Allgemeine Begriffe | Finanzbegriffe | Netzwerk-Video
ActiveX
ActiveX ist ein Standard, mit dem Softwarekomponenten in einer Netzwerkumgebung miteinander kommunizieren können, und zwar unabhängig von der Programmiersprache, in der sie erstellt wurden. Browser rufen häufig ActiveX-Steuerungen, ActiveX-Dokumente und ActiveX-Skripts auf. ActiveX-Steuerungen werden oft nach Bedarf automatisch heruntergeladen und installiert.
AF (Autofokus)
System, bei dem sich das Kamerobjektiv automatisch auf einen ausgewählten Bereich des Motivs scharfstellt.
ARP (Address Resolution Protocol)
Protokoll zur Verknüpfung einer IP-Adresse mit einer MAC-Hardware-Adresse.
Im lokalen Netzwerk wird eine Anforderung rundgesendet, um zu ermitteln,
welcher MAC-Adresse die IP-Adresse entspricht.
ARTPEC (Axis Real Time Picture Encoder)
Von Axis entwickelter Chip zur Bildkomprimierung. ARTPEC unterstützt
verschiedene CCD- und CMOS-Sensoren und bietet Funktionen für
Bildschärfe, Gegenlichtausgleich, Rauschreduktion und Weißabgleich
sowie Unterstützung für mehrere Motion-JPEG-Ströme,
MPEG-4 Part 2 und bis zu 30 fps aus vier verschiedenen Videoströmen
gleichzeitig bei einer Echtzeitkomprimierung von bis zu 45 Megapixel/Sekunde.
ASIC (Application Specific Integrated Circuit)
Schaltkreis, der für eine bestimmte Anwendung vorgesehen
ist und sich dadurch von einem Allzweck-Schaltkreis, wie einem Mikroprozessor,
unterscheidet.
Auflösung
Mit der Bildauflösung wird angegeben, wie viele Details ein digitales
Bild enthalten kann: Je größer die Auflösung ist,
desto detailreicher ist das Bild. Die Auflösung kann als Anzahl
von Pixelspalten (Breite) mal der Anzahl an Pixelzeilen (Höhe)
angegeben werden, z. B. 320 x 240.
Alternativ dazu kann die Gesamtzahl der Pixel im Bild angegeben werden (meist in Megapixel). In analogen Systemen sind weitere Formatbezeichnungen wie CIF, QCIF, 4CIF usw. üblich. Lesen Sie weiter: Bildauflösung
Automatikblende (DC-Blende)
Spezielle Blende, die von der Kamera elektronisch gesteuert wird,
um die eintretende Lichtmenge automatisch zu regeln.
AVI (Audio Video Interleave)
Videoformat, das die gleichzeitige Wiedergabe von Audio und Video
unterstützt.
Bildkomprimierung
Durch die Bildkomprimierung wird die Dateigröße eines
Bildes (in Byte) reduziert. Zwei gängige Bildformate mit Komprimierung
sind JPEG und GIF. Siehe auch MPEG und Motion JPEG. Lesen Sie weiter:
Komprimierung
Bildrate
Die Bildrate gibt die Frequenz an, mit der ein Videostrom aktualisiert
wird. Sie wird in fps (Frames pro Sekunde) gemessen. Eine höhere
Bildrate ist von Vorteil, wenn der Videostrom Bewegungen abbildet,
da sie für eine durchgehend hohe Bildqualität sorgt. Lesen Sie weiter:
Steuerung der Bildratel
Bildschärfensteuerung
Steuerung der Detaildarstellung in einem Bild. Diese Funktion
wurde ursprünglich in Farbfernsehgeräten mit Notch-Filter-Decodern
eingesetzt. Mit dem Filter wurden alle hochfrequenten Details aus
dem Schwarzweißbereich des Bildes entfernt. Mit der Bildschärfensteuerung
wurde versuchte, die Details bis zu einem gewissen Grad wieder in
das Bild zu integrieren. Sie wird in modernen Highend-Fernsehgeräten
meist nicht mehr benötigt. Sinnvoll eingesetzt wird sie nur noch
in VHS-Videogeräten.
Bitmap
Datendatei, die ein rechteckiges Raster von Pixeln darstellt.
Die Bitmap definiert einen Darstellungsbereich und für jedes
darin enthaltene Pixel (Bildpunkt) eine Farbe. Dieser Bildtyp wird
auch als Rastergrafik bezeichnet. GIF- und JPEG-Dateien sind Beispiele
für Bilddateitypen, die Bitmaps enthalten.
Da Bitmaps aus festen Rastern bestehen, ist die Neuskalierung des Bildes meist mit Präzisionsverlust verbunden. Im Gegensatz dazu basieren Vektorgrafikbilder auf geometrischen Formen, die sich schnell neu skalieren lassen.
Bitrate
Die Bitrate, gemessen in Kbit/s oder Mbit/s, wird oft als Geschwindigkeitsangabe bezeichnet, doch definiert sie die Anzahl der Bits pro Zeiteinheit und nicht die Entfernung pro Zeiteinheit.
Bluetooth
Bluetooth ist ein offener Standard für die drahtlose Übertragung von Sprache und Daten zwischen mobilen Geräten (PCs, Handheld-Computer, Telefone und Drucker).
Bonjour
Auch als Zeroconf-Netzwerk bezeichnet. Bonjour ermöglicht die automatische Erkennung von Computern, Geräten und Diensten in IP-Netzen. Bonjour ermöglicht die automatische Erkennung von Geräten untereinander, ohne dass IP-Adressen eingegeben oder DNS-Server konfiguriert werden müssen. Bonjour wurde von Apple Computer Inc. entwickelt.
BOOTP (Bootstrap Protocol)
Protokoll, mit dem Netzwerkgeräte automatisch konfiguriert (mit einer IP-Adresse versehen) werden können.
BOOTP bildet die Grundlage für das fortschrittlichere Netzwerkverwaltungsprotokoll DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol).
Breitband
Sammelbegriff für Übertragungsmethoden in der Netzwerktechnik,
bei denen mindestens zwei Signale über denselben Träger
gesendet werden. Weniger fachspezifisch bezeichnet "Breitband"
die Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung.
Brennweite
Die in Millimeter gemessene Brennweite einer Kamera bestimmt die
Breite des horizontalen Sichtfelds, das wiederum in Grad angegeben
wird.
CCD (Charged Coupled Device)
Lichtempfindlicher Halbleiterdetektor, der in vielen Digitalkameras
verwendet wird und mehrere hunderttausend Fotobildpunkte (Pixel) enthält,
die Lichtenergie in elektronische Signale umwandeln. Seine Größe
wird diagonal gemessen und in Zoll angegeben (1/4", 1/3",
1/2" oder 2/3"). Lesen Sie weiter:
CCD- und CMOS-Sensoren
CGI (Common Gateway Interface)
Standard für die Kommunikation zwischen einem Webserver und anderen (CGI-)Programmen. Zum Beispiel kann auf einer HTML-Seite mit Formulardaten ein CGI-Programm aufgerufen werden, das die eingegebenen Formulardaten verarbeitet.
CIF (Common Intermediate Format)
CIF bezeichnet die analogen Videouflösungen 352x288 Pixel (PAL) und 352x240 Pixel (NTSC). Siehe auch Auflösung.
Client/Server
Beschreibt die Beziehung zwischen zwei Computerprogrammen, von denen das eine Programm, der Client, einen Dienst von einem anderen Programm, dem Server, anfordert, das die Anforderung ausführt. In der Regel verwenden mehrere Client-Programme die Dienste eines gemeinsamen Serverprogramms. Ein Browser ist ein Client-Programm, das Dienste (die Übertragung von Webseiten oder Dateien) von einem Webserver anfordert.
CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor)
Ein CMOS ist ein weit verbreiteter Halbleitertyp, der Schaltkreise mit positiver und negativer Spannung besitzt. Da zu jedem gegebenen Zeitpunkt immer nur einer der beiden Schaltkreise leitet, erfordern CMOS-Chips weniger Energie als Chips mit nur einem Transistortyp. CMOS-Bildsensoren ermöglichen zudem auch die Unterbringung von Verarbeitungsschaltkreisen auf demselben Chip, ein Vorteil, der sie von CCD-Sensoren unterscheidet, die außerdem deutlich kostspieliger in der Fertigung sind.
Lesen Sie weiter:
CCD- und CMOS-Sensoren
Codec
In der Kommunikationstechnik bezeichnet Codec normalerweise einen
Coder/Decoder. Codecs dienen in IC-Schaltungen oder Chips zur Umwandlung
von analogen Video- und Audiosignalen in ein digitales Übertragungsformat.
Der Codec wandelt auch digitale Signale zurück in ein Analogformat.
Mit dem Codec werden die Analog/Digital-Umwandlung und die Digital/Analog-Umwandlung
auf demselben Chip durchgeführt.
Codec kann sich auch auf Komprimierung/Dekomprimierung beziehen. In diesem Fall bezeichnet der Begriff einen Algorithmus oder ein Computerprogramm, mit dem die Größe umfangreicher Dateien und Programme verringert wird.
Composite-Video
Videosignaltyp, bei dem die Signale für Rot, Blau und Grün (und zuweilen auch Audiosignale) gemischt werden.
Datenschutz-Überblendungen (Privacy Masking)
Die 3D-Datenschutz-Überblendungsfunktion wird von den meisten Axis PTZ-Dome-Kameras unterstützt. Sie ermöglicht, ausgewählte Bereiche eines Schauplatzes für die Ansicht und Aufnahme zu blockieren oder zu überblenden. Sie erlaubt die Beibehaltung der Überblendung selbst dann, wenn sich das Sichtfeld der Kamera durch Schwenken, Neigen und Zoomen ändert, da sich die Überblendung nach dem Koordinatensystem der Kamera bewegt.
DC-Blende
Spezielle Blende, die von der Kamera elektronisch gesteuert wird,
um die eintretende Lichtmenge automatisch zu regeln.
Decoder
Siehe Videodecoder.
DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol)
DHCP ist ein Protokoll, mit dem Netzwerkadministratoren die Zuweisung
von IP-Adressen an Netzwerkgeräte in einem Netzwerk automatisieren
und zentral verwalten können.
Mit DHCP werden IP-Adressen zeitgebunden an einen Computer vergeben ("Lease"). Die Vergabedauer ist unterschiedlich und hängt davon ab, wie lange ein Benutzer die Netzwerkverbindung an einem bestimmten Standort voraussichtlich benötigt.
DHCP unterstützt auch statische Adressen, z. B. für Computer mit Webservern, die eine dauerhafte IP-Adresse benötigen.
DNS (Domain Name System)
DNS dient zum Suchen und Umwandeln von Internetdomänennamen
in IP-Adressen. Domänennamen sind aussagekräftige, leicht
zu merkende Namen für eine Internet-Adresse. Zum Beispiel lässt
sich der Domänenname www.beispiel.com viel leichter merken als
die IP-Adresse 192.0.34.166. Die Umwandlungstabellen für Domänennamen
sind auf den DNS-Servern gespeichert.
Domänenserver
Domänen können auch von Organisationen genutzt werden,
die die Verwaltung ihrer (Windows-)Computer zentral steuern möchten.
Jeder Benutzer in einer Domäne verfügt über ein Benutzerkonto,
mit dem er sich i. d. R. an beliebigen Computern in der
Domäne anmelden und diese nutzen kann, wobei jedoch auch Einschränkungen
festgelegt werden können. Der Domänenserver authentifiziert
die Benutzer im Netzwerk.
Duplex
Siehe Vollduplex.
Ein-/Ausgänge (E/A)
Mit digitalen Ein-/Ausgängen, zum Beispiel an einer Netzwerk-Kamera,
kann jedes Gerät angeschlossen werden, das zwischen einem offenen
und einem geschlossenen Schaltkreis umschalten kann.
Encoder
Siehe Videoencoder.
Ethernet
Ethernet ist die am weitesten verbreitete LAN-Technologie. In Ethernet-LANs werden normalerweise verdrillte Leitungspaare mit besonderen Qualitätsmerkmalen genutzt. Die am weitesten verbreiteten Ethernet-Systeme sind 10BASE-T und 100BASE-T10, die Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 Mbit/s bzw. 100 Mbit/s ermöglichen.
Lesen Sie weiter:
IP
Netzwerk
ETRAX (Ethernet Token Ring AXIS)
Der ETRAX-Chip ist das Herzstück der Axis-Technologie und die Schaltzentrale in fast allen Axis-Produkten. Der ETRAX ist ein Mehrzweck-Chip auf Linux-Basis mit integrierter Ethernet-Funktionalität und äußerst flexiblen E/A-Optionen.
Wenn zum Beispiel ein Türschalter als Eingabegerät genutzt
wird, kann durch das Öffnen der Tür ein Befehl zum Hochladen
von Bildern und Versenden von Benachrichtigungen ausgelöst werden.
Ebenso kann eine Bewegung, die von einem Bewegungsmelder erkannt wird,
eine automatische Sirene auslösen.
Feste Blende
Siehe Automatikblende.
Firewall
Eine Firewall dient als Absperrung zwischen Netzwerken, zum Beispiel
zwischen einem LAN und dem Internet. Die Firewall stellt sicher, dass
nur befugte Benutzer von einem anderen Netzwerk auf das Netzwerk zugreifen
können. Als Firewall können entsprechende Software-Anwendungen
auf einem Computer oder spezielle Hardware-Geräte dienen.
Frame
Als Frame wird ein vollständiges Videobild bezeichnet. Im
2:1-Zeilensprungformat der
Formate RS-170 und CCIR besteht ein Frame aus zwei separaten Halbbildern
von 262,5 bzw. 312,5 Zeilen, die mit einer Frequenz von 60 bzw. 50
Hz abwechselnd erzeugt werden, sodass ein vollständiges Frame
(Bild) mit 30 bzw. 25 Hz dargestellt wird. Bei Videokameras mit progressiver
Abtastung wird jedes Frame vollständig Zeile für Zeile eingelesen
und nicht im Zeilensprungverfahren auf Halbbilder aufgeteilt. Üblich
sind auch hier Wiederholfrequenzen von 30 oder 25 Hz.
FTP (File Transfer Protocol)
FTP ist ein Anwendungsschichtprotokoll, das auf den TCP/IP-Protokollen
aufsetzt und zum Austausch von Dateien zwischen Computern/Geräten
in Netzwerken dient.
Gateway
Gateways sind in einem Netzwerk die Eingangspunkte zu einem anderen
Netzwerk. In einem Firmennetzwerk zum Beispiel dient ein Computerserver,
der als Gateway eingesetzt wird, häufig auch als Proxyserver
und Firewallserver. Gateways sind oft mit einem Router, der die am
Gateway ankommenden Datenpakete weiterleitet, und mit einem Switch
verbunden, der den tatsächlichen Weg in und aus dem Gateway für
ein gegebenes Paket bereitstellt.
GIF (Graphics Interchange Format)
GIF ist eines der gängigsten Dateiformate für Bilder auf Webseiten. Dieses Format gibt es in den beiden Versionen 87a und 89a. Version 89a unterstützt Animationen, also kurze Bildfolgen, in einer einzelnen GIF-Datei. GIF89a kann auch zur Halbbilddarstellung genutzt werden.
GOV (Group Of VOPs)
Die VOP-Gruppe ist die Grundeinheit des
H.264-Videostroms. Die GOV umfasst unterschiedliche Typen und Mengen von VOPs (I-VOPs, P-VOPs usw.), je nach der GOV-Länge und der GOV-Struktur. Siehe auch VOP.
GOV-Länge
Die GOV-Länge bestimmt die Anzahl der Bilder (VOPs) in der GOV-Struktur. Siehe auch GOV und VOP.
GOV-Struktur
Die GOV-Struktur beschreibt die Zusammensetzung eines
H.264-Videostroms im Hinblick auf die enthaltenen Bildtypen (I-VOPs oder P-VOPs) und ihre interne Anordnung. Siehe auch GOV und VOP.
H.264
Wird auch als MPEG-4 Part 10 bezeichnet. Dies ist der Komprimierungsstandard der neuen Generation für digitales Video. H.264 bietet eine höhere Videoauflösung als Motion JPEG oder MPEG-4 bei derselben Bitrate und Bandbreite oder dieselbe Videoqualität bei einer niedrigeren Bitrate.
Halbduplex
Siehe Vollduplex.
HDTV (Hochauflösendes Fernsehen)
HDTV bietet eine bis zu fünfmal höhere Auflösung als Standard-Analogfernsehen.
HDTV besitzt auch eine höhere Farbtreue und das Format 16:9. Die zwei
wichtigsten HDTV-Standards wurden von der SMPTE (Society of Motion Picture and
Television Engineers) definiert und heißen SMPTE 296M und SMPTE 274M. Lesen Sie
weiter:
HDTV
HTML (Hypertext Markup Language)
Als HTML wird der Satz von Markup-Symbolen bzw. Codes in einer
Datei für die Darstellung von Inhalten in einem Browser bezeichnet.
Anhand des Markups erkennt der Browser, wie die Texte und Bilder der
Webseite für den Benutzer dargestellt werden sollen.
HTTP (Hypertext Transfer Protocol)
HTTP ist ein Regelsatz zum Austausch von Dateien (Text, Grafikbilder, Audio, Video und andere Multimediadateien) im Internet. Das Protokoll HTTP setzt auf den TCP/IP-Protokollen auf.
HTTPS (Hypertext Transfer Protocol over SSL)
HTTPS ist ein Internetprotokoll, das von Browsern und Webservern
zum Verschlüsseln und Entschlüssen der Seitenanforderungen
der Benutzer und der vom Server zurückgegebenen Seiten verwendet
wird.
Der verschlüsselte Datenaustausch wird von einem HTTPS-Zertifikat geregelt, das von einer Zertifizierungsstelle ausgegeben wird und die Authentizität des Servers gewährleistet.
Hub
Ein (Netzwerk-)Hub dient zum Verbinden mehrerer Geräte mit
dem Netzwerk. Der Hub überträgt alle Daten an alle verbundenen
Geräte, während der Switch die Daten nur an das Gerät
sendet, für das sie bestimmt sind.
IEEE 802.11
Eine Gruppe von Standards für drahtlose LANs. Der 802.11-Standard
unterstützt Übertragungen mit 1 oder 2 Mbit/s
im 2,4-GHz-Frequenzband. IEEE 802.11b unterstützt eine Datenrate
von 11 Mbit/s im 2,4-GHz-Frequenzband, während bei 802.11g
Datenraten von bis zu 54 Mbit/s im 5-GHz-Frequenzband möglich
sind.
Infrarot (IR)
Die Wellenlänge von Infrarotstrahlung ist kürzer als
bei sichtbarem Licht. Daher sind Infrarotstrahlen für das menschliche
Auge unsichtbar. Da sie als Wärmestrahlung erfasst werden kann,
lässt sich Infrarotstrahlung auf einem Bildschirm darstellen
oder von einer Digitalkamera erfassen. Wärmere Objekte werden
dabei heller dargestellt als die kühlere Umgebung (z. B.
ein menschlicher Körper vor einem kühleren Hintergrund).
Da Farbkameras Infrarotstrahlung ebenso gut erfassen können wie das sichtbare Licht, werden sie mit einem Infrarot-Sperrfilter ausgestattet, um eine Verzerrung der für das menschliche Auge sichtbaren Farben zu vermeiden. Wenn die Kamera in sehr dunkler Umgebung oder nachts eingesetzt werden soll, kann dieses Filter entfernt werden, damit die Infrarotstrahlung auf den Bildsensor trifft und auf diese Weise Bilder erzeugt werden.
Mit einer Infrarotlampe kann die Beleuchtung zur nächtlichen Überwachung verbessert werden, ohne sichtbares Licht zu erzeugen.
IP (Internet Protocol)
IP beschreibt eine Methode zur Übertragung von Daten über
ein Netzwerk. Die Daten werden in einzelne, voneinander unabhängige
Pakete aufgeteilt. Jeder Computer (oder Host) im Internet verfügt
über mindestens eine Adresse, die ihn eindeutig von allen anderen
Computern unterscheidet. Jedes Datenpaket enthält die Sender-
und die Empfängeradresse.
Das IP-Protokoll stellt sicher, dass alle Datenpakete an die gewünschte Adresse gelangen. IP wird als verbindungsloses Protokoll bezeichnet, da keine festgelegte Verbindung zwischen den Endpunkten der Kommunikation besteht. Die Pakete können über unterschiedliche Routen übertragen werden und müssen nicht in der richtigen Reihenfolge an der Zieladresse eintreffen.
Nach dem Eintreffen der Datenpakete an der vorgesehenen Zieladresse werden sie von einem anderen Protokoll (TCP, Transmission Control Protocol) wieder in die richtige Reihenfolge gebracht. Siehe auch TCP.
IP-Adresse
Die IP-Adresse bezeichnet die Adresse eines Computers oder Geräts
in einem IP-Netzwerk. Mit Hilfe von IP-Adressen können sich alle
im Netzwerk verbundenen Computer/Geräte erkennen und Daten in
beiden Richtungen weiterleiten.
Zur Vermeidung von Konflikten darf jede IP-Adresse im jeweiligen Netzwerk nur einmal vergeben werden. IP-Adressen können als feste Adressen vergeben werden, sodass sie stets gleich bleiben, oder über DHCP dynamisch (und automatisch) zugewiesen werden.
Jede IP-Adresse besteht aus vier Gruppen (oder Quads) von Dezimalziffern, die jeweils durch Punkte voneinander getrennt werden, z. B. 130.5.5.25. Jeder Teil der Adresse stellt unterschiedliche Informationen dar. Ein Teil steht für die Netzwerknummer oder -adresse und ein anderer für die Adresse des lokalen Computers. Siehe auch IP (Internet Protocol).
IP-Kamera
Eine IP-Kamera, oder Netzwerk-Kamera, lässt sich mit einer Kombination aus Kamera und Computer in einem einzigen Gerät vergleichen. Sie wird wie jedes andere Netzwerkgerät direkt mit dem Netzwerk verbunden. Eine Netzwerk-Kamera verfügt über eine eigene IP-Adresse und integrierte Rechenfunktionen für die Netzwerkkommunikation. Lesen Sie weiter:
Was
genau ist eine Netzwerk-Kamera?
ISMA (Internet Streaming Media Alliance)
ISMA hat eine Spezifikation erstellt, mit der die Interoperabilität zwischen verschiedenen Clients und Servern beim Senden von MPEG-4 über Netzwerke erleichtert werden soll.
I-VOP
Siehe VOP.
JPEG (Joint Photographic Experts Group)
Ebenso wie GIF ist JPEG ein gängiges Bilddateiformat im Internet.
JPEG-Bilder sind Bitmaps und lassen sich in der Regel an der Dateierweiterun
."jpg" oder ".jpeg" erkennen. Beim Erstellen von
JPEG-Bildern kann die gewünschte Komprimierungsstufe festgelegt
werden. Da bei der niedrigsten Komprimierung die höchste Bildqualität,
aber auch die größten Dateien erzeugt werden, muss ein
Ausgleich zwischen Bildqualität und Dateigröße gesucht
werden.
Kbit/s (Kilobit pro Sekunde)
Maßeinheit für die Bitrate, d. h. die Geschwindigkeit,
mit der Bits an einer bestimmten Stelle weitergeleitet werden. Siehe
auch Bitrate.
Koaxialkabel
Koaxialkabel sind die Standardübertragungsleitungen für
analoge Videobilder in CCTV-Systemen. Kabelgesellschaften nutzen Koaxialkabel
auch zur Übertragung von Fernsehsignalen in Wohnhäusern.
Komprimierung
Siehe Bildkomprimierung.
Kontrast
Definiert die Größe der Differenz zwischen den hellsten
und den dunkelsten Bereichen eines Bildes oder Videostroms.
LAN (Local Area Network)
Ein LAN besteht aus einer Reihe von Computern und zugehörigen Geräten, die in einem begrenzten geographischen Bereich dieselben Kommunikationsressourcen nutzen.
Lichtempfindlichkeit
Siehe Mindestbeleuchtung.
Linux
Ein Betriebssystem mit offenem Quellcode (Open Source), das zur UNIX-Familie gehört. Linux zeichnet sich durch seine Robustheit und hohe Verfügbarkeit aus und hat deswegen bei Open-Source-Programmierern und Entwicklern von kommerziellen Anwendungen große Beliebtheit erlangt.
Lux
Die Maßeinheit zur Messung der Lichtmenge.
MAC-Adresse (Media Access Control)
Eine MAC-Adresse ist eine eindeutige Kennung für ein Netzwerkgerät, oder genauer, für die Schnittstelle des Geräts zum Netzwerk. Zum Beispiel verfügt die Netzwerkkarte in einem Computer über eine eigene MAC-Adresse.
Manuelle Blende
Gegenstück zur automatischen Blende. Die Kamera muss manuell eingestellt werden, um die Lichtmenge zu bestimmen, die auf den Bildsensor trifft.
Mbit/s (Megabit pro Sekunde)
Maßeinheit für die Bitrate, d. h. die Geschwindigkeit,
mit der Bits an einer bestimmten Stelle weitergeleitet werden. Gewöhnlich
wird die Geschwindigkeit von Netzwerken in Mbit angegeben. LANs werden
oft mit 10 oder 100 Mbit/s betrieben. Siehe auch Bitrate.
Megapixel
Siehe Pixel.
Mindestbeleuchtung
Die kleinste Lichtmenge, die die Kamera benötigt, damit sie ein brauchbares Bild
erzeugen kann. Die Mindestbeleuchtung wird in Lux (lx), der Maßeinheit für die
Beleuchtungsstärke, angegeben. Im Allgemeinen gilt: Je mehr Licht in der
aufgenommenen Szene verfügbar ist, desto besser ist die Bildqualität,
vorausgesetzt, das Bild wird nicht überbelichtet. Bei zu wenig Licht weist das
Bild Rauschen auf oder ist dunkel. Wie viel Licht benötigt wird, um eine gute
Bildqualität zu erzielen, ist von der Kamera und ihrer Lichtempfindlichkeit
abhängig.
Monitor
Monitore ähneln weitgehend Standardfernsehgeräten. Ihnen fehlt jedoch die Elektronik zur Aufnahme gewöhnlicher Fernsehsignale.
Motion JPEG
Motion JPEG ist ein einfaches Komprimierungs-/Dekomprimierungsverfahren
für Netzwerkvideo. Die Latenz ist gering und die Bildqualität
wird unabhängig von der Bewegung oder der Komplexität des
Bildes gewährleistet. Die Bildqualität wird durch die Einstellung
der Komprimierungsstufe festgelegt, von der wiederum die Dateigröße
und somit die Bitrate abhängt.
Aus dem Motion JPEG-Stream lassen sich problemlos Einzelbilder hoher
Qualität extrahieren. Siehe auch JPEG und GIF. Lesen Sie weiter:
Komprimierung
MPEG (Moving Picture Experts Group)
Das Fachgremium Moving Picture Experts Group entwickelt Standards
für die digitale Video- und Audiokomprimierung. Sie ist der ISO
(International Organization for Standardization) angegliedert. Die
MPEG-Standards werden ständig weiterentwickelt. Jeder Standard
dient einem anderen Anwendungszweck. Lesen Sie weiter:
Komprimierung
MPEG-2
MPEG-2 ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Audio- und Videocodierungsstandards, die in erster Linie zur Codierung von Audio und Video für die Rundfunkübertragung (einschließlich digitaler Satellitenübertragung und Kabelfernsehen) genutzt werden. MPEG-2 wird mit einigen Modifikationen auch als Codierungsformat für marktgängige kommerzielle DVD-Filme eingesetzt. Lesen Sie weiter:
Komprimierung
MPEG-4
MPEG-4 ist eine Gruppe von Audio- und Videocodierungsstandards und der entsprechenden Technologie. Der MPEG-4-Standard wird in erster Linie für die CD- und Web-Distribution (Streaming Media), Sprach- und Bildkommunikation (Videophonie) und die terrestrische Fernsehübertragung genutzt.
Bei den meisten Merkmalen von MPEG-4 ist den jeweiligen Entwicklern die Implementierung freigestellt. Daher gibt es vermutlich keine vollständigen Implementierungen des gesamten MPEG-4-Standards. Aus diesem Grund umfasst der Standard sogenannte Profile und Stufen, mit denen eine bestimmte Reihe von Funktionen für eine Teilmenge von Anwendungen definiert werden kann. Lesen Sie weiter:
Komprimierung
Multicast
Technologie zur Einsparung von Bandbreite, mit der die Bandbreitennutzung durch die gleichzeitige Übertragung desselben Datenstroms an mehrere Empfänger im Netzwerk verringert wird. Siehe auch Unicast.
Multiplexer
Hochgeschwindigkeits-Schaltnetz, das Bilder von bis zu 16 analogen Kameras in Vollbildgröße liefert. Multiplexer können alle Ereignisse von einer Kamera wiedergeben, ohne dass Störungen von anderen Kameras im System auftreten.
Netzwerkkonnektivität
Die physische (drahtlose oder drahtgebundene) und logische (Protokoll) Verbindung eines Computernetzwerks oder eines Geräts mit einem Netzwerk, wie dem Internet oder einem LAN.
NTSC (National Television System Committee)
Analoges Farbkodierungssystem für Fernsehsignale, das in Japan, in den USA und anderen Ländern des amerikanischen Kontinents eingesetzt wird. Der NTSC-Standard definiert das Videosignal mit 525 Bildzeilen pro Vollbild, mit einer Wiederholrate von 30 fps. Siehe auch PAL.
OEM (Original Equipment Manufacturer, Originalgerätehersteller)
Bezeichnung für Unternehmen, die Geräte herstellen, die an andere Firmen verkauft und unter deren Namen vermarktet werden.
ONVIF (Open Network Video Interface Forum)
ONVIF ist ein offenes Industrieforum, das zur Entwicklung eines globalen
Schnittstellenstandards für Netzwerkvideoprodukte ins Leben gerufen wurde. Lesen
Sie weiter: ONVIF
PAL (Phase Alternating Line)
PAL ist ein analoges Farbkodierungssystem für Fernsehsignale, das in Europa und vielen anderen Regionen eingesetzt wird. Der PAL-Standard definiert das Videosignal mit 625 Bildzeilen pro Vollbild, mit einer Wiederholrate von 25 fps. Siehe auch NTSC.
PEM (Privacy Enhanced Mail)
Älterer Standard zur sicheren Übertragung von E-Mails. Das PEM-Format wird oft zur Darstellung von HTTPS-Zertifikaten oder Zertifikatanforderungen verwendet.
Ping
Ping ist ein einfaches Netzwerk-Diagnoseprogramm, mit dem der Status eines Netzwerk-Hosts oder Netzwerk-Geräts geprüft werden kann. Mit Ping kann überprüft werden, ob eine bestimmte Netzwerkadresse (IP-Adresse oder Hostname) vergeben ist und ob der Host an dieser Adresse normal antwortet. Ping kann zum Beispiel von der Windows-Eingabeaufforderung oder der Unix-Befehlszeile aus ausgeführt werden.
P-Iris
Die automatische und präzise Blendensteuerung P-Iris wurde von Axis Communications, Schweden, und Kowa Company, Japan, entwickelt. Mithilfe eines P-Iris-Objektivs und der entsprechenden Software kann die Bildqualität optimiert werden.
Lesen Sie weiter: Möglichkeiten der Blendensteuerung
Pixel (Picture Element = Bildelement)
Einer der vielen winzigen Bildpunkte, aus denen sich ein digitales Bild zusammensetzt. Jedes Pixel bestimmt durch seine Farbe und Intensität einen winzigen Teil des Gesamtbilds.
PoE (Power over Ethernet)
Power over Ethernet ermöglicht die Stromversorgung eines Netzwerkgeräts über dasselbe Kabel, das für die Netzwerkverbindung verwendet wird. Dies ist besonders bei der IP- und Fernüberwachung an Orten nützlich, bei denen die Verlegung einer Stromleitung von der nächsten Steckdose aus zu aufwendig oder kostspielig wäre. Lesen
Sie weiter:
Power over
Ethernet
PPP (Point-to-Point Protocol)
Protokoll, das für die Kommunikation zwischen zwei Netzwerkgeräten eine serielle Schnittstelle nutzt. Ein Beispiel hierfür ist ein PC, der über eine Telefonleitung mit einem Server verbunden ist.
PPTP (Point-to-Point Tunneling Protocol)
Ein Protokoll, mit dem Unternehmen das eigene Firmennetzwerk durch private "Tunnel" über das öffentliche Internet erweitern können. Auf diese Weise kann das Unternehmen ein WAN (Wide Area Network, Fernnetz) wie ein großes einzelne LAN (Local Area Network, lokales Netzwerk) einsetzen. Diese Art der Verbindung wird auch als VPN (Virtual Private Network) bezeichnet.
Progressive Abtastung
Bei der progressiven Abtastung wird, im Gegensatz zur Zwischenzeilenabtastung,
stets das ganze Bild jede sechzehntel Sekunde Zeile für Zeile
abgetastet. Das heißt, die erfassten Bilder werden nicht wie
bei der Zwischenzeilenabtastung in Halbbilder aufgeteilt.
Computermonitore sind bei der Wiedergabe von Bildern nicht auf das Halbbildverfahren der Zwischenzeilenabtastung angewiesen und zeigen die Bilder Zeile für Zeile als Vollbild in der richtigen Reihenfolgen (Zeile 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 usw.) an, so dass kein Flimmern entsteht. In Überwachungsanwendungen kann dies bei der Betrachtung von Bilddetails einer Bewegung, zum Beispiel bei einer rennenden Person, von entscheidender Bedeutung sein. Um die Vorteile der progressiven Abtastung optimal zu nutzen, ist ein hochwertiger Monitor erforderlich. Siehe auch Zwischenzeilenabtastung. Lesen Sie weiter: Progressive Abtastung oder Halbbild-Video
Progressives Filtern
Siehe Zwischenzeilenabtastung.
Protokoll
Spezieller Regelsatz, der die wechselseitige Kommunikation von zwei Geräten bestimmt. Protokolle werden auf vielen Ebenen der Kommunikation eingesetzt. Es gibt sowohl hardware- als auch softwaregestützte Protokolle.
Proxyserver
In Unternehmen mit Internet-Anbindung dient der Proxyserver als Vermittler zwischen dem Benutzer der Workstation und dem Internet. Er bietet dadurch Sicherheit, Verwaltungsfunktionen und Zwischenspeicherung. Jeder Proxyserver, der mit einem Gatewayserver oder einer Gatewayserver-Komponente verbunden ist, trennt das Unternehmensnetzwerk wirksam vom Außennetzwerk und der lokalen Firewall. Den Schutz des Unternehmensnetzwerks vor Eindringlingen übernimmt der Firewallserver.
Der Proxyserver nimmt Anforderungen für Internet-Dienste (z. B. Webseiten-Anforderungen) entgegen. Wenn der Proxyserver auch als Cache-Speicher-Server dient, überprüft er den lokalen Cache-Speicher auf Webseiten, die heruntergeladen wurden. Wenn er die Seite findet, wird sie an den Benutzer zurückgegeben, ohne die Anforderung an das Internet weiterzuleiten. Befindet sich die Seite nicht im Cache-Speicher, fordert sie der Proxyserver als Client für den Benutzer mit einer eigenen IP-Adresse von einem anderen Server über das Internet an. Wenn die angeforderte Seite zurückgegeben wird, leitet sie der Proxyserver an den Benutzer weiter, der sie ursprünglich angefordert hat.
P-VOP
Siehe VOP.
Quad-Ansicht
In einer Quad- oder Vierfachansicht werden Bilder von bis zu vier
Kameras auf demselben Bildschirm angezeigt. Jedes Bild kann etwa ein
Viertel der Bildschirmfläche einnehmen.
Quality of Service (QoS)
Allgemeine Bezeichnung für ein bestimmtes Leistungsniveau
einer bestimmten Ressource in Bezug auf Datenverkehr im Netzwerk.
Als Quality of Service (Dienstgüte) können z. B. die
Gewährleistung einer bestimmten Bandbreite, kurze Ansprechzeiten,
das Nichtaufttreten von Paketverlusten usw. definiert werden. Die
QoS in Axis Netzwerk-Videoprodukten bezieht sich auf die Datenpakete
für verschiedene Typen von Netzwerkverkehr, der vom Produkt gesendet
wird. Dadurch können Netzwerkrouter und Switches z. B. eine
feste Bandbreitengröße für diese Typen von Datenverkehr
reservieren. Lesen Sie weiter:
QoS
(Quality of Service)
Router
Gerät, das den nächsten Netzwerkknoten bestimmt, an
den ein Paket auf seinem Weg zum Zielteilnehmer geleitet werden soll.
Der Router erstellt oder pflegt eine spezielle Routingtabelle, die
darüber Aufschluss gibt, wie bestimmte Zielorte am besten zu
erreichen sind. Zuweilen ist der Router im Netzwerk-Switch integriert.
Siehe auch Switch.
RS-232
RS-232 ist ein seit längerer Zeit etablierter Standard, der
die physische Schnittstelle und das Protokoll für eine langsame,
serielle Datenkommunikation zwischen Geräten beschreibt. An dieser
Schnittstelle tauschen z. B. Computer Daten mit einem Modem und anderen
seriellen Geräten aus.
RS-422
RS-422 ist ein serielles Datenkommunikationsprotokoll, das eine differentielle Multidrop-Kommunikation auf Vollduplexbasis mit vier physischen Leitungen regelt. Es bietet eine ausgeglichene Datenübertragung mit unidirektionalen (in nur einer Richtung arbeitenden), terminierten oder nicht terminierten Übertragungsleitungen. RS-422 lässt nur einen Treiber, aber mehrere Empfänger zu. Die empfohlene maximale Reichweite beträgt 1.200 Meter. Die empfohlene maximale Baudrate beträgt 10 Mbit/s.
RS-485
RS-485 ist eine erweiterte Version des Standards RS-422, die bis zu 32 Geräte pro Verbindung ermöglicht. RS-485 regelt eine serielle Mehrpunktverbindung auf Halbduplexbasis mit einem physischen Leitungspaar. Der Standard ermöglicht die Einrichtung von kostengünstigen lokalen Netzwerken und Multidrop-Kommunikationsverbindungen. Er bietet hohe Datenübertragungsraten (bis zu 10 Mbit/s) und basiert auf einer differentiellen, ausgeglichenen Verbindung mit verdrillten Leitungspaaren (wie bei RS-422). Zudem lässt er relativ hohe Entfernungen (bis 1.200 Meter) zu. Der Standard RS-485 legt ausschließlich die elektrischen Eigenschaften von Treiber und Empfänger fest. Er umfasst keinerlei Datenprotokoll.
RTCP (Real-Time Control Protocol)
Das RTCP-Protokoll unterstützt Echtzeit-Konferenzen für Gruppen beliebiger Größe in einem Intranet. Dazu gehören auch die Quellidentifizierung und die Unterstützung von Gateways wie Audio- und Video-Bridges sowie von Multicast-/Unicast-Umsetzern.
Es bietet QoS-Feedback von Empfängern an die Multicast-Gruppe und unterstützt die Synchronisierung unterschiedlicher Mediendatenströme.
RTP (Real-Time Transport Protocol)
RTP ist ein Internetprotokoll für die Übertragung von Echtzeitdaten wie Audio und Video. Es kann für Media-on-Demand und interaktive Dienste wie die Internettelefonie genutzt werden.
RTSP (Real Time Streaming Protocol)
RTSP ist ein Steuerungsprotokoll und der Ausgangspunkt für die Aushandlung von Übertragungsmethoden, z. B. RTP, Multicast und Unicast, sowie für die Aushandlung von Codecs.
RTSP kann als Fernbedienung für den von einem Medienserver übermittelten Medienstrom betrachtet werden. RTSP-Server nutzen RTP meist als Protokoll für die eigentliche Übertragung der Audio-/Videodaten.
Sehfeldwinkel
Das Sichtfeld beim Standardobjektiv einer 35 mm Einzelbildkamera
und gemessen in Grad, z. B. 30°. In der Praxis ist dies der
Bereich, den ein Objektiv abdecken kann, wobei der Sichtwinkel von
der Brennweite des Objektivs abhängt. Weitwinkelobjektive verfügen
über eine kürzere Brennweite und decken einen breiteren
Sichtwinkel als Standard- oder Teleobjektive ab, die über eine
längere Brennweite verfügen.
Seitenverhältnis
Verhältnis von Breite und Höhe eines Bildes. Fernsehbildschirme
und Computermonitore besitzen oft ein Seitenverhältnis von 4:3. Beim
hochauflösenden Fernsehen (HDTV) beträgt das Seitenverhältnis 16:9.
Server
Allgemein ist der Server ein Computerprogramm, das für andere
Programme auf demselben oder einem anderen Computer Dienste bereitstellt.
Ein Computer, auf dem ein Serverprogramm ausgeführt wird, wird
oft ebenfalls als Server bezeichnet. In der Praxis kann der Server
beliebig viele Server- und Clientprogramme ausführen. Als Webserver
wird das Computerprogramm bezeichnet, das die angeforderten HTML-Seiten
oder -Dateien für den Client (Browser) bereitstellt.
Signalverstärkung
Die Signalverstärkung bezeichnet den Faktor, um den ein analoger
Verstärker die Signalstärke erhöht, sowie das Ergebnis
dieses Vorgangs. Verstärkungsfaktoren werden normalerweise als
Leistung ausgedrückt. Die gängigste Maßeinheit für
die Signalverstärkung ist das Dezibel (dB).
Simplex
Im Simplexbetrieb kann ein Netzwerkkabel oder Kommunikationskanal
Informationen nur in einer Richtung absenden. Siehe auch Vollduplex.
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Audio
SMTP (Simple Mail Transfer Protocol)
SMTP dient zum Senden und Empfangen von E-Mails. Aufgrund seiner einfachen Struktur kann das Protokoll Nachrichten empfängerseitig nur bedingt in einer Warteschlange verarbeiten und wird gewöhnlich mit einem weiteren Protokoll, POP3 oder IMAP, kombiniert. Anhand dieser beider Protokolle kann der Benutzer Nachrichten in einer Server-Mailbox speichern und sie regelmäßig vom Server herunterladen.
Die SMTP-Authentifizierung ist eine Erweiterung des SMTP-Protokolls. Sie bewirkt, dass sich der Client vor oder während des Sendens von E-Mails am Mailserver anmelden muss. Mit der SMTP-Authentifizierung kann Benutzern mit entsprechenden Berechtigungen das Senden von E-Mails erlaubt werden, während dieser Dienst Unbefugten, zum Beispiel Spammern, verweigert wird.
SNMP (Simple Network Management Protocol)
SNMP gehört zur IP-Protokollfamilie, die von der IETF (Internet Engineering Task Force) definiert wurde. Das Protokoll unterstützt die Überwachung von vernetzten Geräten im Hinblick auf Bedingungen, die einen Administratoreingriff erfordern.
Sockets
Methode für die Kommunikation zwischen einem Clientprogramm und einem Serverprogramm in einem Netzwerk. Sockets sind als Endpunkte einer Verbindung definiert. Sockets werden mit Hilfe von Programmieranforderungen oder Funktionsaufrufen erstellt und genutzt, die auch als Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung (API, Application Programming Interface) bezeichnet werden.
SSL/TLS (Secure Socket Layer/Transport Layer Security)
Diese beiden Protokolle dienen zur Verschlüsselung und damit
zur sicheren Kommunikation in einem Netzwerk. (TLS wird nach SSL eingesetzt.)
SSL wird normalerweise auf HTTP aufbauend als HTTPS eingesetzt, das
im Internet üblicherweise für die Übertragung finanzieller
Transaktionen genutzt wird. SSL überprüft die Identität
des Servers anhand von öffentlichen Schlüsselzertifikaten.
Steuereinheit
CCTV-Systeme mit mehreren Kameras benötigen eine Steuerung
der Videosignale, die an die Recorder und Monitore übertragen
werden. Es gibt drei Grundtypen der Videosteuereinheit: Multiplexer,
Switches und Quadgeräte.
Subnetz und Subnetzmaske
Als Subnetz wird ein identifzierbarer separater Teil des Netzwerks
einer Organisation bezeichnet. Ein Subnetz repräsentiert oft
alle Computer an einem geographischen Standort, in einem Gebäude
oder in demselben LAN. Durch die Unterteilung eines Netzwerks in Subnetze
kann jedes Subnetz über dieselbe, gemeinsam genutzte Netzwerkadresse
mit dem Internet verbunden werden.
Die Subnetzmaske ist der Bestandteil der IP-Adresse, anhand derer
ein Netzwerkrouter das Subnetz identifiziert, in das ein Datenpaket
übertragen werden soll. Die Subnetzmaske erspart es dem Router,
die gesamte IP-Adresse von 32 Bit abzuarbeiten; er verarbeitet nur
die von der Maske bestimmten Bits.
Switch
Netzwerkgerät, das die Netzwerksegmente miteinander verbindet
und einen Pfad zur Übertragung einer Dateneinheit bis zum nächsten
Bestimmungsort festlegt. Im Allgemeinen arbeiten Switches einfacher
und schneller als Router, die Informationen über das Netzwerk
und für die Weiterleitung benötigen. Bestimmte Switches
dienen zugleich als Router. Siehe auch Router.
TCP (Transmission Control Protocol)
TCP dient zusammen mit IP (Internet Protocol) zur Aufteilung von
Daten in Pakete und zur Übertragung dieser Datenpakete zwischen
vernetzten Computern. Während IP für die eigentliche Zustellung
der Pakete zuständig ist, verfolgt TCP die einzelnen Pakete,
in die die gesendeten Daten unterteilt werden (z. B. bei Anforderung
einer Webseitendatei), und setzt die Pakete nach ihrer Ankunft am
Zielort wieder zur vollständigen Datei zusammen.
TCP ist ein verbindungsorientiertes Protokoll. Das heißt, dass zwischen den beiden Endpunkten eine Verbindung hergestellt und aufrecht erhalten wird, bis die Daten zwischen den Kommunikationsanwendungen erfolgreich ausgetauscht wurden.
Telnet
Telnet ist eine einfache Methode für den Zugriff auf ein
anderes Gerät im Netzwerk, z. B. einen Computer. Mit den
Protokollen HTTP und FTP können Sie bestimmte Dateien von entfernten
Computern anfordern, sie lassen es jedoch nicht zu, sich als Benutzer
an dem jeweiligen Computer anzumelden. Mit Telnet melden Sie sich
als normaler Benutzer mit den entsprechenden, für bestimmte Anwendungen
und Daten erteilten Rechten an dem entfernten Computer an.
TVL (TV Lines)
Methode zur Festlegung der Auflösung bei analogem Video.
UDP (User Datagram Protocol)
Kommunikationsprotokoll, das begrenzte Funktionen zum Datenaustausch
in einem Netzwerk bietet, in dem das IP-Protokoll verwendet wird.
UDP ist eine Alternative zum Transmission Control Protocol (TCP).
Der Vorteil von UDP liegt darin, dass nicht alle Daten übermittelt
werden müssen und z. B. bei einem Datenstau im Netzwerk
Datenpakete fallen gelassen werden können. Das ist bei Live-Video
nützlich, da es keinen Sinn hat, alte Daten zu übertragen,
die ohnehin nicht mehr angezeigt werden.
Unicast
Kommunikation zwischen einem einzelnen Absender und einem einzelnen
Empfänger über ein Netzwerk. Für jeden neuen Benutzer
wird eine neue Verbindung aufgebaut. Siehe auch Multicast.
UPnPTM
Familie von Computer-Netzwerkprotokollen, die eine automatische Peer-to-Peer-Erkennung von Geräten im Netzwerk ermöglicht. UPnP wird vom UPnP-Forum gefördert.
URL (Uniform Resource Locator)
Eine Adresse im Netzwerk.
USB
(Universal Serial Bus) Plug-and-Play-Schnittstelle zwischen einem Computer und Peripheriegeräten (Scanner, Drucker usw.).
VAPIX®
VAPIX® ist die offene Anwendungsprogrammierschnittstelle (API) von
Axis für eine kostengünstige, flexible, skalierbare und zukunftssichere
Integration in andere Systeme. Lesen Sie weiter: Entwicklerseiten für Netzwerkvideo
Variofokus
Ein Variofokus-Objektiv (auch als Zoom-Objektiv bezeichnet) bietet
im Gegensatz zu Objektiven mit fester Brennweite eine Reihe verschiedener
Brennweiteneinstellungen.
Video Encoder
Videoserver. Lesen Sie weiter:
Was ist ein Videoserver?
Vollduplex
Übertragung von Daten in beiden Richtungen gleichzeitig.
Im Audiobereich trifft dies zum Beispiel auf Telefonsysteme zu. Auch
Halbduplex ermöglicht die Kommunikation in beiden Richtungen.
Allerdings ist immer nur eine Kommunikationsrichtung aktiv, wie etwa
bei Handfunkgeräten. Siehe auch Simplex. Lesen Sie weiter:
Audio
VOP (Video Object Plane)
Einzelnes Bild-Frame (Vollbild) in einem MPEG-4-Videostrom. Es
gibt mehrere VOP-Typen:
- Ein I-VOP ist ein vollständiges Bild-Frame.
- Ein P-VOP kodiert die Unterschiede zwischen zwei Bildern, solange
dies effizienter als die Codierung des vollständigen Bildes ist.
Andernfalls wird das gesamte Bild codiert, bei dem es sich um ein
völlig neues Bild handeln kann.
Vor-/Nachalarmbilder
Die Bilder unmittelbar vor und nach einem Alarm. Die Bilder werden
in einem Pufferspeicher für den späteren Abruf bereitgehalten.
VPN (Virtual Private Network)
VPNs bauen einen sicheren Tunnel zwischen den VPN-Verbindungspunkten
auf. Im VPN können nur Geräte mit dem richtigen Schlüssel
aktiv werden. Das VPN kann in einem Firmen-LAN implementiert werden;
zusätzlich können Verbindungen mit weiteren Sites über
das Internet auf sichere Weise hergestellt werden. VPN wird häufig
zur Verbindung eines entfernten Computers mit dem Firmennetzwerk eingesetzt,
z. B. über eine Telefonleitung oder über das Internet.
Lesen Sie weiter:
Netzwerksicherheit
WAN (Wide-Area-Network)
Entspricht dem LAN, umfasst jedoch größere geographische
Gebiete.
Webserver
Programm, das es Browsern ermöglicht, Dateien von Computern
im Internet abzurufen. Der Webserver nimmt Anforderungen von Browsern
entgegen und überträgt die angeforderten Dateien an den
jeweiligen Browser.
Die wichtigste Funktion eines Webservers ist die Bereitstellung von Seiten für entfernte Computer. Daher muss er auf einem Computer ausgeführt werden, der permanent mit dem Internet verbunden ist. Er steuert zudem den Zugriff auf den Server, während er die Serverzugriffsstatistik überwacht und protokolliert.
WEP (Wired Equivalent Privacy)
Protokoll für die Sicherheit in der drahtlosen Datenübertragung,
das im Standard IEEE 802.11 implementiert ist. Es dient dazu, die
Datensicherheit und den Datenschutz in einem WLAN auf einem Niveau
zu gewährleisten, das normalerweise von einem drahtgebundenen
LAN zu erwarten ist. Die Sicherheit wird durch eine Verschlüsselung
mit wahlweise 40 oder 128 Bit implementiert. Je höher der Bitwert
ist, desto sicherer ist die Verschlüsselung. Lesen Sie weiter:
Netzwerksicherheit
Werkseinstellungen
Dies sind die Einstellungen, mit denen ein Gerät bei seiner Auslieferung
das Werk des Herstellers verlässt. Sollte es einmal erforderlich
sein, ein Gerät auf seine Werkseinstellungen zurückzusetzen,
gehen bei vielen Geräten alle vom Benutzer geänderten Einstellungen
verloren.
WINS (Windows Internet Naming Service)
Komponente von Microsoft Windows NT Server. WINS verwaltet die
Verknüpfung von Workstation-Namen und -Standorten mit IP-Adressen,
ohne dass sich der Benutzer oder Administrator um jede Konfigurationsänderung
kümmern muss.
W-LAN (Wireless LAN)
Ein drahtloses LAN, das Daten über Funk überträgt.
Hierbei werden die Endbenutzer drahtlos mit dem Netzwerk verbunden,
während die Übertragung in der Hauptstruktur des Netzwerks
meist kabelgebunden bleibt.
WPA-PSK (Wi-Fi Protected Access – Pre-Shared Key)
Drahtlose Verschlüsselungsmethode mit Hilfe eines gemeinsam
genutzten Schlüssels (PSK, Pre-Shared Key). Der jeweilige Schlüssel
kann manuell als Hexadezimalwert, als Hexidezimalzeichen oder indirekt
in Form einer Kennfolge eingegeben werden. WPA-PSK bietet ein höheres
Maß an Sicherheit als WEP.
Zoom-Objektiv
Mit einem Zoom-Objektiv kann ein Bildausschnitt vergrößert
werden, so dass mehr Details zu erkennen sind.
Zwischenzeilenabtastung
Video mit Zwischenzeilenabtastung wird mit 50 Halbbildern pro
Sekunde aufgezeichnet. Die beiden jeweils aufeinanderfolgenden Halbbilder
(Bilder halber Höhe) werden dann zu einem Frame bzw. Vollbild
zusammengefügt. Die Zwischenzeilenabtastung wurde vor vielen
Jahren für das analoge Fernsehen entwickelt und ist immer noch
weit verbreitet. Sie erzielt bei der Darstellung von Bewegung in Standardfernsehbildern
gute Ergebnisse. Allerdings wirken die Bilder stets etwas verzerrt.
Zur Darstellung von Video mit Zwischenzeilenabtastung auf einem Computermonitor müssen die Halbbilder zunächst in Vollbilder mit progressiver Abtastung umgewandelt werden, die nacheinander mit einer Frequenz von 25 fps angezeigt werden. Siehe auch progressive Abtastung. Lesen Sie weiter: Progressive Abtastung oder Halbbild-Video