Video encoders

Deinterlacing-Techniken

Links: Nahaufnahme eines Zeilensprungbilds auf einem Computerbildschirm. Rechts: Dasselbe Zeilensprungbild mit angewandter Deinterlacing-Technik.

Videodaten aus analogen Kameras wurden für die Anzeige auf analogen Monitoren wie herkömmlichen Fernsehgeräten konzipiert. Diese verwenden eine Technik, die als Zeilensprungverfahren bezeichnet wird. Beim Zeilensprungverfahren bilden zwei aufeinanderfolgende Zeilensprungfelder ein Bild.

Wenn Sie diese Daten auf Computerbildschirmen, die die progressive Abtastung verwenden, ausgeben, treten Interlacing-Effekte (z. B. Reißen oder Kammeffekt) bei sich bewegenden Objekten auf. Zur Vermeidung dieser Interlacing-Effekte können Sie verschiedene Deinterlacing-Techniken einsetzen.

Moderne Video-Encoder von Axis bieten zwei unterschiedliche Deinterlacing-Techniken an: Adaptive Interpolation und Blending.

Adaptiven Interpolation

Bei der adaptiven Interpolation wird die beste Bildqualität erzielt. Diese Technik verwendet nur eines der aufeinanderfolgenden Felder. Das zur Erzeugung des Vollbilds benötigte andere Feld wird durch Interpolation erstellt.

Blending

Beim Blending werden zwei aufeinanderfolgende Felder miteinander „verschmolzen“, sodass ein Bild mit allen Feldern entsteht. Anschließend wird das Bild gefiltert, um unerwünschte Bewegungsartefakte bzw. Kammeffekte zu entfernen, die dadurch entstanden sind, dass die beiden Felder zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen wurden. Die Blending-Technik ist weniger prozessorintensiv als die adaptive Interpolation.

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