Gotthard Basistunnel: Sicher durch Videoüberwachung im weltweit längsten Tunnel

Jan Engelschalt

17 Jahre hat die Bauzeit des Schweizer Gotthard-Basistunnels gedauert – nach der Fertigstellung und einer Testphase haben die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) den fahrplanmäßigen Betrieb schließlich im Dezember 2016 aufgenommen. Mit gut 57 Kilometern Länge und zwei rund 40 Meter auseinanderliegenden Eisenbahntunnelröhren ist der Gotthard-Basistunnel der längste der Welt und führt von Erstfeld im Kanton Uri nach Bodio im Kanton Tessin.

Um in einem Ernstfall, wie einem Brand, den lebensrettenden Überblick zu behalten, haben sich die Tunnelbetreiber entschieden, an strategisch wichtigen Standorten im Tunnelinneren Videoüberwachung einzusetzen. Dazu zählen die beiden Multifunktionsstellen in Faido und Sedrun. Dort befinden sich Nothaltestellen und je zwei Spurwechsel. Dadurch können die Züge bei Bedarf von der einen einspurigen Röhre in die andere wechseln. Auch im Notfallkonzept der SBB spielen die Multifunktionsstellen eine äußerst wichtige Rolle: Bricht im Tunnel ein Feuer aus, kann der Zug dort anhalten und die Zuginsassen können sich via Flucht-Seitenstollen in die benachbarte Röhre begeben. Ein Evakuierungszug bringt sie dann aus dem Tunnel. Um diese Standorte stets im Auge zu behalten, installierte der Axis-Partner Securiton AG 160 Axis Kameras.

Robuste Kameras

Die Axis-Kameras haben besonders robuste Schutzgehäuse, damit sie den stark wechselnden Wetterverhältnissen, dem hohen Luftdruck und den Vibrationen im Tunnel durch die vorbeidonnernden Züge standhalten. Außerdem passen sich die hochauflösenden Kameras mit WDR (Wide Dynamic Range) den verschiedenen Lichtverhältnissen an und liefern so stets gestochen scharfe und optimal ausgeleuchtete Bilder. Alle eingesetzten Kameras sind Netzwerk-Kameras, die über PoE (Power-over-Ethernet) den Strom über das Ethernet-Kabel beziehen und dadurch keine zusätzlichen Stromkabel und Netzgeräte benötigen. Dank der hohen Bildauflösung liefern die Kameras die bestmögliche Bildqualität. Um den höchsten Sicherheitsansprüchen zu genügen, werden die Videostreams und Bilddaten an zwei geografisch getrennten Videomanagementsystemen verarbeitet und ausgewertet.

An zahlreichen Schweizer Bahnhöfen betreiben die SBB bereits eine Video-Plattform von Securiton namens „Multi Media Rail City“. Mit dem im Gotthard-Basistunnel eingesetzten Videoüberwachungssystem kommt die bewährte Lösung nun schweizweit zum Einsatz.

Weitere Informationen über den Einsatz der Sicherheitstechnik im Gotthard-Basistunnel können Sie online nachlesen.