Identifizierung und Erkennung

Lichtstärke

Die Lichtstärke hat großen Einfluss darauf, wie gut Personen oder Objekte zu identifizieren sind.Schatten, starke Kontraste und Gegenlicht erschweren die Identifizierung und Erkennung im Vergleich zu günstigeren Lichtverhältnissen.In diesen Beispielen werden gute Lichtverhältnisse im Außenbereich mit schwierigeren Bedingungen verglichen.

Bei Abständen von 15 bis 20 m benötigen Sie ein 50-mm-Objektiv, damit ein Gesicht garantiert 80 Pixel einnimmt.In den Beispielen wird jedoch deutlich, dass auch mit dieser Auflösung die eindeutige Identifizierung bei der für Bürokorridore oder U-Bahn-Stationen typischen Lichtstärke von 100 bis 150 Lux nicht automatisch gewährleistet werden kann.Kamerafunktionen wie Wide Dynamic Range und Sensoren, die bei schwacher Beleuchtung eine gute Bildqualität liefern, können hilfreich sein. Die besten Ergebnisse lassen sich jedoch erzielen, wenn diese Funktionen mit zusätzlicher Beleuchtung kombiniert und die Kameras Gegenlicht vermeidend positioniert werden.

Bei der Außenüberwachung ist unbedingt zu berücksichtigen, dass sich Intensität und Richtung des Sonnenlichts im Laufe eines Tages ändern. Außerdem wirken sich die Wetterverhältnisse auf die Lichtstärke und die Reflexion aus.Durch Schnee wird beispielsweise das reflektierte Licht verstärkt, während Regen und nasser Asphalt reflektiertes Licht zum Großteil absorbieren.Für die Identifizierung von Gesichtern empfiehlt sich eine gleichmäßige Beleuchtung im Bereich von 300 bis 500 Lux.Für die Identifizierung von Kfz-Kennzeichen können bereits 150 Lux ausreichen.

Abbildung 3: Beispiele für den Einfluss der Lichtbedingungen auf die Identifizierung. Bild A) weist eine Lichtstärke von 1600 Lux bei günstiger Lichtrichtung auf. B) weist 350 Lux mit Hintergrundbeleuchtung auf. C) weist 7 Lux bei günstiger Lichtrichtung auf Die Lichtstärke von D) beträgt 1,5 Lux. 

Bei dunklen Lichtbedingungen erzeugen Kamerasensoren ein relativ starkes Rauschen, wodurch das Bild beeinträchtigt werden kann.Dies kann die Identifizierung erschweren.Bei jeder Lichtstärke ist ein Kompromiss zwischen Rauschen, Verschlusszeit und Schärfentiefe erforderlich, wobei bessere Lichtverhältnisse eine Verbesserung dieser drei Faktoren ermöglichen.

Farbtreue

Farbe ist häufig ein wichtiger Faktor für die Identifizierung.Um Farbtreue zu gewährleisten, sollte der Weißabgleich der Kamera an die Farbtemperatur der verwendeten Lichtquellen angepasst werden.Bei der Außenüberwachung ändert sich die Farbtemperatur im Laufe des Tages, daher ist zur Wahrung der Farbtreue ein automatischer Weißabgleich erforderlich.
Kameras, die den SMPTE-Standards der Society of Motion Picture and Television Engineers für HDTV entsprechen, erfüllen strenge Anforderungen hinsichtlich der Farbtreue.

Kamerapositionierung