Die Rolle von Netzwerkkameras bei der Drohnenüberwachung

Timo Sachse

Der Einsatz und die Bedeutung von Drohnen, auch bekannt als unbemannte Luftfahrzeuge oder UAVs (Unmanned Aerial Vehicles), nimmt weltweit in verschiedenen Branchen zu. Eine Studie von PricewaterhouseCoopers ergab beispielsweise, dass der soziale und wirtschaftliche Nutzen von Drohnen im Vereinigten Königreich bis 2030 42 Milliarden Pfund zum BIP beitragen und mehr als 600.000 Arbeitsplätze im Drohnensektor schaffen könnte.

Drohnen, die mit einer Kamera ausgestattet sind, können als mobiles „fliegendes Auge“ eingesetzt werden und bieten somit einen Überblick aus der Luft über ein bestimmtes Ziel oder einen bestimmten Standort. Sie sind ein potenziell wertvolles Werkzeug mit einer enormen Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten. Während die meisten Drohnenbenutzer verantwortungsbewusst handeln, gibt es dennoch mögliche Bedenken im Zusammenhang mit Drohnen. Wenn auch ohne böswillige Absicht – aber nicht weniger gefährlich – können sie ein Sicherheitsrisiko darstellen, wenn sie unwissentlich in einen gesicherten Luftraum gesteuert werden. In letzter Zeit wurden in diesem Zusammenhang einige der zulässigen Gegenmaßnahmen von den Regierungsbehörden geprüft und bestehende Gesetze verschärft, um beispielsweise auf einige Vorfälle zu reagieren, in denen Drohnen den Betrieb von verschiedenen internationalen Flughafen beeinträchtigten.

Das Sicherheitsrisiko, das Drohnen darstellen

Aufgrund der Möglichkeit, Video- oder Bildmaterial vom Luftraum aufzuzeichnen, birgt die Technologie auch das Risiko für Missbrauch. Drohnen könnten beispielsweise zur Wirtschaftsspionage eingesetzt werden und sind in der Lage, durch eine feindliche Aufklärung kritischer Infrastrukturen die Sicherheitsschwachstellen von bestimmten Standorten zu identifizieren. Sie können auch als ferngesteuertes Transportmittel für illegale Waren, wie z.B. die Lieferung von Drogen oder im Extremfall sogar als direkte Angriffsdrohung eingesetzt werden.

Die potenziellen Risiken von Drohnen werden nun von den Regulierungsbehörden untersucht. Im Vereinigten Königreich wurden neue Rechtsvorschriften erlassen, um den Einsatz von Drohnen zu regeln und sicher zu stellen, dass ihr Potenzial unter angemessener Berücksichtigung der Risiken genutzt werden kann. Die neue Gesetzgebung sieht einen Online-Sicherheitstest für Drohnenbenutzer vor. Zusätzlich ist die Flughöhe auf 122 m (400 ft) beschränkt und von Flughafengrenzen muss ein Abstand von mindestens 1 km eingehalten werden. Verstöße gegen die Vorschriften werden mit unbegrenzten Geldbußen und bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft.

Netzwerk-Kameras zur Erkennung und Minimierung des Gefahrenpotenzials von Drohnen

Um sich vor einer potenziellen Bedrohung durch Drohnen zu schützen, müssen Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um diese zu überwachen und vom Boden aus zu kontrollieren. Eine effektive Lösung dieser Herausforderung ist die Kombination von Netzwerk-Videokameras mit Sensoren und Analysesoftware zur Erkennung, Überwachung und Kontrolle von Drohnen, die in den Luftraum eines Unternehmens eindringen. Grundvoraussetzungen dabei sind, dass die Netzwerkkameras eine Plattform zur Integration der Drohnen-Technologie bieten und in der Lage sind, extreme Schwankungen in Licht, Entfernung und Umgebungsbedingungen zu bewältigen. Der Axis Application Development Partner (ADP) Dedrone hat eine Plattformlösung entwickelt, die Daten von Sensoren und der Analyse des Videomaterials der Netzwerkkameras aggregiert. Dies ermöglicht eine umfangreiche optische Erfassung des Areals, eine visuelle Lokalisierung und schlussendlich reduziertes Risiko. Die Benutzeroberfläche der Lösung stellt einen automatisierten visuellen Alarm und eine Benachrichtigung bereit. Weitere Maßnahmen zur Risikominimierung können beispielsweise eine Störung der Funkfrequenz der Drohnen durch Laser, der Einsatz einer Gegendrohne oder einer Nebelbombe sein. Die Lösung ermöglicht den Schutz sensibler Standorte, die Erkennung, Verfolgung und Überwachung von Drohnen rund um die Uhr, die Bereitstellung von Echtzeit-Alarmen und die Identifizierung potenzieller Bedrohungen, auch wenn diese mehrere hundert Meter über dem Boden liegen.

In den letzten drei Jahren ist die Zahl der Anbieter auf dem Markt für Drohnenerkennung und Gegenmaßnahmen exponentiell gestiegen. Die Bedrohung durch den Einsatz von Drohnen ist real und nimmt zu. Während die Gesetzgebung zunehmend helfen wird, ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass Drohnen ihren Weg in nicht autorisierte Lufträume finden und mit kriminellen Absichten eingesetzt werden. Demnach ist es unerlässlich, dass Unternehmen geeignete Vorsichtsmaßnahmen treffen und sich mit Technologien ausstatten, um das Risiko, das Drohnen für ihre Betriebe, Mitarbeiter und Kunden darstellen, zu minimieren.

Weitere Informationen zu Dedrone und dem DroneTracker Softwaresystem finden Sie hier.

Die Originalbeiträge in Englisch finden Sie hier und hier.