Objektive für Netzwerk-Videokameras

i-CS-Objektive: ein neuer Branchenstandard

Bei einem i-CS-Objektiv handelt es sich um ein intelligentes Objektiv mit CS-Anschluss, das unter anderem Daten zur eigenen geometrischen Verzeichnung und die genaue Position von Zoom, Fokus und Blendenöffnung enthält. Die Kamera liest diese Daten vom Objektiv ab und erkennt daran, welche Objektivart montiert ist.

i-CS-Objektive verwenden ein von Axis Communications und Computar® gemeinsam entwickeltes offenes Protokoll. Mithilfe der Daten vom Objektiv und dem Protokoll kann die Kamera die Bildqualität permanent optimieren. Über die Daten zur geometrischen Verzeichnung vom Objektiv kann sie eine Tonnenverzeichnungskorrektur (Barrel Distortion Correction, BDC) durchführen. Darüber hinaus stellt das Objektiv der Kamera Daten zur automatischen Bildstabilisierung mit EIS (elektronische Bildstabilisierung) zur Verfügung.

Da in i-CS-Objektiven ein offener Kommunikationsstandard verwendet wird, können andere Hersteller eigene i-CS-Objektive mit anderen Funktionen entwickeln, die ebenfalls kompatibel sind.

i-CS lens

Abbildung 7: Ein i-CS-Objektiv.

Funktionsweise von i-CS-Objektiven

i-CS-Objektive stellen Daten über ihre eigenen Merkmale bereit, z. B.:

  • Modell und Hersteller.
  • Geometrische Verzeichnung.
  • Brennweite beim jeweiligen Verhältnis von Zoom und Fokus.
  • Blendenzahl beim jeweiligen Verhältnis von Zoom und Blende.
  • Daten zur erforderlichen Position der Fokuslinse im Verhältnis zur Zoomlinse, um ein scharfes Bild eines Objekts in einem bestimmten Abstand zu erhalten. 

Das Objektiv enthält zudem einen Temperatursensor, der Daten zum Betriebstemperaturbereich liefert. Die aktuellen Axis Netzwerk-Kameras, die i-CS-Objektive unterstützen, nutzen alle genannten Merkmale. Das i-CS-Objektiv kann unter Umständen auch weitere Daten zur Verfügung stellen.

i-CS-Objektive sind mit drei Motoren ausgestattet, sodass alle Funktionen wie Zoom, Fokus und Blendenöffnung automatisch und remote gesteuert werden können. Diese Steuerung ermöglicht Kamerafunktionen wie BDC und EIS.

Kameras können mithilfe der Motoren im Objektiv allgemeine Funktionen einstellen, sodass i-CS-Objektive für unterschiedliche Zwecke verwendet werden können. So kann ein i-CS-Objektiv etwa mit einer Kamera mit automatischer Steuerung von Fokus und Blendenöffnung, aber auch mit einer Kamera verwendet werden, deren Zoom regelmäßig neu eingestellt werden muss. Dank des offenen Protokolls können i-CS-Objektive für unterschiedliche Kameras mit unterschiedlichen Funktionen genutzt werden.

Die meisten Einstellungen von i-CS-Objektiven erfolgen automatisch. Der Benutzer stellt den erforderlichen Zoom ein und die Kamera sorgt dann automatisch für den richtigen Fokus und stellt die Blendensteuerung ein. Bei aktivierter BDC und EIS stellt die Kamera diese Funktionen automatisch ein. Da die Kamera die Setup-Daten des i-CS-Objektivs kennt, kann sie die Blendenöffnung bei allen Lichtverhältnissen optimieren.