Smart Cities für die Zukunft

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Smart Cities stehen im Fokus: Noch vor wenigen Wochen nahmen mehr als 21.000 Menschen am Smart City Expo World Congress 2018 in Barcelona teil und vertraten dabei über 700 Städte. Es zeigt sich: Die fortschreitende Urbanisierung sowie die Auswirkungen auf Städte und ihre Bürger ziehen immer mehr Interessengruppen an. Es gibt zunehmend Lösungen und Möglichkeiten, um eine effizientere und lebenswertere Umgebung zu schaffen. Das Ziel? Menschen, Unternehmen und ganze Städte sollen sich sicher entwickeln können. Vor allem die Bedeutung von „Smart“, um das zukünftige Wachstum einer Stadt zu unterstützen, rückt dabei ins Zentrum.

Verkehrsfluss optimieren

Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt. Dies wirkt sich auch auf den Verkehr aus. Für die Bewohner bringt das hohe Verkehrsaufkommen oft negative Auswirkungen für die Freizeit sowie die Finanzlage mit sich, ganz zu schweigen von den Folgen für die Umwelt. Städte sind also gut beraten einerseits ihre Bewohner zu motivieren, vermehrt umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen und andererseits das Verkehrsaufkommen allgemein besser zu verwalten.

Ein gutes Beispiel für eine Smart City ist der diesjährige Gewinner des Mobility Award der Smart City Expo – Atlantas Projekt „North Avenue Smart Corridor“. Bereits seit 2015 sind in Atlanta (USA) mehrere Axis-Kameras aus Sicherheitsgründen installiert. Im Rahmen des preisgekrönten Projekts wurden 84 der Kameras mit der Bildverarbeitungssoftware Citilog ausgestattet und damit in wertvolle Verkehrssensoren verwandelt. Heute geben die Kameras einen Live-Blick auf die Verkehrssituation und liefern Echtzeit-Verkehrsdaten. Die gewonnenen Statistiken werden genutzt, um die Ampelzeiten an 26 Kreuzungen zu optimieren. Durch diese Installation ist es der Stadt gelungen, die Fahrzeiten zu verbessern und die Wartezeiten an Kreuzungen deutlich zu reduzieren.

Sicherheit in Smart Cities

Die öffentliche Sicherheit ist wichtig für den Ruf einer Stadt. Und ohne Sicherheit ist keine intelligente Stadt möglich, oder? Jede Stadt hat dabei ihre individuellen Herausforderungen im Bereich Sicherheit, wie sich auch die Verbrechen unterscheiden. Einige leiden unter organisierter Kriminalität, in manchen passieren oft Raubüberfälle, während andere ein hohes Maß an Autodiebstählen zu bekämpfen haben. Solche Probleme führen dazu, dass sich die Zivilbevölkerung unsicher fühlt. Stadtviertel, Verkehrssysteme oder sogar die Inanspruchnahme öffentlicher Dienste wie Erholungsgebiete werden gemieden. Daher ist es ein wichtiger Schwerpunkt von den Stadtverantwortlichen, für Sicherheit in ihrer Stadt zu sorgen.

Viele Städte haben bereits Sicherheitskameras in kriminell gefährdeten Bereichen installiert und sie mit Leitzentren verbunden, um effizienter auf Vorfälle reagieren zu können. Auf dem Smart City Expo World Congress 2018 beispielsweise konnte ein deutlicher Anstieg bei der Anzahl von Geräten und Sensoren festgestellt werden, die in Sicherheitssysteme integriert werden können.

So erläuterten beispielsweise Vertreter einer argentinischen Stadt, wie sie an Schulwegen Alarmknöpfe installieren, damit sich Kinder schnell mit Rettungsdiensten verbinden können. Wenn eine Taste gedrückt wird, ermöglichen Kameras in der Nähe dem zuständigen Leitstellenmitarbeiter, die Ursache des Problems zu erkennen und zu entscheiden, ob er Hilfe schicken soll. Weitere Beispiele sind Lösungen, die automatisch vor Drohnen, Verkehrsunfällen, Menschenansammlungen, Schüssen oder anderen spezifischen Geräuschen warnen.

Atlanta, eine Smart City in Action

Über die Stadt Atlanta wurde wegen ihrer stadtweiten Sicherheitsinitiative „Operation Shield“ diskutiert. Da bestimmte Geräte, Daten und Interessenvertreter miteinander verbunden wurden, fand die Polizei der Stadt einen optimalen Weg, ihre Bürger besser zu schützen. Kurz gesagt, sie haben mehr als 10.500 Kameras von öffentlichen und privaten Einrichtungen mit einer Kommandozentrale verbunden, so dass sie tägliche Vor- und Notfälle besser verwalten können. Die Kosten wurden entsprechend zwischen den Interessengruppen aufgeteilt. Atlantas Operation Shield ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie innovative Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen einer Stadt, aber natürlich auch ihren Bürgern einen echten Mehrwert liefern kann.

Atlanta-Operation-Shield
Im Zentrum der Diskussionen auf der Smart City Expo 2018: Atlanta’s Sicherheitsinitiative „Operation Shield“.

 

In diesem Jahr gab es großartige Beispiele dafür, wie vernetzte Videolösungen Städten geholfen haben, die Gesamtsituation zu verbessern. Dennoch gibt es bei vielen Stadtverwaltungen offene Fragen zu Budget und bezüglich der Zuweisung von Ressourcen. Regierungsvertreter sollten zuerst die Bedürfnisse der Bürger erkennen und dann Initiativen entwickeln, um diese zu erfüllen. Der Congress in Barcelona zeigte, dass in vielen Smart Cities von morgen vor allem die Schwerpunkte Sicherheit und Mobilität die höchste Dringlichkeit haben sollten.

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Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem englischsprachigen Blog.