Das Museum ohne Grenzen dank IP-Video

Jochen Sauer

Der PS.SPEICHER in Einbeck, Nähe Hannover, ist ein Ort des Erlebens, in dem Motorgeschichte gezeigt wird. Doch, wenn man sich genauer umschaut, fällt auf, dass etwas Entscheidendes fehlt: Sicherheitsabsperrungen.

Kordeln oder gar Glasscheiben sucht man hier vergeblich, denn den Stiftern war es besonders wichtig, dass die Fahrzeuge nicht hinter Absperrungen verborgen blieben. Die Besucher haben somit freuen Zugang zu den Exponaten, um diese mit (fast) allen Sinnen zu erleben. Und wer selbst ein Oldtimer-Fan ist, weiß, dass es hier oft um das Detail und ein genaues „unter die Lupe nehmen“ geht. Trotz allem ist eines untersagt: das Berühren.  Befinden sich doch mitunter wahre Raritäten unter den Ausstellungsstücken.

Doch wie nun die wertvollen Exponate schützen? Vor dieser Herausforderung stand Jörg Weber, Leiter Sicherheit/IT des PS.SPEICHER. Denn eines war schnell klar, bei einer derartig großen Ausstellungsfläche ist der flächendeckende Einsatz von Sicherheitspersonal finanziell gesehen nicht möglich. Gemeinsam mit k-b-i Ingenieure entwickelte das Museum eine innovative Sicherheitslösung, die Video, Audio und Software kombiniert.

Sollte ein Besucher einem Ausstellungsstück zu nahekommen, ertönt ein meist zum Fahrzeug passendes Hupsignal und eine freundliche Stimme, die einen darauf hinweist die Exponate nicht berühren. So wird auf spielerische Art verhindert, dass Beschädigungen zu Stande kommen. Und wie reagieren die Besucher darauf?

Die technische Lösung ist eine Zusammenarbeit des Museums, von k-b-i Ingenieure, der SPIE Fleischhauer Gmbh, Aimetis sowie Axis. Die SPIE Fleischhauer GmbH entwickelte ein Systemgehäuse, in dem die Axis Netzwerk-Kameras, die Sensorik sowie ein Audiomodul inklusive Lautsprecher miteinander verbunden sind. Die Gehäuse werden in vorhandene Laufschienen direkt über den Exponaten eingeklinkt. Dank Power over Ethernet wird die Stromversorgung über das vorhandene Datenkabel ermöglicht.

Die automatisch abgespielten Warnhinweise zeigen die perfekte Kombination von Kamera, Analyse-Software und Lautsprecher. Die Software Symphony von Aimetis analysiert einlaufende Videoströme auf einem Zentralrechner – in Echtzeit. Die Besonderheit hier: Das definierte Sicherheitsareal rund um die Exponate kann man sich wie eine an den Konturen verlaufende, in einem kleinen Abstand definierte Maske vorstellen. Kommt es zu einem Eindringen in dieses Areal, startet der Alarm.

Neugierig geworden? Lassen Sie sich inspirieren und sehen Sie unser Video oder lesen Sie die Case Study.

 

PS.SPEICHER in Einbeck setzt auf eine innovative Sicherheitslösung bestehen aus Analyse, Audio und Videokameras.