Die zehn größten Herausforderungen bei der Installation

Zusätzliche Bildfunktionen

Achten Sie beim Installieren moderner Netzwerk-Kameras darauf, alle Bildgebungsfunktionen der Kameras optimal auszuschöpfen. 

Tag/Nacht-Funktion

Alle Netzwerk-Kameratypen, sowohl fest ausgerichtete als auch andere, können Tag-/Nacht-Funktionen bieten. Eine Tag-/Nacht-Kamera ist für den Einsatz in Außenbereichen oder in Innenbereichen mit schwacher Beleuchtung ausgelegt.
Bei Tage liefert sie Farbbilder.Wenn die Helligkeit unter einen bestimmten Wert fällt, kann die Kamera automatisch in den Nachtmodus wechseln, um mithilfe von Nah-Infrarot-Licht hochwertige Schwarzweißbilder zu erzeugen.

Nah-Infrarot-Licht mit einer Wellenlänge zwischen 700 und 1000 nm ist für das menschliche Auge unsichtbar, kann aber von den meisten Kamerasensoren noch erfasst und verwendet werden.Bei hoher Lichteinstrahlung filtert die Tag-/Nacht-Kamera das Infrarotlicht mit einem Infrarot-Sperrfilter heraus, damit die anderen Farben im Bild nicht beeinträchtigt werden.Im Nachtmodus wird der Infrarot-Sperrfilter entfernt, sodass die Lichtempfindlichkeit der Kamera 0,001 Lux oder weniger gesteigert wird.

Abbildung 5: Das Diagramm zeigt, wie ein Bildsensor auf sichtbares und Nah-Infrarot-Licht reagiert.Nah-Infrarot-Licht liegt im Bereich von 700 - 1000 nm.

Abbildung 6:  Links zeigt eine Schemazeichnung den Infrarot-Sperrfilter in einer Tag-/Nacht-Kamera.In der Mitte die Position des Infrarot-Sperrfilters bei normalem oder Tageslicht.Rechts der bei Dunkelheit entfernte Infrarot-Sperrfilter. 

Tag-/Nacht-Kameras eignen sich für Umgebungen, in denen die Verwendung von künstlicher Beleuchtung eingeschränkt ist.Dies betrifft u. a. Videoüberwachungen bei schwachem Licht, verdeckte und andere unauffällige Anwendungen, z. B. in der Verkehrsüberwachung, bei der helles Licht die Fahrer nachts stören würde.

Wide Dynamic Range (WDR)

Szenen mit extremen Lichtverhältnissen auf beiden Seiten des Spektrums, also sehr hellen und sehr dunklen Bereichen, weisen einen sogenannten großen Dynamikbereich auf. Der englische Fachbegriff hierzu lautet Wide Dynamic Range (WDR).Dieses Phänomen tritt häufig bei Gegenlicht auf, z. B. vor einem Fenster, durch das helles Sonnenlicht fällt.Bei vielen anderen Kameras führt das zu einem Bild, bei dem Objekte in den dunklen Bereichen kaum zu erkennen sind.Diesem großen Dynamikbereich wirkt man mit verschiedenen Methoden entgegen, etwa durch eine unterschiedlich lange Belichtung verschiedener Objekte der gleichen Szene, so dass diese sowohl in den hellen als auch in den dunklen Bereichen gut zu sehen sind.

WDR tritt typischerweise in folgenden Szenen auf:

  • Eingangstüren mit Tageslicht im Außen- und einer dunkleren Umgebung im Innenbereich
  • Fahrzeuge, die in ein Parkhaus oder einen Tunnel fahren, ebenfalls mit Tageslicht außen und schwachem Licht im Innenbereich
  • Fahrzeuge mit starken Scheinwerfern, die direkt auf die Kamera zufahren
  • Umgebungen mit viel reflektiertem Licht, zum Beispiel in Bürogebäuden mit vielen Fenstern oder in einem Einkaufszentrum

Abbildung 7: Die ersten beiden Bilder zeigen, wie Teile des Bildes in der überwachten Szene durch den großen Dynamikbereich über- oder unterbelichtet werden. Das rechte Bild zeigt dank WDR - Dynamic Capture eine ausgewogene Darstellung, in der alle Bereiche sichtbar sind.

Lightfinder

Die revolutionäre Lightfinder-Technologie von Axis ist das Ergebnis einer sorgsamen Auswahl von Sensor und Objektiv und der Bearbeitung der mit dieser Sensor-Objektiv-Kombination gewonnenen Bilddaten.Das Endergebnis sind Netzwerk-Kameras mit einer herausragenden Leistung in dunklen Lichtbedingungen.

Durch die Lightfinder-Technologie werden Kameras hochgradig lichtempfindlich, so dass sie selbst noch bei sehr dunklen Lichtverhältnissen “sehen” können und sowohl bei Tageslicht als auch bei Infrarotlicht ihren Fokus bewahren.

Die Lightfinder-Technologie ist besonders nützlich für anspruchsvolle Videoüberwachungsanwendungen, z. B. an Baustellen, Parkplätzen, Grundstücksgrenzen und im Stadtgebiet.Im Gegensatz zu konventionellen Tag-/Nachtkameras, die bei Dunkelheit auf Schwarzweißaufnahmen umschalten, kann eine Lightfinder-Kamera auch bei sehr schwacher Beleuchtung noch Farbbilder erzeugen, die eine wichtige Rolle bei der erfolgreichen Identifizierung von Personen, Fahrzeugen und Ereignissen spielen können. Dank der extrem hohen Lichtempfindlichkeit der Kameras werden häufig keine Infrarotstrahler benötigt, so dass sich die Kosten der Anlage senken lassen.

Abbildung 8: Vergleich zwischen einer Standard-Netzwerk-Kamera und einer AXIS Q1602-Kamera bei einer nur schwach beleuchteten Szene (0,3 Lux). 

Kamerapositionierung