Video compression

Variable und konstante Bitraten

Bei der Verwendung von MPEG-4 und H.264 können Benutzer festlegen, ob ein codierter Videostrom eine variable oder eine konstante Bitrate nutzt. Die optimale Auswahl hängt von der Anwendung und der Netzwerkinfrastruktur ab.

Variable Bitrate

Bei einer variablen Bitrate (VBR) lässt sich ein vordefinierter Grad an Bildqualität aufrechterhalten, unabhängig davon, ob Bewegungen in einer Szene vorhanden sind oder nicht. Das heißt, es wird mehr Bandbreite benötigt, wenn eine Szene viele Aktivitäten aufweist, und weniger Bandbreite, wenn keine Bewegung stattfindet. Das ist häufig für Videoüberwachungsanwendungen mit hohem Qualitätsbedarf wünschenswert, besonders bei bewegten Szenen.

Da sich die Bitrate ändern kann, muss die Netzwerkinfrastruktur hinsichtlich der verfügbaren Bandbreite selbst bei einer definierten durchschnittlich zu erzielenden Bitrate einen hohen Durchsatz verarbeiten können.

Konstante Bitrate

Wenn die zur Verfügung stehende Bandbreite begrenzt ist, bietet sich die Nutzung einer konstanten Bitrate (CBR) an. Bei diesem Modus wird ein Videostrom mit der vom Benutzer vordefinierbaren konstanten Bitrate geliefert. CBR hat den Nachteil, dass beispielsweise bei vermehrter Aktivität in einer Szene, die zu einer Bitrate oberhalb des zulässigen Werts führt, aufgrund der begrenzten Bitrate Bildqualität und Bildrate beeinträchtigt werden.

Mit Axis-Netzwerk-Videoprodukten kann der Benutzer die Priorität auf Bildqualität oder Bildrate legen, wenn die Bitrate den festgelegten Grenzwert überschreitet.

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