Network cameras

Netzwerk-Kameratypen

Netzwerk-Kameras können danach eingeteilt werden, ob sie ausschließlich für den Einsatz in Innenräumen oder für den Innen- und Außeneinsatz ausgelegt sind. Netzwerk-Kameras für Außenbereiche verfügen häufig über eine automatische Blende, um die Lichtmenge, die den Bildsensor erreicht, zu beeinflussen. Eine Kamera für den Außenbereich benötigt außerdem ein externes Schutzgehäuse, es sei denn, die Kamera selbst sieht bereits ein Schutzgehäuse vor. Es sind auch Gehäuse für Innenraumkameras verfügbar, die vor Umgebungsbedingungen wie Staub und Luftfeuchtigkeit und vor Vandalismus oder Manipulationsversuchen geschützt werden müssen. Bei einigen Modellen ist der Vandalismus- und Manipulationsschutz bereits in die Kamera integriert, sodass kein zusätzliches Gehäuse erforderlich ist.

 

Netzwerk-Kameras für den Innen- und Außenbereich können in fest ausgerichtete, fest ausgerichtete Dome-, PTZ- und PTZ-Dome Netzwerk-Kameras eingeteilt werden.

Fest ausgerichtete Netzwerk-Kameras

Eine fest ausgerichtete Netzwerk-Kamera, die mit einem Festbrennweitenobjektiv oder Varifokusobjektiv (Normal/Tele/Weitwinkel) ausgestattet sein kann, ist eine Kamera, die bei der Installation auf das zu überwachende Objekt ausgerichtet wird und Bilder mit einem bestimmten Sichtfeld liefert. Eine fest ausgerichtete Kamera entspricht dem herkömmlichen Kameratyp, bei dem die Kamera und die Richtung, in die sie zeigt, deutlich sichtbar sind. Diese Art von Kamera bietet sich vor allem in Umgebungen an, in denen die Sichtbarkeit der Kamera von Vorteil ist. Bei einer fest ausgerichteten Kamera kann in der Regel das Objektiv ausgetauscht werden. Fest ausgerichtete Kameras können, je nach Ausführung, im Innen- oder Außenbereichen installiert werden. Weitere Informationen zu Feste Netzwerk-Kameras von Axis.

Fest ausgerichtete Dome-Netzwerk-Kameras (Fixed Dome)

Eine fest ausgerichtete Dome-Netzwerk-Kamera, auch als Mini-Dome bezeichnet, besteht im Wesentlichen aus einer unbeweglichen Kamera, die fest in einem kleinen Kuppelgehäuse installiert ist. Sie kann in einer beliebigen Richtung ausgerichtet werden. Ihr größter Vorteil liegt in ihrem unauffälligen, unaufdringlichen Design. Zudem ist die Ausrichtung der Kamera nur schwer zu erkennen.Darüber hinaus ist die Kamera vor Manipulationsversuchen geschützt. Allerdings sind fest ausgerichtete Dome-Kameras meist nicht mit Wechselobjektiven ausgestattet, und selbst wenn mehrere Objektive zur Auswahl stehen, sind die Wechselmöglichkeiten durch den Platz im Kuppelgehäuse eingeschränkt. Daher werden diese Kameratypen meistens mit einem Varifokusobjektiv bestückt, damit das Sichtfeld der Kamera angepasst werden kann.

Fest ausgerichtete Dome-Kameras von Axis sind mit unterschiedlichen Arten von Gehäusen ausgestattet, z. B. vandalismussichere und/oder IP66-konforme Gehäuse für Außeninstallationen. Es sind keine externen Gehäuse erforderlich. Eine solche Kamera wird normalerweise an der Wand oder an der Decke montiert. Weitere Informationen zu Feste Netzwerk-Dome-Kameras von Axis.

Covert network cameras

Covert cameras are designed to blend into the environment and be virtually impossible to discover. They can be placed at eye-level at entrances or integrated into things such as ATM machines for discreet or covert surveillance. They can enable close-up shots for identification purposes or overview surveillance. Tampering risks are also reduced.

Using a pin-hole lens, Axis’ indoor/outdoor covert network cameras provide resolutions of up to 1 MP, including HDTV 720p, and come pre-mounted with an Ethernet cable for both power and data. The cameras are ideal for use in retail stores, banks and hospitals.

See covert cameras product range.

PTZ-Kameras und PTZ-Dome-Kameras

Eine PTZ-Kamera oder eine PTZ-Dome-Kamera lässt sich manuell oder automatisch schwenken und neigen und kann einen Bereich oder ein Objekt vergrößert oder verkleinert darstellen. Alle PTZ-Befehle werden über dasselbe Netzwerkkabel wie die Videodaten gesendet. Im Gegensatz zu einer analogen PTZ-Kamera müssen keine RS-485-Kabel verlegt werden. Eine PTZ-Kamera bzw. PTZ-Dome-Kamera kann unter anderem folgende Funktionen umfassen:

  • Elektronischer Bildstabilisator (Electronic Image Stabilization, kurz EIS). Bei Außen installationen sind PTZ-Dome-Kameras mit Zoomfaktoren über 20x empfindlich gegenüber Erschütterungen und Bewegungen, die durch Verkehrslasten oder Wind verursacht werden. Mithilfe von EIS können die durch Erschütterungen erzeugten Effekte reduziert werden, wo durch die Videoaufnahmen von größerem Nutzen sind. Darüber hinaus reduziert EIS aber auch die Dateigröße des komprimierten Bildes und spart dadurch wertvollen Speicherplatz.
  • Privacy masking. Das Privacy Masking, mit dem bestimmte Bereiche einer Szene ausgeblendet bzw. maskiert und somit nicht angezeigt und aufgezeichnet werden können, steht in verschiedenen Netzwerk-Videoprodukten zur Verfügung. In einer PTZ- oder PTZ-Dome-Kamera kann der Privacy-Masking-Bereich auch dann beibehalten werden, wenn sich das Sichtfeld der Kamera ändert, da der maskierte Bereich mit dem Koordinatensystem verschoben wird.
  • Voreingestellte Positionen. Viele PTZ- und PTZ-Dome-Kameras ermöglichen das Programmieren einer gewissen Anzahl an voreingestellten Positionen, in der Regel zwischen 20 und 100. Sobald diese voreingestellten Positionen in der Kamera festgelegt wurden, kann der Bediener über die Auswahl dieser Positionen schnell von einer Position zur nächsten wechseln.
  • E-flip. Wenn eine PTZ-Dome-Kamera z. B. an der Decke eines Einzelhandelsgeschäfts befestigt ist und eine Person verfolgt, die direkt unterhalb der Kamera vorbeiläuft, würden beim Weiterverfolgen der Person die Bilder ohne die E-Flip-Funktion auf dem Kopf stehend angezeigt werden. E-Flip dreht Bilder in diesen Fällen elektronisch um 180 Grad. Dieser Vorgang erfolgt automatisch und wird vom Bediener nicht bemerkt.
  • Auto-flip. PTZ-Kameras können im Gegensatz zu PTZ-Dome-Kameras normalerweise keinen vollständigen Schwenkvorgang von 360 Grad ausführen, da eine mechanische Sperre eine kontinuierliche kreisförmige Bewegung verhindert. Dank der Auto-Flip-Funktion ist bei einer PTZ-Netzwerk-Kamera jedoch ein sofortiges Umwenden des Kamerakopfes um 180 Grad und damit das Schwenken über den Nullpunkt hinaus möglich. Daher kann die Kamera Personen oder Objekte unabhängig von der Bewegungsrichtung weiterverfolgen.
  • Automatische Nachführung. Die automatische Nachführung ist eine intelligente Video funktion, die eine Person oder ein Fahrzeug in Bewegung automatisch erkennt und diese bzw. dieses innerhalb des Abdeckungsbereichs der Kamera verfolgt. Die automatische Nachführung ist vor allem in Situationen der unbemannten Videoüberwachung von Vorteil, in denen die gelegentliche Anwesenheit von Personen oder Fahrzeugen besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Mit dieser Funktion werden die Kosten des Überwachungssystems deutlich reduziert, da weniger Kameras für die Abdeckung einer Szene erforderlich sind. Zudem erhöht sie die Effektivität der Lösung, da sie es der PTZ- oder PTZ-Dome-Kamera ermöglicht, Bereiche einer Szene mit Aktivität aufzuzeichnen.

Zwar haben PTZ-Kameras und PTZ-Dome-Kameras ähnliche Funktionen, dennoch gibt es Unterschiede zwischen ihnen:

  • PTZ-Netzwerk-Kameras verfügen aufgrund einer mechanischen Sperre nicht über die Möglichkeit vollständiger 360-Grad-Schwenks. Dies bedeutet, dass die Kamera keine Personen verfolgen kann, die einmal rund um die Kamera herum laufen. Ausnahmen hiervon bilden PTZ-Kameras, die mit der Auto-Flip-Funktion ausgestattet sind, z. B. die AXIS 215 PTZ-Netzwerk-Kamera.
  • PTZ-Netzwerk-Kameras sind nicht für den kontinuierlichen automatischen Betrieb oder so genannte „Rundgangüberwachungen“ konzipiert, bei denen die Kamera automatisch von einer voreingestellten Position zur nächsten wechselt.

Mechanische PTZ-Netzwerk-Kameras

Mechanische PTZ-Kameras werden überwiegend in Innenbereichen und Umgebungen eingesetzt, bei denen ein Bediener verfügbar ist. Der optische Zoom einer PTZ-Kamera liegt in der Regel zwischen 10x und 26x. Eine PTZ-Kamera kann an der Decke oder an der Wand montiert werden.Eine nicht-mechanische PTZ-Kamera verwendet einen Megapixel-Bildsensor und ermöglicht es einem Bediener, einen beliebigen Bereich einer Szene zu vergrößern, ohne dass die Bildauflösung dadurch beeinträchtigt wird. Dies wird durch die Anzeige eines Übersichtsbilds in VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) erzielt, obwohl die Kamera das Bild in einer viel höheren Auflösung erfasst. Wenn die Kamera die Anweisung erhält, einen Bereich des Übersichtsbilds vergrößert darzustellen, verwendet sie die ursprüngliche Megapixel-Auflösung, um das Bild im Verhältnis 1:1 in VGA-Auflösung anzuzeigen. Die Nahaufnahme bietet dementsprechend gut sichtbare Details ohne Verlust der Schärfe. Bei einem normalen digitalen Zoom verlieren vergrößerte Bilder oftmals an Details und Schärfe. Eine nicht-mechanische PTZ-Kamera eignet sich hervorragend für unauffällige, an der Wand montierte Installationen. Weitere Informationen zu

See PTZ network cameras product range.

PTZ-Dome-Netzwerk-Kameras

PTZ-Dome-Netzwerk-Kameras können einen größeren Bereich abdecken, da sie eine größere Flexibilität beim Schwenken, Neigen und Zoomen bieten. Sie ermöglichen kontinuierliche Schwenks um 360 Grad und eine Neigung von 180 Grad. PTZ-Dome-Kameras eignen sich aufgrund ihres Designs, der Befestigungsart (insbesondere an Hängedecken) und des schwer erkennbaren Sichtwinkels der Kamera (Kuppelgehäuse kann klar oder getönt sein) für unauffällige Installationen.

Eine PTZ-Dome-Netzwerk-Kamera zeichnet sich auch durch mechanische Robustheit beim kontinuierlichen Betrieb im Rundgangüberwachungsmodus aus, bei dem die Kamera automatisch in festgelegter oder zufälliger Reihenfolge von einer voreingestellten Position zur nächsten wechselt. Es können in der Regel bis zu 20 „Rundgänge“ eingerichtet und zu verschiedenen Tageszeiten aktiviert werden. Im Rundgangüberwachungsmodus kann eine PTZ-Dome-Netzwerk-Kamera einen Bereich abdecken, für den normalerweise mehrere fest ausgerichtete Kameras erforderlich wären. Allerdings kann sie jeweils nur einen Zielbereich überwachen, sodass die anderen Positionen im entsprechenden Zeitabschnitt unbeaufsichtigt bleiben.

Der optische Zoom einer PTZ-Dome-Kamera liegt in der Regel zwischen 10x und 35x. Eine PTZ-Dome-Kamera wird häufig in Situationen eingesetzt, bei denen ein Bediener verfügbar ist. Diese Art von Kamera wird in Innenräumen gewöhnlich an der Decke befestigt und in Außenbereichen an einem Mast oder an einer Wand. 

Wärmebild-Netzwerk-Kameras

Mit Wärmebild-Netzwerk-Kameras werden Bilder auf der Grundlage der von allen Objekten abgestrahlten Wärme erzeugt. Normalerweise erzeugen sie Schwarzweißbilder, aber diese lassen sich zum besseren Erkennen der Schattierungen auch künstlich einfärben. Wärmebilder gelingen am besten, wenn es große Temperaturunterschiede in einer Szene gibt. Je wärmer ein Objekt, desto heller ist sein Wärmebild.

Wärmebildkameras sind ideal zur Erkennung von Menschen, Objekten und Ereignissen in schattigen Bereichen, bei völliger Dunkelheit oder unter anderen schwierigen Sichtbedingungen, wie zum Beispiel Rauch oder Staub. Die Kameras werden in erster Linie benutzt, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen, da sich Wärmebilder nicht für eine zuverlässige Identifizierung eignen. Sie stellen daher eine Ergänzung und Unterstützung konventioneller Netzwerk-Kameras in einer Überwachungsinstallation dar. Wärmebild-Kameras können zur Absicherung von Grundstücken oder Arealen eingesetzt werden, denn sie bieten eine leistungsstarke und kostengünstige Alternative zu Funküberwachungssystemen, elektrischen Zäunen, und Flutlichtern. Bei Dunkelheit bieten sie eine unauffällige Überwachung, da keine weitere künstliche Beleuchtung erforderlich ist. In öffentlichen Bereichen können Wärmebildkameras dabei helfen, gefährliche Areale oder Sperrzonen wie Tunnel, Eisenbahnschienen und Brücken zu sichern. Für die Nutzung im Innenbereich sind beispielsweise Gebäudesicherung und Notfallmanagement zu nennen. So können Personen außerhalb der Geschäftszeiten oder in Notfällen, wie etwa einem Brand, innerhalb von Gebäuden erkannt werden. Wärmebildkameras werden oft in Hochsicherheitsgebäuden und Arealen wie Kernkraftwerken, Gefängnissen, Flughäfen, Pipelines und kritischen Eisenbahnabschnitten eingesetzt.

Eine Wärmebildkamera benötigt eine Spezialoptik, da normales Glas die Wärmestrahlung behindern würde. Die meisten Wärmebildkamera-Objektive werden aus Germanium hergestellt, das für Infrarotlicht und Wärmestrahlung durchlässig ist. Wie viel oder aus welcher Entfernung eine Wärmebildkamera "sehen" oder Objekte erkennen kann, ist abhängig vom Objektiv. Ein Weitwinkelobjektiv ermöglicht einer Wärmebild-Kamera ein breiteres Sichtfeld, jedoch auf Kosten des Erkennungsbereichs, der kürzer ist als bei einem Teleobjektiv ist. Letzteres bietet einen größeren Erkennungsbereich mit einem engeren Sichtfeld.

Die Empfindlichkeit einer Wärmebildkamera für Infrarotstrahlung wird in NETD (Noise Equivalent Temperature Difference) angegeben. Je niedriger dieser Wert ist, desto höher ist die Empfindlichkeit gegenüber Infrarotstrahlung.

Wärmebildtechnologien, die ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt wurden, unterliegen einer Regulierung. Damit eine Wärmebildkamera für den Export freigegeben werden kann, darf sie die maximale Bildrate von 9 Bildern pro Sekunde (Bilder/s) nicht überschreiten. Wärmebildkameras mit einer Bildrate von bis zu 60 Bildern/s dürfen innerhalb der EU, Norwegens, der Schweiz, Kanadas, der USA, Japans, Australiens und Neuseelands verkauft werden, wenn der Käufer registriert und rückverfolgbar ist. Siehe Produktpalette Wärmebildkameras.

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