Audio lässt sich leicht in Netzwerk-Video integrieren, da Netzwerke Daten jedes Typs übertragen können. Dadurch entfällt eine gesonderte Kabelverlegung – im Gegensatz zu analogen Systemen, bei denen die beiden Endpunkte mit einem Audiokabel verbunden werden müssen. Eine Netzwerk-Kamera zeichnet den Ton auf, integriert ihn in den Video-Datenstrom und überträgt ihn zur Überwachung und/oder Aufzeichnung über das Netzwerk.
Dadurch steht Audio auch aus entfernten Standorten zur Verfügung. Zum Beispiel kann die Überwachungsabteilung in der Firmenzentrale mit „Überwachungsszenen“ an entfernten Filialen interagieren. Sie können mögliche Eindringlinge darauf aufmerksam machen, dass sie unter Überwachung stehen, und in bestimmten Situationen mithören, um eine zusätzliche, akustische Überprüfung durchzuführen.

In eine Netzwerk-Video-Lösung mit Audio eingebundene Komponenten

Die Audiofunktion ist normalerweise eine integrierte Komponente der Netzwerk-Kamera (z.B. AXIS 211A) oder des Videoservers, jedoch kann dieselbe Funktion auch über ein Audiomodul als Zubehör zusammen mit einer kompatiblen Netzwerk-Kamera/Videoserver, die über keine integrierte Audiofunktion verfügt.
Audio kann in Netzwerk-Kameras oder Videoservern auch als unabhängige Erkennungsmethode dienen, die Videoaufzeichnungen und Alarmmeldungen auslöst, wenn der Audiopegel einen bestimmten Grenzwert überschreitet.
Audio kann als integrierter Bestandteil des Video-Datenstroms komprimiert und übertragen werden, wenn MPEG-1/MPEG-2/MPEG-4 oder ein H.x-Standard für Videokonferenzen verwendet wird. Audio kann auch parallel übertragen werden, wenn ein Einzelbildstandard wie JPEG verwendet wird. Wenn jedoch ein synchrone Übertragung von Audio und Video gewünscht wird, ist MPEG die erste Wahl. Dennoch gibt es viele Situationen, in denen eine Audiosynchronisierung weniger wichtig oder sogar unerwünscht ist (zum Beispiel, wenn der Ton überwacht, aber nicht aufgezeichnet werden soll).
Durch die digitale Audiokomprimierung können Audiodaten effizient übertragen und gespeichert werden. Ähnlich wie bei Video gibt es verschiedene Komprimierungstechniken mit unterschiedlich hohem Komprimierungsgrad. Im Allgemeinen führt eine höhere Komprimierungsstufe zu längeren Wartezeiten. In digitaler Form bietet Audio viele Vorteile, zum Beispiel eine hohe Rauschunempfindlichkeit, Stabilität und Reproduzierbarkeit. Außerdem ermöglicht das digitale Format eine effiziente Implementierung vieler Nachbearbeitungsfunktionen wie Rauschfilter und Entzerrung.
Gängige Audio-Komprimierungsformate:
- G.711 PCM: hohe Audioqualität bei 64 Kbit/s
- G.726 ADPCM: Audio mit 32 oder 24 Kbit/s
- MP3 (ISO-MPEG Audio Layer-3), verbreitetes Format, das vor allem für Musik verwendet wird, mit Bitraten um 100 Kbit/profile), 16 kHz sampling with a bit rate of 40 kbit/s.
Axis Netzwerk-Kameras bieten mehrere Audiomodi zur Auswahl: