Die zehn größten Herausforderungen bei der Installation

Kameraauswahl

Für eine erfolgreiche Installation, ist die Auswahl der richtigen Kamera essentiell.Es sind viele Faktoren zu berücksichtigen: unter anderem Überwachungsbereich und Sichtwinkel, betriebliche Anforderungen wie Erfassung, Erkennung und Identifizierung sowie Umweltauflagen.Soll die Kamera unter widrigen Umständen, in sehr dunklen oder sehr kontrastreichen Umgebungen eingesetzt werden, so ist dies ebenfalls zu beachten.

 

Leitfaden zur Auswahl einer Netzwerk-Kamera:

1.Definieren Sie das Überwachungsziel: Überblick oder Detail

Überblickbilder bieten einen allgemeinen Überblick über eine Szene oder die Bewegungen von Personen.Detailreiche Bilder sind wichtig für die Identifizierung von Personen oder Objekten (z. B. Gesichter- und Nummernschilderkennung oder Kassenüberwachung).Das Überwachungsziel bestimmt das Sichtfeld und die Kameraposition sowie den erforderlichen Kamera- bzw. Objektivtyp.

2.Offene oder verdeckte Überwachung

Diese Entscheidung hilft bei der Auswahl von Kameras, Gehäusen und Halterungen, die eine eher sichtbare oder eher unauffällige Installation ermöglichen.

3.Überwachungsbereich

Ermitteln Sie für einen bestimmten Ort, welche Bereiche für die Überwachung relevant sind, wie viele dieser Bereiche abgedeckt sein sollen und ob sich die Bereiche relativ nah beieinander befinden oder nicht.Diese Parameter bestimmen die Typen und die Anzahl der erforderlichen Kameras.

Ein Bereich kann mit mehreren unbeweglichen Kameras oder einigen wenigen PTZ-Kameras abgedeckt werden.Eine PTZ-Kamera verfügt über Zoomfunktionen, die detailreiche Bilder liefern können, und sind in der Lage einen großen Bereich zu überwachen.Zwar kann eine PTZ-Kamera um 360° zu jedem Punkt im Bereich schwenken, sie zeigt jedoch immer nur einen Teil der Szenen, während eine unbewegliche Kamera durchgängig den gesamten Abdeckungsbereich erfasst.Um die Funktionen einer PTZ-Kamera voll nutzen zu können, sollte am besten Betriebspersonal den Videostream live überwachen oder eine automatische Rundgangüberwachung eingerichtet werden.

Axis bietet auch Panorama-Kameras mit einem Sichtfeld von 360° an, die ideal für Anwendungen sind, die eine Gesamtsicht auf weitläufige Überwachungsbereiche erfordern.Mit diesen Kameras lassen sich Aktivitäten in einem großen Gebiet erfassen und Personenströme verfolgen, zum Beispiel in einem Ladengeschäft.

Ein weiterer Vorteil von Netzwerkvideo im Videoüberwachungsmarkt liegt darin, dass es nicht an die Beschränkungen für herkömmliche PAL/NTSC-Auflösungen und Bildraten gebunden ist und somit hochauflösendes Videomaterial mit extrem detailreichen Bildern erzeugen kann.Kameras mit unterschiedlichen Auflösungen haben für verschiedene Anwendungsbereiche und Vorteile.Sind beispielsweise zwei relativ kleine und nah beieinander liegende Bereiche zu überwachen, so kann unter Umständen für die gleiche Aufgabe anstelle von zwei Nicht-Megapixel-Kameras eine Megapixel-Kamera oder eine HDTV-Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv verwendet werden.

4.Lichtempfindlichkeit und Beleuchtungsanforderungen

Im Außenbereich sind Kameras mit Automatikblenden-Objektiv, wie DC-Blende oder P-Blende, erforderlich.Außerdem sollten Sie wegen ihrer enormen Lichtempfindlichkeit den Einsatz von Tag- und Nachtkameras in Erwägung ziehen.Benötigen Sie zusätzliches Weißlicht oder Infrarotlicht?Bedenken Sie, dass Lux-Daten für Netzwerk-Kameras unterschiedlicher Marken, aufgrund eines fehlenden Industrie-Standards für Lichtempfindlichkeit, nicht direkt vergleichbar sind. 

5.Bildqualität

Die Bildqualität ist einer der wichtigsten Aspekte einer Kamera. Sie lässt sich jedoch schwer beziffern und messen.Am besten lässt sich die Bildqualität ermitteln, indem verschiedene Kameras installiert und die erhaltenen Videobilder betrachtet werden.Wenn die Erfassung von bewegten Objekten Priorität hat, ist es wichtig, dass die Netzwerk-Kamera mit dem Vollbildverfahren arbeitet.

6.Auflösung

In Anwendungsbereichen, in denen detaillierte Bilder benötigt werden, sind unter Umständen Megapixel- oder HDTV-Kameras die beste Lösung.

7.Komprimierung

Der wichtigste von Axis-Netzwerk-Videoprodukten verwendete Standard ist H.264, der zusammen mit Zipstream, Axis eigener, effizienterer H.264-Implementierung, zum Einsatz kommt.Damit lässt sich am meisten Bandbreite und Speicher einsparen.Die Netzwerk-Videoprodukte von Axis unterstützen zudem auch Motion JPEG.

8.Audio

Viele Axis Netzwerk-Kameras bieten Audio-Unterstützung. Dazu verfügen sie über ein integriertes Mikrofon und/oder einen Eingang für ein externes Mikrofon sowie einen Lautsprecher oder einen Ausgang für externe Lautsprecher.

9.Ereignisverwaltung und intelligentes Video

Die Ereignisverwaltung wird häufig mithilfe einer Videoverwaltungssoftware konfiguriert und von den in eine Netzwerk-Kamera oder einen Video-Encoder integrierten Ein- und Ausgängen und den intelligenten Videofunktionen unterstützt.Das Starten der Aufzeichnung durch Auslöser seitens der Eingangsports oder der intelligenten Videofunktionen spart Bandbreite und Speicher ein.Auf diese Weise kann Bedienpersonal zudem mehr Kameras im Blick behalten, da Kameras, die nur beim Auslösen aufzeichnen, erst dann eine Live-Überwachung erfordern, wenn ein Alarm oder Ereignis eintritt.

10.Netzwerkfunktionen

Hierzu zählen Aspekte wie PoE, HTTPS-Verschlüsselung für Videostreams, die über das Netzwerk übermittelt werden, IP-Adressen-Filterung, um Zugriff zu gewähren oder zu unterbinden, IEEE 802.1X für die Steuerung des Netzwerkzugriffs, IPv6 und WLAN-Funktionen.

11.Offene Schnittstellen und Anwendungssoftware

Ein Netzwerk-Videoprodukt mit einer offenen Schnittstelle bietet bessere Integrationsmöglichkeiten in andere Systeme. Außerdem ist es wichtig, dass das Produkt von einer guten Auswahl an Anwendungs- und Verwaltungssoftware unterstützt wird, um eine einfache Installation und Aktualisierung von Netzwerk-Videoprodukten zu ermöglichen.Für Axis-Produkte stehen sowohl firmeneigene Videoverwaltungssoftware als auch eine Vielzahl an Videoverwaltungsprogrammen von über 550 Application Development Partnern zur Verfügung.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, neben dem Produkt selbst, der Hersteller des Netzwerk-Videoprodukts.Angesichts stets wachsender und sich verändernder Anforderungen, sollte der Hersteller als Partner betrachtet werden und zwar langfristig.Das heißt, es ist wichtig, einen Hersteller auszuwählen, der ein umfassendes Portfolio an Netzwerk-Videoprodukten und Zubehör anbietet und in der Lage ist, aktuelle und zukünftige Anforderungen zu erfüllen.Der Hersteller sollte zudem Innovation, Support, Aktualisierungen und langfristige Produktpläne bieten.

Wenn die Entscheidung für eine Kamera gefallen ist, sollte vor der Bestellung größerer Stückzahlen zunächst nur ein Exemplar erworben und getestet werden.

Bestimmen Sie den Überwachungsbereich

Zum Auswählen von Kameras sollte das erforderliche Sichtfeld definiert sein.Das Sichtfeld wird durch die Brennweite des Objektivs und die Größe des Bildsensors festgelegt. Beide Angaben sind in den technischen Daten der Netzwerk-Kamera aufgeführt.

Die Brennweite eines Objektivs ist der Abstand zwischen der Eingangslinse (oder einem bestimmten Punkt in einer komplexen Anordnung von Linsen) und der Stelle, an der alle Lichtstrahlen an einem Punkt zusammenlaufen (normalerweise der Bildsensor der Kamera). Je länger die Brennweite eines Objektivs, desto enger wird das Sichtfeld sein.

Das Sichtfeld lässt sich in drei Typen einteilen:

  • Normal: Entspricht dem Sichtfeld des menschlichen Auges.
  • Tele: Ein kleineres Sichtfeld, das im Allgemeinen mehr Details liefert, als das menschliche Auge wahrnehmen kann. Ein Teleobjektiv wird verwendet, wenn das zu überwachende Objekt klein oder weit von der Kamera entfernt ist.Ein Teleobjektiv ist normalerweise weniger lichtstark als ein Normalobjektiv.
  • Weitwinkel: Ein größeres Sichtfeld mit weniger Details als bei einem normalen Sichtfeld.Ein Weitwinkelobjektiv bietet eine gute Schärfentiefe und eine akzeptable Leistung bei schwachem Licht.Weitwinkelobjektive erzeugen gelegentlich geometrische Verzeichnungen, wie z. B. den "Fischaugen"-Effekt.

Abbildung 4: Unterschiedliche Sichtfelder: Weitwinkel (links), Normal (Mitte), Tele (rechts)

Es ist immer ratsam einen Schnappschuss mit der Kamera zu machen, um zu überprüfen, dass der passende Bereich abgedeckt wird und die Schärfentiefe den Aufnahmeanforderungen entspricht. Da die Schärfentiefe sich mit dem verfügbaren Licht ändert, sollte sie unbedingt zu verschiedenen Tageszeiten getestet werden. 

Um die Auswahl zu erleichtern, stellt Axis ein Produktauswahl-Tool zur Verfügung.

Zusätzliche Bildfunktionen