4 wichtige Tipps zum Schutz kleiner Unternehmen vor Cyber-Angriffen

Edwin Roobol

Cyber-Angriffe machen schon jetzt häufig Schlagzeilen. Und um Netzwerk-Sicherheit zu gewährleisten müssen wir verstehen, was die Herausforderungen und praktischen Lösungen sind. 2020 werden 24 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein. Router, Firewalls, Server, Brandschutzmelder, Kameras – alle arbeiten als Sensoren, die untereinander „kommunizieren“. Dabei werden Daten produziert. Viele der Geräte haben keine Sicherheitsrichtlinien. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Cybersecurity eine immer höhere Priorität bekommt.

Dieses Problem betrifft nicht nur große Unternehmen. Viele Hacker greifen ganz bewusst kleine Einrichtungen an, z.B. Häuser, Büros oder andere Szenarien mit einem Router, einem Server und eventuell Überwachungskameras. Die Schwachstellen sind hier sehr einfach auszunutzen und man kann leicht sensible Daten extrahieren oder Schadsoftware freisetzen.

In einem Videoüberwachungssystem ist es daher neben der Verwendung sicherer Produkte unerlässlich, eine tägliche Sicherheitsroutine zu implementieren. Ebenso sollte man die gleichen bewährten Verfahren auf allen Systemen anwenden, unabhängig von der Größe des Systems.

Hier sind 4 wesentliche Punkte, mit denen man sich vor Cyberangriffen schützen kann:

  1. Ändern Sie das Standard-Passwort: Ein Passwort ist die wichtigste Schutzmaßnahme einer Netzwerk-Kamera. Nutzen Sie starke Kennwörter oder Passphrasen und ändern Sie diese regelmäßig. Ein Produkt mit den Standardeinstellungen zu benutzen ist ein hohes Risiko.
    Verwenden Sie eine Videomanagementsoftware, die Sie dazu auffordert, das Kennwort während der Installation festzulegen. Dabei unterstützt sie das Programm mit einer Messskala, die die Passwortstärke visuell anzeigt.
  2. Verwalten Sie die Passwörter: Wenn Sie ein neues Passwort vergeben, definieren Sie auch gleich die Nutzer und Rollen. Üblich sind folgende 3 Rollentypen:
    – Administrator (mit uneingeschränktem Zugang zum System)
    – Anwender (hat Zugang zum Live-Video und den Aufnahmen)
    – Betrachter (kann nur das Live-Video sehen)
  3. Nutzen Sie die neueste Firmware und Software: So können Ihre Produkte stets mit den benötigten Security Patches, neuesten Features und Lösungen für bekannte Fehler versorgt werden. Wenn Sie eine Videomanagementsoftware verwenden, wird der Administrator darauf hingewiesen, dass es neue Firmware und Software gibt. Die Updates können mit einem Klick durchgeführt werden.
  4. Verwenden Sie nach Möglichkeit verschlüsselte Verbindungen: Es ist immer ratsam, keine Ports-Weiterleitung im Router durch Verfahren wie NAT oder dem dynamischen DNS-Dienst zu öffnen. Es gibt Sicherheitsdienste, die automatisch während der Installation konfiguriert werden und eine sichere, verschlüsselte Verbindung zwischen jedem Remote-Client (Mobiltelefon oder PC) und den Kameras im Überwachungssystem herstellen. Dabei sind keine manuellen Port-Weiterleitungen oder Router-Konfigurationen erforderlich. Selbst mit den Apps können Sie einen verschlüsselten Kanal erstellen, um die Live-Kameras aufzurufen und die Aufzeichnungen aus dem lokalen Netzwerk zu extrahieren.

Diese Methoden sind einfach, aber effektiv. Einmal implementiert, sind sie eine große Hilfe, um Ihr System sicher zu halten.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Würden Sie Ihre Haustür offenstehen lassen?
  • Nutzen Sie das montierte Türschloss oder wechseln Sie es aus?
  • Würden Sie die Schlüssel jedem überlassen?

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Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf dem englischsprachigen Blog.