier stets up to date zu sein.

Daneben gibt es weitere Organisationen, Verbände und Gremien, in denen ein wertvoller Austausch zu relevanten neuen Normen stattfindet, wie z. B. ONVIF, zu deren Gründern Axis gehört, oder die Security Industry Association in den USA.

Normerfüllung ist gut – aber uns nicht gut genug

Wie eingangs erwähnt sieht Axis in Zertifizierungsvorgaben eher Mindestanforderungen denn echte Zielmarken. Ein verbreitetes Missverständnis lautet, dass zwei Produkte mit dem gleichen Zertifikat auch die gleiche Qualität aufweisen. Dies ist aber nur selten der Fall.

Leider bergen Zertifizierungen auch das Risiko, dass lediglich zu Beginn eines Beschaffungsprozesses Checklisten abgearbeitet werden und sie danach keine Rolle mehr spielen – man geht schlicht davon aus, dass Hersteller mit den gleichen Zertifikaten auch die gleichen Standards erfüllen.

Dies ist ein Punkt, bei dem Axis gegenüber Partnern, Kunden und Interessenten immer wieder anregt, Zertifizierungen unter die Lupe zu nehmen und genau hinzusehen, wie Axis die jeweils geprüften Punkte im Einzelnen handhabt.

So können herstellereigene Regelwerke oder Prozesse weit mehr aussagen als die schlichte Einhaltung von Mindeststandards – ob es dabei nun um die Qualitätssicherung entlang der Lieferkette oder einen „Zero-Trust-“-Ansatz zur Cybersicherheit geht.

Offenheit ist Axis ein zentrales Anliegen – nicht nur bei unseren Technologien, sondern auch im Umgang mit Kunden und Partnern. Dies bringt einen intensiven Austausch zu Normen und Zertifikaten mit sich: Axis arbeitet eng mit Kunden und verschiedenen Playern aus der Branche zusammen, um die Auswirkungen einzelner Bestimmungen auf bestimmte Schutzziele zu verstehen und den Kundennutzen zu maximieren.

Mit der Zertifizierung ist es nicht getan

Immer mehr Regeln, Normen, Zertifikate und Bestimmungen prägen die Welt von heute. Dies ist zunächst einmal positiv – sorgt es doch bei den Produkten, die wir Tag für Tag kaufen, benutzen und verbrauchen, für mehr Transparenz. Allerdings kann es auch dazu führen, dass Menschen und Unternehmen die Qualität von Produkten, Dienstleistungen und Technologien nur noch auf Grundlage der festgelegten Regelwerke bewerten.

Dabei hinken solche Regelwerke, die zudem lediglich Mindestanforderungen aufstellen, dem Tempo von Innovation und Wandel oft hinterher. Daher sollten weitere Faktoren hinzukommen, wenn wir die Vertrauenswürdigkeit eines Unternehmens bewerten: Hat es unserer Einschätzung nach interne Systeme und Prozesse etabliert, die Zuverlässigkeit, Stabilität, Sicherheit und Qualität schon gewährleisten, wenn die zugehörige Norm noch auf sich warten lässt? Setzt das Unternehmen selbst Maßstäbe für andere?

Mit Stolz können wir sagen, dass Axis für seine Qualität und Innovationsstärke bekannt ist. In der schnelllebigen Welt von heute bleibt jedoch keine Zeit, sich auf dem Erreichten auszuruhen: Stattdessen müssen wir Tag für Tag die Werte hochhalten, auf deren Grundlage wir auch weiterhin normgerechte – und darüber hinausgehende – Produkte anbieten können. Dies wird auch in Zukunft unser Kurs sein.

Mehr Informationen, wie Axis an herausragender Qualität auf allen Ebenen arbeitet:
Qualität definieren und konsequent umsetzen [Artikel]
Axis Communications, Andreas Reimann, PR and Social Media Specialist
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Andreas Reimann, PR and Social Media Specialist, Axis Communications
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