Camera elements

Möglichkeiten der Blendensteuerung

Blendenöffnung der Kamera zu steuern. Die Blende sorgt dafür, dass immer eine optimale Lichtmenge den Bildsensor erreicht, so dass scharfe, deutliche Bilder mit korrekter Belichtung, gutem Kontrast und guter Auflösung entstehen können. Mit der Blende kann auch die Tiefenschärfe gesteuert werden.

Die Blende kann fest oder einstellbar sein. Objektive mit einstellbarer Blende gibt es in manueller und automatischer Ausführung (automatische Blende und P-Iris).

Automatikblenden (DC und Video)

Es gibt zwei Arten von Automatikblenden: DC-Blenden und Videoblenden. Bei beiden Modellen wird die Blendenöffnung entsprechend den Lichtverhältnissen automatisch angepasst. Beide verwenden ein analoges Signal (oft ein analoges Videosignal) zur Steuerung der Blendenöffnung. Die beiden Modelle unterscheiden sich darin, dass sich der Schaltkreis für die Konvertierung des analogen Signals in Motorsteuerungssignale an verschiedenen Stellen befindet. Bei der DC-Blende befindet sich der Schaltkreis in der Kamera, bei der Videoblende im Objektiv.
 

Bei hoher Umgebungshelligkeit kann bei Kameras mit Automatikblende die Blendenöffnung zu klein werden, was die Bildqualität durch die auftretende Strahlenbeugung beeinträchtigen kann.

Dieses Problem tritt insbesondere bei Aufnahmen mit Megapixel- und HDTV-Kameras auf, deren Bildsensoren kleinere Pixel aufweisen als Kameras mit Standardauflösung. Daher wirkt sich die richtige Blendenöffnung entscheidend auf die Bildqualität aus.

Zur Optimierung der Bildqualität muss die Kamera die Blendenöffnung steuern können. Bei Automatikblenden ist dies jedoch weder durch die Kamera noch durch den Benutzer möglich.

Feste Blende

In Innenräumen, in denen von einer konstanten Beleuchtung ausgegangen wird, kann ein Objektiv mit fester Blende verwendet werden. Bei Objektiven mit festen Blenden kann die Blendenöffnung nicht geändert werden, d. h. sie ist fest auf ein bestimmtes Öffnungsverhältnis eingestellt. Veränderte Lichtverhältnisse können durch Anpassen der Belichtungszeit oder durch elektronische Verstärkung ausgeglichen werden.

Manuelle Blende

Bei Objektiven mit manueller Blende können Sie die Blende öffnen bzw. schließen, indem Sie einen Ring am Objektiv in die entsprechende Richtung drehen. Sie eignen sich nicht für Anwendungsbereiche mit wechselnden Lichtverhältnissen wie die Videoüberwachung in Außenbereichen.

P-Iris

Die automatische und präzise Blendensteuerung P-Iris wurde zuerst von Axis Communications, Schweden, und Kowa Company, Japan, entwickelt. Mithilfe eines P-Iris-Objektivs und der entsprechenden Software kann die Bildqualität optimiert werden. Dieses System wurde entwickelt, um die bei Automatikblenden auftretenden Probleme zu beheben. Mit P-Iris kann ein höherer Kontrast, eine verbesserte Klarheit, eine höhere Auflösung und eine größere Tiefenschärfe erzielt werden.

Eine große Tiefenschärfe, durch die Objekte in unterschiedlichem Abstand zur Kamera gleichzeitig scharf abgebildet werden, ist beispielsweise bei der Videoüberwachung von langen Fluren oder Parkplätzen wichtig.

Unter hellen Bedingungen beschränkt P-Iris das Schließen der Blendenöffnung, um zu vermeiden, dass das Bild bei einer zu kleinen Blendenöffnung (durch die Strahlenbeugung) unscharf wird. Dies passiert häufig bei Kameras, die Objektive mit DC-Blende nutzen, und zwar insbesondere in Verbindung mit Megapixelsensoren, die kleine Pixel haben. Eine Vermeidung der Strahlenbeugung bei gleichzeitiger Nutzung der Vorteile einer Automatikblende ist gerade bei der Videoüberwachung im Außenbereich sehr wünschenswert.

Beim P-Iris-Objektiv kommt ein Motor zum Einsatz, der eine genaue Steuerung der Blendenöffnung ermöglicht. Zusammen mit der Software, mit der die Objektivleistung und der Bildsensor optimiert werden, wählt P-Iris unter allen Lichtbedingungen automatisch die Blendenöffnung, die am besten geeignet ist, um eine optimale Bildqualität zu erzielen.

Bei Axis Netzwerk-Kameras mit P-Iris-Objektiv können Sie über die Benutzeroberfläche verschiedene Öffnungsverhältnisse (von der kleinsten bis zur größten Blendenöffnung) auswählen. Diese Funktion ermöglicht Ihnen, die bevorzugte Blendenöffnung einzustellen. Diese wird von der automatischen Steuerung unter den meisten Lichtbedingungen verwendet.

Durch P-Iris können unbewegliche Netzwerk-Kameras eine neue Dimension der Leistungsfähigkeit hinsichtlich der Bildqualität erzielen. Die verbesserte Blendensteuerung ist besonders bei Megapixel-/HDTV-Kameras und anspruchsvollen Anwendungsbereichen für die Videoüberwachung von großem Nutzen. Es ist zu erwarten, dass die DC-Blende, die bisher als Standardblendensteuerung für unbewegliche Netzwerk-Kameras verwendet wurde, durch P-Iris abgelöst wird.

Lesen Sie weiter: Bildsensoren

Bildsensoren