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Die Evolution der Video-Überwachungssysteme

Video-Überwachungssysteme gibt es seit ca. 25 Jahren. Die zunächst rein analog angelegten Systeme weichen zunehmend digitalen Nachfolgern. Heutige Systeme sind den frühen analogen Rohrkameras, die an einen Videorecorder angeschlossen wurden, weit überlegen. Sie basieren auf Netzwerk-Kameras und PC-Servern, die Video in einem volldigitalen System aufzeichnen. Allerdings gibt es zwischen den vollanalogen und volldigitalen Systemen verschiedene teildigitale Lösungen. Sie enthalten eine Reihe digitaler Komponenten, sind aber nicht durchgängig digitalisiert.

Alle Systeme, die in den Abschnitten 2.2 und 2.3 beschrieben werden, sind solche teildigitalen Videosysteme. Nur die Systeme in Kapitel 2.4 und 2.5 stellen echte Netzwerk-Videosysteme dar, die Videodaten fortlaufend über ein IP-Netzwerk transportieren und uneingeschränkte Skalierbarkeit und Flexibilität bieten.

Komplett analog:
Halbanalog:
Fully digital:

Analoge CCTV-Systeme mit Videorecorder
Ein analoges CCTV-System mit Videorecorder stellt ein vollanaloges System mit Koaxialausgang dar, an dem der Videorecorder zum Aufzeichnen der Bilder angeschlossen ist.

Für den Videorecorder werden handelsübliche VHS-Videokassetten verwendet. Das Video wird nicht komprimiert. Bei Aufzeichnungen mit normaler Bildrate bietet ein Band höchstens 8 Stunden Aufzeichnungsdauer. In größeren Systemen kann ein Quad oder ein Multiplexer zwischen Kamera und Videorecorder installiert werden. Dank des Quad/Multiplexers können mehrere Kameras an denselben Videorecorder angeschlossen werden, was jedoch zu Lasten der Bildrate geht. Zur Anzeige des Videos dient ein analoger Monitor.

Analoge CCTV-Systeme mit DVR
Analoge CCTV-Systeme mit DVR (digitalem Videorecorder) sind Analogsysteme mit digitaler Aufzeichnung. Bei einem digitalen Videorecorder wird das Videoband durch Festplatten ersetzt. Das Video muss hierbei digitalisiert und komprimiert werden, damit so viele Bilder wie möglich gespeichert werden können.

Bei den früheren DVRs war der Festplattenspeicher und damit auch die Aufzeichnungsdauer begrenzt, oder es musste eine geringe Bildrate in Kauf genommen werden. Dank der Entwicklung neuer Festplatten ist der Festplattenspeicher kein wesentliches Problem mehr. Die meisten DVRs verfügen über mehrere Video-Eingänge, meistens 4, 9 oder 16, bieten also auch die Funktionalität von Quadgeräten und Multiplexern.

Das DVR-System bietet zusätzlich folgende Vorteile:

  • Kein Bandwechsel erforderlich

  • Durchgängige Bildqualität

Analoge CCTV-Systeme mit Netzwerk-DVR
Analoge CCTV-Systeme mit Netzwerk-DVR sind teildigitale Systeme, die über einen digitalen Netzwerk-Videorecorder mit Ethernet-Schnittstelle am Netzwerk angeschlossen sind. Da das Video im DVR digitalisiert und komprimiert wird, kann es über ein Computernetzwerk an einen entfernten PC übertragen werden.

Einige Systeme können sowohl Live-Video als auch Aufzeichnungen überwachen; andere Systeme eignen sich nur für Aufzeichnungen. Zudem benötigen einige Systeme einen speziellen Windows-Client zur Überwachung des Videos, während andere mit einem Standard-Browser auskommen; letztere bieten bei der Fernüberwachung mehr Flexibilität.

Das Netzwerk-DVR-System bietet zusätzlich folgende Vorteile:

  • Entfernte Video-Überwachung per PC

  • Fernbedienung des Systems

Fernbedienung des Systems
Netzwerk-Videosysteme mit Videoservern bestehen aus einem Videoserver, einem Netzwerk-Switch und einem PC mit Video-Verwaltungssoftware. Die Analogkamera wird an den Videoserver angeschlossen, der das Video digitalisiert und komprimiert. Der Videoserver selbst ist mit einem Netzwerk verbunden und überträgt das Video über einen Netzwerk-Switch an einen PC, der die Videodaten auf Festplatten aufzeichnet. Hier handelt es sich um ein echtes Netzwerk-Videosystem.

Netzwerk-Videosysteme mit Videoservern bieten zusätzlich folgende Vorteile:

  • Verwendung von Standard-Netzwerk- und -Server-Hardware zur Aufzeichnung und Verwaltung von Video

  • System kann in Schritten von je einer Kamera skaliert werden

  • Entfernte Aufzeichnung ist möglich

  • Zukunftssicherheit, da sich das System durch weitere Netzwerk-Kameras leicht erweitern lässt

Dieses Diagramm zeigt ein echtes Netzwerk-Videosystem, bei dem Videoinformationen fortlaufend über ein IP-Netzwerk übertragen werden. Ein Videoserver dient als Brücke zwischen dem analogen Sicherheitssystem und der digitalen, IP-basierten Videolösung.

Netzwerk-Videosysteme mit Netzwerk-Kameras
Netzwerk-Kameras sind eine Kombination aus einer Kamera und einem Computer, der das Video digitalisiert und komprimiert, und verfügen über eine Netzwerk-Schnittstelle. Das Video wird via Netzwerk-Switches in einem IP-basierten Netzwerk übertragen und von einem Standard-PC mit Video-Verwaltungssoftware aufgezeichnet. Hier handelt es sich um ein echtes Netzwerk-Videosystem, das vollständig digital und ohne analoge Komponenten arbeitet.

Netzwerk-Videosysteme mit Netzwerk-Kameras bieten zusätzlich folgende Vorteile

  • Hochauflösende Kameras (Megapixel)

  • Durchgängige Bildqualität

  • Power over Ethernet und drahtlose Übertragung

  • PTZ, Audio, digitale Ein- und Ausgänge über IP zusammen mit Video

  • Uneingeschränkte Flexibilität und Skalierbarkeit

Dieses Diagramm zeigt ein echtes Netzwerk-Videosystem mit Netzwerk-Kameras, bei dem Videoinformationen fortlaufend über ein IP-Netzwerk übertragen werden. Das System schöpft alle Vorteile der Digitaltechnik aus und bietet von der Kamera bis zum Viewer an jedem Standort eine gleichbleibend hohe Bildqualität.

 



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