Gastbeitrag: Trends bei IP-Sprechanlagen

Gastautor

IP-Sprechanlagen haben in den letzten Jahren vor allem dank der Flexibilität und Sicherheit, die den Unternehmen geboten wird, eine enorme Bedeutung erlangt. Im Jahr 2017 machten IP-basierte Intercom-Systeme über 60% des weltweiten Marktes für Intercom-Geräte aus. Aufgrund der vielfältigen Funktionalität von IP-Türsprechanlagen werden sie in Sicherheitssystemen in verschiedenen gewerblichen und industriellen Bereichen eingesetzt.

Als weltweiter Marktführer im Bereich IP hat 2N auf einige der wichtigsten Trends des Jahres 2018 aus dem IP-Intercom-Markt zurückblicken können, während Unternehmen weiterhin die neueste Technologie in ihren täglichen Betrieb integrieren.

1. Erhöhung der Konnektivität der Gegensprechanlage

Vor der Einführung von IP-Sprechanlagen gab es an einigen Stellen fest verdrahtete Nachrüstungen, bei denen der Wechsel der Verkabelung mit hohen Kosten für die Unternehmen verbunden war. Als Lösung wurde die drahtlose Konnektivität von den Endbenutzern bereitgestellt und verwaltet, aber oft kam es zu Problemen mit den Systemen, die sie unzuverlässig machten.

Um das Problem der Unzuverlässigkeit aufgrund des Mangels an verwalteten Netzwerken zu lösen, haben Unternehmen einen Technologiesprung vollzogen, indem sie die langfristige Evolution (LTE)-Konnektivität in ihren IP-Sprechanlagen eingeführt haben. Die Integration der LTE-Technologie in die Gegensprechanlage ermöglichte einen hohen Datendurchsatz für eine klare Sprachkommunikation, Full-HD-Videostreaming und eine schnellere Installation der Gegensprechanlage selbst. Durch diese Entwicklung der Gegensprechanlage konnte sie nun auch dort eingesetzt werden, wo ein klassisches Funksignal nicht verfügbar ist, z.B. in unzugänglichen Bereichen, wo Kommunikationsgeräte nur mit Batterien und Solarzellen betrieben werden können. Daher machen IP-Sprechanlagen, die mit LTE-Konnektivität ausgestattet sind, es aktiv, um die gesamte Infrastruktur abzudecken.

Die Entwicklung stammte aus Herausforderungen in Bereichen wie BST-Stationen, in denen nur Strom, aber keine Dateninfrastruktur außer dem Mobilfunknetz verfügbar ist. Da die IP-Technologie die Fernkonfiguration einzelner Geräte über die Cloud ermöglicht, müssen Administratoren nicht mehr zu Unternehmen reisen, um Konfigurationen zu ändern oder Software zu verwalten, was für die Wartungsunternehmen geringere Betriebskosten bedeutet.

2. Gegensprechanlagen für eine bessere Zugänglichkeit

Es gab viele Fälle, in denen die mangelnde effektive Zugänglichkeit von angeschlossenen Geräten zu einem zentralen System viele Herausforderungen für die Funktionsweise eines Unternehmens mit sich gebracht hat. Die Lösung dieses Problems lässt sich in den letzten Jahren jedoch mit „the cloud“ zusammenfassen. Smart Devices wie Smartphones und IP-Gegensprechanlagen werden angeschlossen, um eine optimale Benutzerfreundlichkeit über die Cloud zu gewährleisten. IP-Sprechanlagen bleiben nun mit einer zentralen Cloud-Lösung verbunden, die alle notwendigen Mechanismen im Hintergrund bereitstellt.

So arbeiten beispielsweise Sicherheitsbarrieren nun effizienter durch die direkte Anbindung an Türsprechanlagen, die mit einer zentralen Cloud-Lösung synchronisiert sind. Wenn sich beispielsweise jemand einem Eingang nähert, können Rezeptionisten oder Sicherheitsleute ihn sofort per Videoverbindung auf einem mit dem Server verbundenen Netzwerkgerät sehen. Sie müssen sich nicht mehr physisch im gleichen Gebäude befinden, um eine Genehmigung zu erhalten; dennoch erscheint die Sicherheitslösung für die Person, die das Gebäude betritt, als eine lokale Dienstleistung.

Ein weiteres Beispiel für die Nutzung von Video-IP-Sprechanlagen ist das Bildungssystem. Intercom-Zugangseinheiten erleichtern die Erfassung der Anwesenheit der Schüler, indem sie feststellen, wer das Gebäude betritt und verlässt. Diese Informationen können auch eine Berichterstattung an die Eltern ermöglichen, indem sie ihnen automatisch eine SMS-Benachrichtigung bei der Ankunft oder Abreise ihres Kindes senden.

Das System ist nicht nur für jeden Sektor anwendbar, sondern sobald der Endbenutzer seine Geräte bei einer Cloud-Speichersoftware registriert hat, erhält er sofortigen Zugriff auf die Überwachung oder Steuerung seiner Türsprechanlage – jederzeit und überall.

3. Integrierte IP-Sprechanlagen sorgen für mehr Sicherheit

Die mangelnde Sicherheit der Türsprechanlage hat zu ernsthaften Bedrohungen wie z.B. Identitätsdiebstahl geführt, die auftreten können, wenn jemand unbefugten Zugang zu persönlichen Daten erhält.  Auch bei der Betrachtung von Bereichen wie dem Bildungswesen ist es wichtig, dass die Prämisse für die Sicherheit des Personals, der Studenten und aller Besucher so sicher wie möglich bleibt. Die Entwicklung in diesem Bereich hat zu einer effektiveren wechselseitigen Kommunikation innerhalb der Schulen zwischen Eltern und Mitarbeitern geführt, um eine sicherere Etablierung zu erreichen.

Um die Gefahren durch mangelnde Sicherheit vor Ort zu minimieren, haben Unternehmen begonnen, eine erste Sicherheit an der Haustür zu erlangen, indem sie gesicherte Zugangskontrolle und Videoüberwachung in einer IP-Sprechanlage kombinieren. Dies bietet bessere Chancen, Identitätsdiebstahl zu erkennen, da die IP-Sprechanlage so positioniert ist, dass sie die Gesichter der Besucher sieht, im Gegensatz zu klassischen IP-Kameras, die oft an der Decke montiert sind.

Die IP-Sprechanlage ist da!

Immer mehr Unternehmen integrieren heute Zutrittskontrolle und Videoüberwachung für effektivere Kommunikationssysteme. Der Wechsel von analogen zu IP-basierten Systemen durch die Hersteller von Videosprechanlagen ermöglicht es den Anwendern nun, flexibler an die Zugangskontrolle heranzugehen. Da der Arbeitsplatz immer ungleicher und abgelegener wird, wird die Möglichkeit, Besucher über die Kameras der Gegensprechanlage zu betrachten und von jedem Ort aus mit ihnen zu kommunizieren, zunehmend zu einer Notwendigkeit. Da dieser Trend weiter wächst und alltäglich wird, wird erwartet, dass die Nachfrage nach IP-basierten Video- und Audio-Sprechanlagen folgen wird.

Gastbeitrag von Vít Kovařík, 2N

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