Sharpdome-Technologie

Aufgrund der innovativen Mechanik der Sharpdome-Technologie rotiert die gesamte Kuppel, während sich das Objektiv einer herkömmlichen Dome-Kamera nur innerhalb der Kuppel dreht. Dank der Kombination aus dieser Mechanik, der idealen Platzierung des Kameramoduls und dem einzigartigen Design der Dome-Kamera für den Außenbereich sind in sämtlichen Schwenk- und Neigepositionen die gleiche optimale Bildschärfe und absolute Szenentreue gewährleistet. Auf diese Weise werden Objekte erkannt, die sich um bis zu 20° über dem Kamerahorizont befinden. Somit sind diese Kameras auch für Anwendungen in unebenem Gelände geeignet.

Die Sharpdome-Technologie beinhaltet die einzigartige Speed-Dry-Funktion von Axis, dank derer Wassertropfen vom Glas der Kuppel geschüttelt werden und die Bilder auch bei Regen scharf sind. Sie kann auch die Reinigung des Domes vereinfachen, da sie effizientere Methoden wie etwa die Hochdruckreinigung zulässt. Bei aktivierter Speed-Dry-Funktion vibriert die Kuppel mit hoher Frequenz. So wird die Oberflächenspannung des Wassers zerstört, die Tropfen laufen ab.

Schnappschuss von der Live-Ansicht einer Kamera vor (links) und nach (rechts) der Aktivierung der Speed-Dry-Funktion.

Hintergrund

Kameras mit Schwenk-, Neige- und Zoomfunktion („Pan-Tilt-Zoom“, PTZ) eignen sich hervorragend zur Überwachung von unterschiedlichen öffentlichen Orten, beispielsweise Einkaufszentren, Straßen oder Stadien. Die Kamera kann geschwenkt und geneigt werden, um große Bereiche abzudecken, und einzelne zu überwachende Objekte heranzoomen. Der Horizont einer in eine herkömmliche Kuppel montierten Kamera ist allerdings begrenzt. In Umgebungen, in denen Höhenunterschiede herrschen, kann dies zu Problemen führen, etwa bei Rolltreppen, hügeligen Straßen oder abschüssigen Tribünen. Das aufwärts begrenzte Sichtfeld von PTZ-Kameras, die in eine herkömmliche Kuppel montiert sind, beeinträchtigt deren Funktionalität.

Herkömmliche Kamerakuppeln sind aufgrund ihres Herstellungsverfahrens keine vollkommenen Kugeln. Das von der Kamera innerhalb der Kuppel produzierte Bild wird deshalb verzerrt. Wenn die Kamera geneigt wird, verändert sich zudem die Entfernung zwischen dem Kameraobjektiv und der durchsichtigen Abdeckung. Dies führt zu Reflexionen. Mit SharpDome gehören solche Probleme der Vergangenheit an.

Der L-Wert ist wichtig, um die Bedingungen für die Bildauflösung festzulegen. Um eine optimale Bildqualität zu erzielen, muss sich die optische Achse des Kamerablocks im Mittelpunkt der Kugel befinden. An dieser Stelle beträgt der L-Wert 0,90°.